Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1850
- Issue
- 19 (11.5.1850)
- Date
- 1850-05-11
- Page
- Spalte 291-292 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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291 Studien. Die ersten Sammler der Psalmen Davids. 292 Zur Erforschung: Wer der erste Sammler' der Psalmen Davids, und somit auch der Verfasser der Psalmenschriften war, von Hartwig Ph. Me. I.' Zufolge der Bücher der Chronik hatte David vier levitische Musikmeister. Im ersten Buche der Chron. Kapitel fünfzehn kommen drei vor, nämlich pvi, kptt und jjtn und in dem darauf folgenden Kapitel priN'. Mehrere Umstände, die in diesem Aussatze sich entwickeln werden, veranlassen uns anzunehmen, daß die Namen nDtf ttnfc-pnrr nicht die wirklichen Namen dieser beiden Männer waren. Es sind nomina muneris; sie stehen mit ihren Aemtern genau in Verbindung, und sind ihnen von David gegeben worden als nomina propria oder als neue Namen statt ihrer wirklichen. so wie Moses dem Hosea den Namen Jehoschua gab: 4 M. 13, 16. In feiner Genealogie kommen auch die Namen Assaf und Jedntun vor, rrach denen sie bei ihrer Geburt genannt worden sein konnten. — Von nrp Lob, und der Endung p kommt der Name pnn\ Dieser Jedutun war der, der das Lieblingschor Davids nün Dbiyb 3V '2 7,,b mn Ps. 118 ersten und letzten Vers, anstimmte. Nach diesem Chor bekam er den Namen — denn dieses Chor wurde bei jeder Gelegenheit gesuilgen — nt. s. weiter unten — es ist damit aber nicht gesagt, daß er die übrigen Verse der Gebete oder Psalmen nicht auch anführte. In späterer Zeit bekleidete Matanja dieses Amt. Nehem. li, 17: mim nbnnn ßjwn rronoi nbönb „und Mattanja, einer derHäupter, war der, der das Dankcher Hodu in den Psalmen anstimmte. — Und so wie es von Mattanja il)id. 12, 8 heißt iTinöi nvrn by, und Mat. war über die Hoduchöre, so heißt es voll unserm Jedutun 1 Chr. 25, 3:. pniT bbni rin in bp ndih und ib. 16, 41: pniTi |o*n non cbiyb ^b rin mb 4 — S». f. Zunz Bibelübersetzung z. St. — So 2 Chron. 5, 13 'n'b'n Dito o ^b bbmi, ib. 7, 3 'n'b'D Dito o ^b nmm. Csra 3, 11 Wd Dito ”b nmnm bbm Iiyi. Das Hattelgebet mit diesem Hoduchor war besonders so beliebt, weil — wie wir glauben — das non zunächst sich auf „in non" Liebe- und Gnadenerwei- 1) Dieser erste Abschnitt dieses Aufsatzes handelt über und -pnn* Vöer Zweite über b^bli und y-pn 1 Kön. 5, li (4, 31). Parallelstelle l Chron. 2, 65 dlr dritte über D1DDN '»byD Koh. 12, 1 und Uder u. st w. Spr. 30, 1. — smig an David beziehen solle. Jes. 55, 3. Ps. 89, 2. — Selbst beim Ausziehen der Heere in den Krieg sang man diesen davidischen Chor Hodn u. s. w. und er ermuthigte zum Kampf: 2 Chron. 20, 21. 22: pibnn 'JDb riNs: mp rmnb D^bbnoicpvwdnojn •non Dbiyb o ^b mn onram . Da dieses Chor rnn nun eine solche Epoche machte, so ist es kein Wunder, daß der Anstimmer desselben — ohnehin ein „Seher" 2 Chr. 35, 15 und Menazeach Ps. 39, 1, den Namen pnrr bekam. Daß Jedntun mit Etan identisch sei, weit da, (1 Chr. Kap. 16), wo die Chron. anfangs Jedntun zu nennen hat, nachdem die h. Lade geholt ward, Etan nicht mehr erwähnt wird, ist nicht wahrscheinlich. Es kommt in der Chron. vor: Etan ben Kuschjahu und in Ps. 89, 1: Etan Ha-Esrachi; nirgends aber Jedntun ben Kuschjahu oder Jedutun Ha-Esrachi. — Jedutun war vielleicht damals einer der D^bra von denen die Rede in 1 Chron. 15, 16 ist, oder von dm „Berurim" ib. 16, 41 und bekam später, da „die h. Lade in Ruhe kam" von David den Vorzug vor Elan, die Hoduchöre anzustirnmen, da Etan vielleicht aller und zu schwach dazu wurde; denn schon nach 1 Chron. 15, 17 und 19 ist er als der letzte der dreien genannt, so auch ib. 6, 29 wo Assas zur Rechten des Heman stand, Etan aberzurLmken. Auch war er nicht ntn. Zum Anstimmen mußte eine starke Stimme gehören, wo so viele Leviten mit allerlei musikalischen Instrumenten „laut" spielten und dabei viele Priester, die „aus Trompeten trompeteten" cfUJ Dnasno D^rom. 2 Chron. 7, 6 und Jb. 29, 26; dann die Lärrnbeckeu npnn 'b^by und immer mit starkem Gesang, wie es heißt: z. B. 2 Chron. 20, 19: nbyob bn.l bipD. — Dann ist es ja auch möglich, daß Elan zur selbigen Zeit mit Tode abging. — Endlich wird es Uns, bei Besprechung der Stelle im ersten Buch der Könige 5, 11 2) Wegen der Endung p nehmen wir das Wort als ein kraftvoller Hoduanftimmer oder ein Gottes-Anftimmer der Hoduchöre wie p*lty\ David nahm ihn auch als Lehrer in Instrumentalmusik an 1 Chr. 25, 3. Das Wort DlJDD daselbst bezieht sich auf die Söhne — vgl. 23. 6 — und NDDH auf den 8?ater. Die Psalmen z. B. Ps. 1l, wo es blos in der Lieberschrift heißt nyiob dem ( gewöhnlichen) Direktor abzugeben, hat David vermuthlich an Iodulun hingeschickt. Au dieser Vermuthung werden wir von Ps. 39, 1 veranlaßt, pnrvb nH3Db, dem Musikdirektor, nämlich dem Zedut un — nicht wie wir in unfern Forschungen über die Ueberschriften der Ps. annahmen, daß Jedutun der Verfasser des Ps. 39 war, denn der Verfasser ist angezeigt mb — hingegen Ps. 62 und 77 pniT bp H^ODb ist: Dem Direktor, der über die npbnv ist/ die den Namen pnV"P führt, wie die übrigen Wörter nach by und bdt in den Ueberschriften, und wie die Adtheilung die den Namen pb n-110 führte, nach dem verstorbenen Menazeach, Namens p 1 Chron. 15, 18.