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Der Orient · 1850-05-04 · 18 (4.5.1850) · p. Spalte 283-284

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Journal
Der Orient
Volume
1850
Issue
18 (4.5.1850)
Date
1850-05-04
Page
Spalte 283-284 (sequence 6)
Language
German
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283 284 Studien. Ueber das apokryphische Buch Esra. als den Verfassern der LXX zu den einschlägigen Büchern, ja als den meisten Uebersctzern kanonischer oder apokryphischer Bücher in der LXX* Seine Sprache ist freilich vom klassischen Griechisch noch weit entfernt, aber er ist doch bestrebt, sich von dem Jargon (anders kann man es kaum nennen) der meisten Übertragungen und von dem sklavischen Anschließen an die Wendungen und Ausdrücke des Originals frei zu machen. Folgende Beispiele, die sich Leicht sehr vermehren ließen, mögen dies beweisen: a) Spezifisch hebräische oder chaldaische Redensarten giebt er frei wieder und erstrebt rein griechische Phrasen. Wo VI, 4 [5, 3] oya Dob M jd tivog gwxct&vtog (gewählter Ausdruck, s. d». W. BB.) und an andern Stellen ähnlich; LXX immer yvcoft^v xl&EG&au — VI, 5 [5, 8] 'rai mn oinn^N pzn m\ h%oaay %uqi>v, imGxoTutfg yevofxsvfjg Ttctpa xov kvqlov; LXX buchstäblich. — VIII, 6 [7, 9] ntyon ID' e&X&ovzsQ ix Baß., LXX sd'syLEXlwGe xrjv avaßaGiv. — Das. HDIDn f'rk "JO xaxa zrjv Öod'Eioav svodiav und ähnlich an den andern Stetten, ausgenommen VIII, 47 £8, 18], frei und wechselnd. LXX wörtlich. b) Noch mehr ins Gebiet der elcgaotiae gehören : II, 2 [1, 2] iro p^n nttboD anEÖsi^s ßaGikia xfjg olxov(JL£V7jg] das. D’JOOT xvqioq viptaxog und so immer für (nur VI, 15 wörtlich, und das. 13 [5, 11] xov KxiGavxog xov ovgoivov xal zijv yvjv). Ebenso versteht er die Ausdrücke mit Geschick zu wechseln z. B. I, 4 [2 Chr. 35, 3] IDy nw ßl DN roy XatQEvexe TW xvqltp nett &S(iCtTü£VSTS to ed'vog. — I, 54 [■— 36, 18] xißwxoi und «TroH^naL für das doppeltennuiM. Vergl. auch das eingeschobene yalqsiv Anm. 110* e) Er gräeisirt die bedeutenderen Eigennamen^ — die in den Listen dagegen meist nicht —; so Dim 'Pu&vpog (vermuthlich aus Dim entstanden), 'WftW 2a- (liifoog, ^nn 2uüvv^g, \3IO "IW 2ctd'Qaßov£avr]g (Jos. hat ganz dieselben Formen 206); oder er giebt ihnen wenigstens griechische Endungen und deklinirt sie, z. B. ’AßaGGUQOQ isntW, TaßiXhog biOü n. s. w.; oder er gebraucht die üblichen griechischen Benennungen, z. B. für Nncc'nmN Artarerxes (wie LXX in Esther für 'rn&yritt, dagegen in Esr. und Neh. ’AqftaGaGßu), Nnnnw Ekbatana, für ^nJD -oy Hehl- Syrien und Phönizien (Anm. 95).Auch daß er 205) LXX im Esr. hingegen folgt dem Hebr. so buchstäblich, daß sie 9, 1 nicht nur Xavavi, ’Apoföi rc. hat (wofür LXX Neh. 9, 8 sowie im Penrat* 2e. gräcisirle Formen gebraucht), sondern auch MogsqI für (An eine andere 2* A. statt nsD ist doch wohl nicht zu denken.) 206) Nur “in&y heißt in unfern Ausgaben des Josef. 2c£Qaßa6dv7]$. — 207) Für wn* nni 8, 15. 31 hat E. A. VJ11, 4L 61 mit liStQrjxrig 208 giebt VIII, 20 [7, 22] gehört hierher. d) Er erstrebt griechischen Periodmbau durch Participialkonstruktionen (I, 5; II, 5; größere VI, 8—9 re.), sowie im Kleineren durch Attraktion (I, 3 und sehr oft, so aber auch zuweilen in der LXX) und durch adjektivische Formen für den slat. eonsir. (z. B. 1, 54 ßaodixög für "jbon 2 Chr. 36, 18) u. dergl. m. 3) Air einigen Stellen stimmt E. A. in den Ausdrücken mit der LXX überein. Auffallend ist von diesen eine II, 30 [4,-23], wo Beide jniN mit imnoi geben (Jos. II. §. 2), während doch an eine andere S. A. die auf ,,Pferde" hätte führen können, wohl rucht zu denken ist. Alle anderen sind nicht der Art, daß sie zur Annahme der Abhängigkeit der einen Uebersetzrulg von der andern n ö t h i g t e it; doch wollen lvir sie dem Leser vorlegen. I, 51 [2 Chr. 36,16] Beide {ivKxriQifa, o'ynynü LXX ifjmcdfa E. A. Ihtt. Erstereö Wart findet sich in den griechischen Versionen oft für stamm- und sinnverwandte (Hiob 22, 19. Jes. 37, 22 und in der Parattelstelle 2 Kön.; Ps. 2, 4; und so auch für i?nn 1 Köu. 18, 27 u. öfter). — II, 18 [4, 12] vVn^JN^ NTTHD anoGzazig Kal novtiqcc was im Grunde die ganz wörtliche Uebersetzuug. — II, 30 [4, 24] nbni faysi, so hat LXX im Kal auch Koh. 12, 3 gegeben, für das im Esr. ioftcc vorkomm ende Pael haben sonst beide abweichende 2lusdrücke. — VI, 25 [6, 4] pu $6pog; hier ist das griech. Wort der gewöhnliche Ausdruck für ,,Lage, Reihe." — VIII, 57 [8, 27] ansiD Beide mit er faßen. — Das. 67 [36] wkoi §ö5'§aoav; vergl. aber LXX Esth. 3/1. Jes. 33, 10.210 — IX, 51 [Reh. Osgag nozccpog, Vulg. (d. h. die zum GL A.) Thia^ es ist damit jedenfalls eine geographische Erklärung oder Umsctzreivung beabsichtigt, obgleich ich keinen Fluß des Ns. Me; Jos. scheint keinen solchen gekannt zu haben, da er V, 2 nur itSQCiv xov Evcpgaxov hat. 208) Bekanntlich sehr richtig und so immer bei Joseftls, auch LXX 2 Chr. 4, 5; dagegen hier unübersetzt ßckov und ganz falsch 1 Kön. 7, 38 und Szech. 45 %ovg oder 209) Die übrigen Ausdrücke in jenem V sind verschieden gegeben LXX HQaxaiog, E. A. ^vaxog*, ^"111 yft H LXX t-vlivog slg, E. A. |vlovov iy^co^iov kcclvov hvo£$ letzterer hat also mn für n e u genommen, wie früher Fürst in der Concord. und Gesen. ergiebt sich ohnehin aus dem Zusammenhang), LXX dagegen als Zahlwort wie Vlüg» in Esra, Luth. und Fürst. Das iyxco^icg ist Zusatz des E. A. den auch 3os. I, §, 3, IV, §. 6 hat. xoivog fehlt bei ihm» 210) Wieso de Welte §. 297 Anm. b diese Uebersetzung als falsch bezeichnen kann, ist nicht abzusehen, wenn auch die Bedeutung beschenken" die Neuere (Ges. Fürst) -iM hier nehmen, vielleicht paffender ist, als „erheben". Uederhaupt sind die dort von de Wette als Beispiele falscher Uebersetzungen in E. A. angeführten Stellen zum Kheil falsch ge-

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