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Der Orient · 1850-05-04 · 18 (4.5.1850) · p. Spalte 281-282

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Journal
Der Orient
Volume
1850
Issue
18 (4.5.1850)
Date
1850-05-04
Page
Spalte 281-282 (sequence 5)
Language
German
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282 281 Studien. Ueber das apokryvhische Buch Esra. Ein so weisen Hirt, der seine Schafe nach ihren Kräften und Eigenschaften so klug zu leiten versteht und der in ihrer Leitung so viele Treue und Redlichkeit bekundet, soll auch mein Volk leiten und führen. Als mein Vater zum Throne gelangte, da sprach er zu mir: Glaube nicht, wenn du einst nach mir Herrscher werdest, daß die Erde, über die du gebietest, dein Eigenthum, und deren Bewohner deine Sklaven seien, denn wie kannst du das dein nennen, was du nicht geschaffen, was schon vor dir da gewesen und einst Andern gehörte. Sfain,* 3hm, der von jeder gewesen, der die Welt und Alles was sie bewohnt, aus Nichts hervorgerufen, Lhr mußt du das Gebiet deines Reiches zueignen, über dessen Einwohner du blos Leiter und Regierer bist. Nach diesem Beispiele meines Vaters richtete ich die Kunst zum Negieren ein und meine Herrschaft war stets mit Glück und Segen gekrönt. Nicht minder mannigfaltig und zahlreich sind die Systeme, die die Menschen über Moral und Sittlichkeit niedergeschrieben und darüber ganze Büchersammlungen verfertigt haben. Ich tadle dies keineswegs; auch das Streben nach Tugend ist ein Schritt dazu; allein es sind doch nur todte Buchstaben, die den Menschen oft nur kalt und unberührt lassen, und selten kräftig und lebhaft genug überzeugen. Ich will euch vielmehr eine lebendige Sprache vorführen, worin uns jeder Buchstabe in der Liebe zur Tugend befestigt, und mit beredter Zunge vom Laster abmahnt. (Fortsetzung folgt.) Vebcr den Bibelkanon des Fl. Josefns. Anhang zum ersten Artikel. tldu? dcrs apokryphische Buch Esra. (Fortsetzung.) e) Oder sie hat Worte unübersctzt gelassen, weil sie sie nicht verstanden. So 1, 8 *OM yaoßuQTjvog, E. A. II, 11 ya^ocpvX«§. — 1, 10 D'HIEO xsqpovgjjg unt so auch 8, 27; E. A. II, 13 cpia'Xai, VIII, 57 ud nn .Pnib mbyo Dn*m jöp idid impiw ny dis1? ■010:1 duhj insu opn:,i .w m mn 'bm / ü'iDsi cns nhdj m"pn nott bun \n opTnn!? .\3NH nN 1JTH WO 4);n;N^Dl pND 'lb PPOIN pN. Diesen Grundsatz bat auch ehedem die französische Nation durch die Umgestaltung des königlichen Titels von roi de hi Lraiue in roi des Kramcais; ferner durch jene merkwürdige parlamentarische Debatte: lt* roi regne et ne gouverne pas, ins praktische Leben übergeführt. Vgl. 2 M. 9, 29. 19, 5 3 M. 25,23. Ihr sollet das^and nicht verkaufen ewiglich, denn das Land ist mein, und ihr seid Fremdlinge und Gäste darauf. %Qvad(icttct. — 2, 58 np^fi? HDJ/ ’JßdrjGSAiux,20* E. A. und LXX in Nehemia immer öovXoi SaXapcov; ebenso DWirnon 2, 62 LXX ol psfraeatp und 8, 1 cprmni ot oÖTjyoi, so daß sie offenbar die Nadi.r nicht verstanden; aber LXX in Neh. 7, 64 yQdcprj T'ijg ovvoöicig und E. A. V, 39 ysvttifj ygucp-r]/m Llttch D’JJID 9, 2 ist von der LXX vermuthlich aus Unkenntnis weggelassen; E. A. VIII, 70 yioxavsg, auch LXX in Neh. und in andern BB. entsprechend. — d) Dagegen ist das Ehaldäische häufig von beiden Uebersctzern falsch oder gar nicht verstanden worden;^ F. 2l. hilft sich dann häufig durch Auslassung oder Umschreibung solcher Ausdrücke. Beispiele sind schon in den früher abgcdruckten Stücken enthalten; s. Anm. 94. 97. 99. 100. 122 und 123. -— Ferner gehört hierher: VI, 4 s5, 3] E. SL niyri und B. 11 s9] eQya] LXX %0Q7]yta. — VI, 32 [6, 11] "Dyn1 'btt Hubert Beide wie ,,sollen konfiseirt werden."^ — VIII, 45 [8, 17] Dippn, N'SDDD LXX ev dgyvQLcp tov totcov was ganz sirrnlos; E. A. erst roTtog tov ya^ocpvXardov dann oi iv tgo tote« ya£otyvXctnsg. 2) Ebenso ist dem Uebersetzer des E. A. eine größere Kenntniß der griechischen Sprache znzuschreiben, 201) V. 55 steht freilich auch in der LXX SovXol 2ctX$ dies ist aber ohne Zwcifel Korrektur von späterer Hand, während an der andern — und begreiflich dir zweiten — Stelle das ursprüngliche JßÖrjG. stehen blieb; denn wenn der Uebcrseker selbst einmal das Richtige gesetzt batte, so könnte unmöglich nachher das Falsche hineingekommen sein. Aehnlich stehr für ny"OU W? <7, 2l) ziemlich richtig naccag Tcdg yaQcag und für j*(nt£0 einmal \1, 11 im h eb r a i s ch e n Kontexte) tftarayjia; beides höchstwahrscheinlich von späterer Hand. — Dagegen rechne ich nicht hierher das q^FIj in LXX zu E. Neh. mit Nctfhvip (ä, 17 ’A&wstfi Neh. li, 3 Ncifrivaioi, vergl. das. % 33 DU’flJn DO ßv~ &av NttfhvL[A) gegeben ist, denn dies Wort konnte, als bekannter tenuinws t?chni<*us absichtlich hebräisch gelassen sein. E. A° hat dafür immer ieQoöovXoi, LXX 1 Ehr» 9, 2 dsdopfooi. 202) Auch i. XX in der Chron. hat die Radix immer richtig. 203) Auch das hebr. Wort nm^rn 2 Ehr. 35, 13 6 haben Beide falsch verstanden. LXX har %al sveodeaftr] „es ging gut" also von rfe abgeleitet, wie das neuhebräische nnPKn (so ist 5, 8 evoSovrcu und E. A. Xl, t0 ebenso übersetzt; auch Vll, 3 [6, 14]). An unsrer Stelle hat E. A. [ast EvcoÖL&g tWohlgeruch, wie LXX 6, 10 für prnm Vula. hier am' bt*n*a olentia); es ist aber ohne Zweifel in evoölag c s. VJ11, 6. 50) zu verwandeln. — Auch Spr. 19, 24; 26, 15 har LXX flrfrä mit noXnog gegeben; Targum ebenso (?), wie denn auch I. Esr. und Ralbag daselbst wohl an aber nicht an unser ninPy gedacht haben. 204) So auch Theorlotion d. h. die gewöhnliche LXX- Version) in Dan. 2, 5; 3, 29.

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