Mannheim
Compact Memory

Der Orient · 1850-04-27 · 17 (27.4.1850) · p. Spalte 263-264

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
1850
Issue
17 (27.4.1850)
Date
1850-04-27
Page
Spalte 263-264 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/8555529-9891031-9891056--6356-3535708
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

264 263 ' Studien. Bemerkungen über die Dppenheimer'sche Bibliothek. talog von Ure besser, obwohl auch dort viele Werke nicht genannt.sind. So befindet sich baö’-jctpn ■ n"ON des Maimunt auf der Oxfocder Bibliothek, Ure hat dasselbe übersehen.^ . 'Wir dürfen dem Leser nicht erst sagen, daß die jüdische Literaturgeschichte noch sehr bedeutender Aufschlüsse bedarf über viele Autoren und Werke,, bis man ein größeres Werk, frei von Muthmaßungen. über dieselbe wird schreiben können. Ein großer Theil der Vermuthungen eines sehr berühmten jüdischen Gelehrten, haben sich nicht bestätigt gefunden. So z. B. dessen Behauptung der Identität des “0D mit 61 In dieser Handschrift (Ure Nr. 78) sind mehre schätzbare Sachen enthalten, nämlich <0 ll'vvn "isd. Zu Anfang nennt sich der Uebkrsctzrr nDJ'ijwcn ’-i"ijbo rmD p nobt? ihn p n^ONDriD 12 pp m.v idd -om nj’d D’D»n 'fip D^OltDD'TN HDll D’JlWl D'DIDI^DH nmt3 omDD tiind pions cmmo Narn noji obijni — -iwy Wir haben dieses Werk auf der Pariser Bibliothek auch gesehen. d) Einige Blätter aus dem Buche pp IDD, überschrieben ^Dr 'l b'DTOn DDHü 11DH. Es ist dies das Werk des Josef ben Zaddik, welches sich auf der Oppenh. Bibliothek befindet. Es ist defekt, der Katalogist hat es nicht angemerkt. c) Einige Gutachten des Ma im ü n k. (Es sind bekannte, die in den gedruckten Sammlungen sich befinden.) d) p'n nMS‘ des Maimüni, geschrieben von dem Kopisten, 26. Tammus im Jahre 1496. e) IDK'D n 1.1N des Maimun k. 8 Blatt stark. Hr. H. Edelmann hat auf unser Anrathen eine Kopie genommen. k) ü'Dün rr^nn X)ND des Marmuni Folgendes kleine Gedicht, ohne Zweifel von dem Uebersetzer, stehet zu Ende desselben. ' w kb 'Win - niomi v'pnV mp ntsw ' ü'wnp pn ’dh mcttü'p D^iyi pis pyD ♦ DnsyD onjön toot nio^ -i3“DD mw nyfy - nimm [byn] ^mu mnnni * niD'yj nn nnyn jrpty * DDHINH prVDn DN W'to '23 : niD.^riN niDBon inn Am Anfang des Luches stehen die Worte pn^ pDPi Dieses Gedichtchen findet sich auch nicht in der Handschrift auf der Oppenh. Bibliothek Nr. 939. Folio, vergl. darüber Note 16. g) um nDNDH. Anfangend mit den Worten /«) bsaioi b'Dwo by& drai nbyn’ Ntari dj d'idin nm (Identisch mit Collekuon Oppenh. Nr. 602.) 0")£& *>p~0 (Identisch mit Collektion M ichael Nr. 77), das Werk enthält 89 Abschnitte. dem -mn rnm Die.Mühe, welche sich Hr. Gabriel Polak genommen hat, dasselbe abzuschreiben war sehr über, flüssig,. 2—3 Zeilen hätten hingereicht um das Urtheil zu beweisen. Ferner z. B. seine Behauptung über M en ach den Saruk, er sei ein Afrikaner gewesen. Moses ben Esra in seinem arabischen Buche (Huntington Nr. 599) Uri Nr. 499 (es ist dasselbe, welches Wolf 111. unter Abu Harn n Jbn Esra anführt) sagt ausdrücklich, ec war aus Sara gossa nach Cordova gekommen; aus dem Briese des Menachern ben Saruk an Chasdai, welchen Luzzatto in dem miNiT iTO bekannt machte, ist dsts noch fester gestellt. So dessen Ansicht über das Zeitalter Kalirs. Da Saadja Gaon in seinem arabischen Kommentar zum ^DD denselben citirt; aus der hebräischen Uebcrfttzung dieses Werkes haben wir bereits diese Stelle in unfern literaturhistorischen Mirtheilungen gegeben. Wir halten auch das sogenannte nyltsmD nv' “Om nicht für ein Werk des N i s si m Gaon. In der Ausgabe Venedig 304 (= 1544) führt es gar nicht diesen Titels Wir werden später mehr darüber sprechen. * Wir brauchen dem Leser ferner nicht zu sagen, daß es in allen Sprachen eine Masse von Werken giebt, die blos imaginären Werth haben, entweder durch einige eingeftreule Notizen, oder durch irgend eine andere Ursache. Um dich Notizen für literarische oder kulturhistorische Zwecke auszubeuten, reicht die Kenntniß des Alphabets nicht hin. Der 7) Dort finden sich auch die Worte iCP Di M 'OitPN ’•) 'ID fON DN inn^'D. — Auf der Pariser Bibliothek (Nr. 232 aneien Fonds 4. Perg. und Papier) findet sich das Buch überschrieben cpdj 1DD. Auch dort findet sich die angeführte Stelle. In dieser Handschrift findet sich auch der nrül&!/TIO unter den Titel nnum n">LP^ tm und der yww tf/Tia Wenn wir nicht irren, hat Herr E l i e s e r 2t sch k e n a si jetzt 2 Piecen abgedruckt in dem Büchlein cmm ’HTl, vergl. unsere Ankündigung dieses Merkchens in diesen Blättern (1848 Nr. 5t). 8) Herr Steinschneider selbst hat ebenfalls einige seiner Vermuthungen zur Gewißheit erhoben, welche wir nicht bestätigt gefunden haben. So z. B. in der hebräischen Zeitschrift genannt njrn, welche in Berlin herausgekommen ist oder noch herauskommt, hält derselbe den alten Samuel ben I e h u da 2t b b a s mit einen gleichnamigen 2lutor, dessen Werke auf der Oxforder Bibliothek liegen, für identisch. Wir können denselben vorläufig versichern, daß wenigstens 3—4 Jahrhunderte zwischen beiden liegen. Wir haben über dieses Werk selbst anderwärts in unserer Abhandlung über populäre Sente n ze nbücher der Juden ein Näheres mitgetheilt. Ebenso vereinzelt was Herr S chneor Sachs in seiner eben erwähnten Zeitschrift miv) (©, 72) über das sagt, ermangelt aller Begründung. Wir haben uns gewundert, bajUpr. S. a priori den Inhalt eines Buches errathen will. Wir haben das Werk gelesen, und können denselben vorläufig versichern, daß der Zusammenhang der von David Kimchi citirten — in Frage stehenden — Stelle, mit dem Inhalte des Buches allerdings zusammenhängt.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.