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Der Orient · 1850-04-27 · 17 (27.4.1850) · p. Spalte 261-262

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Journal
Der Orient
Volume
1850
Issue
17 (27.4.1850)
Date
1850-04-27
Page
Spalte 261-262 (sequence 3)
Language
German
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261 262 Studien. Ueber das apokryphische Buch Esra. e) 5(flc übrigen, sehr zahlreichen 2rblve:chungen, die Sinn nicht ändern oder nur nuanciren, wollen wir eben deshalb und weil dabei an Textverschiedenheit nicht ju t?cufcn ist, weder anführen, noch klassifiemri. Sie schreiten von Umsetzung des Sing, in den Plnr. u. dergl. bis zur Abänderung ganzer Phrasen iu:d Umstellimg von Satztheilen fort. Nur einzelne Stellen, in denen die Veränderung einen erkennbaren Zweck hat, wollen wir promiscue heischen. So ist II, 10 [1, 7] vrhx rvo mit siöio- Ulov gegeben; II, 5 [1, 3] für Wn o KcrrctGKfivmacig iv 'Ibqovö. und VI, 33 [6, 12] HüH HW pty oü to oVofia eit ikekI^x u i sv.sl. — Ferner VI, 9 [5, 8] für Nm «nbn no ofaog xov xvgiov peyag, also SD1 auf rro konstruirt, weil die Htidcn schwerlich Nin NfPx gesagt haben werden. — VI, 17 [5, 18] statt ^OS i?ü mD ,,als CyrnS über das Land Bab. herrschte. 198 — VIII, 66 [8, 35] statt Httün VTCEQ 6COT11QLOV (LXX 7ZEQL a^CtQTLCig)^ - Von Zchl-Abweichnngen gehört hierher II, 13 [1, 11] 5469 Mt 5400, weil erstere Zahl wirklich die Sirinme der emzelnen Posten, wie sie im E. A. stehen, ist. Man wird bei Betrachtung des hier Zttscumnerrge- Mcn finden, daß unser Ucbersetzer mit Ueberlegung und Verstand gearbeitet hat; wo seine Uebersetzung unpassend ist, da wird man die Ursache ohne Zwang in Varianten seines Textexemplars finden, während die absichtlichen Veränderungen, die Freiheit einmal zugestandcn, fast imchgehends zweckmäßig, sogar treffend sind. §. 6. B. Beschaffenheit der Ueb ersetz::ug an sich. Schon die im vorigen §. unter Nr. 2 angeführten Stellen würden uns, insofern sie durch Willkür und Absicht von unserm heutige,r Original abweichen, die Beschaffenheit der Uebersetzung oder das Verfahren des llebersetzers kennen lehren, wenn nicht die Vermnthung ziemlich nahe läge, daß von Letzterem ein ,,Bearbeiter" za unterscheiden sei; d. h. daß die Uebersetzung im E. U. nicht aus den kanonischen Büchern unmittelbar, senken! aus einer, von dritter Hand verfertigten, bereicherter, umgestellten, gekürzten re. Reeension derselben gesessen sein möge. In diesen: Falle würde das bisher Zusammengetragene aus Rechnung des Bearbeiters kommen; wir wollen daher jetzt dasjenige zusammenstellen, Ions uns den Uebersetzer selbst kennen lehrt und uns zunächst über seine Kenntniß der Sprachen aus denen und in die er übertragen, Aufschluß giebt. Dazu wird fä der kürzeste Weg sein, wenn wir seine Uebersetzung mit der LXX in Parallele bringen. 1) Der Uebersetzer des E. A. hat mehr hebr. und chald. verstanden, als die der betreffenden Bücher in der LXX. Zu letzterer sind nämlich: a) manche Worte falsch übersetzt, welche E. A. richtig giebt. Z. B. I, 13 s2 Chr. 35, 13] urw E. A. dnrjVEyrMv LXX bÖqo^iov wie 1$,TP1 (kann freilich so gelesen haben). II, 16 [4, 7] und an den andern Stellen LXX 6 (pogokoyog ■— als Person enbezeichuung wie 5, 5 zeigt!-—®. 2L btugzoXyi oder ähnlich. — Das. LXX Iv EUQrjvy]199 E. A. als nom. propr. — Umgekehrt ist D}fD b))2 II, 18 f4, 8] von LXX als nom. propr. von E. A. als appell. übersetzt (s. Arun. 93). — VI, 30 [6, 9] bw nb N LXX ganz falsch o edv ctlzqGcoöLv] E. A. besser dva(xcpL6ßyjT7jrcog. — VIII, 71. 73 [9, 3. 5] LXX Kal S7vakk6{.i7jv (zitterte)? E. A. tEQav sO'd'rjza, b) Andere Stellen zeugen von großer Gedankenlosigkeit der LXX, 200 jo we:u: fic 6, 6 Mnn mit öwö£T£, 8, 27 CODTUN1? mit elg x^v 66ov (E. A. hat es VIII, 57 ausgelassen; das öfter verkommende O'SDSSix haben sonst beide richtig) und 10, 37 iwjn Keri wy'} Kal BTcoirjöav giebt. S. E. A. VI, 27 und IX, 35 wo die Namen als solche verstanden sind. (Fortsetzung folgt.) Einige Bemerkungen über den 1826 erschienenen Katcrlag ber Opp enh eim er'- schen BibliLthek. (Fortsetzung.) Alle die Fehler, welche wir hier bei den gedruckten Werken angezeigt haben, wiederholen sich bei den Handschriften. Dort ist noch mehr Behutsamkeit nothwendig bei dem Gebrauch dieses Kaialoges. Es sind auch vier Namen weggelassen, wo sie ausdrücklich in der Handschrift stehen, z. B. in dem bereits genannten '-j *tod und wieder andere Werke sind fremden Autoren zugeschrieben. Es ist der Ka- 199) So freilich auch Raschi und Ibn Esra. 200) Denn wenn sieauch st. 'OnrrOfi und ft. DWntfb — Dim1? gelesen hätten, so ist es doch Unsinn. Auch die LXX in Nchem. (in den mit E. A. nicht parallelen Stellen) hat zuweilen ähnlichen Unsinn und Unkenntniß, z. B. 3, 22 '“OS»"! ekhe%<xq$ 4, 4 [LXX: 10] ^SDD ix^got. 5) Das Buch findet sich in der Handschrift bei Ure Nr. 146, dort ist es aber jetzt anonym, da ein Stück des ersten Blattes weggerissen ist. In derselben Handschrift, das erste Buch, ist das p;vS' NIOVY des Z o s e f Caspi, welches jetzt gedruckt ist. Die Handschrift ist sehr verschnörkelt, Ure konnte sie nicht lesen. 198) LXX hat ausgelassen» 17

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