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Der Orient · 1850-04-20 · 16 (20.4.1850) · p. Spalte 249-250

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Journal
Der Orient
Volume
1850
Issue
16 (20.4.1850)
Date
1850-04-20
Page
Spalte 249-250 (sequence 5)
Language
German
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249 Studien. Bemerkungen über die Oppenheimer'sche Bibliothek. 250 fcdjj hx UeKersctzer eher eine freie Bearbeitung als eine buchstäbliche llebertragnng hat geben wellen; daher ist die Zahl der Abweichungen das ganze Buch hindurch sehr groß, fast ‘iD'yn by rpnD fnD, nur selten findet sich nu genau dem masoretischen Text entsprechender Vers. Wir wollen im Folgenden die wichtigsten Eigenthümtich keilen der ltebersetzung und die Ergebnisse der Vergleichung derselben mit den hebe, oder chald. Originalen im 2 B. d. Ehren. Esra und Nchem. mit- .theilen und dabei inliuer auf die parallelen Stillen der LXX186 ^«fmcrksam machen, weil dadurch der Charakter unserer Übersetzung deutlicher hervortreten wird. A. N erhältni fj 3 it t* c n O r i g i n a l e n.187 1) Bei weitem nicht alle Abweichungen des E. A. von unseruL Originaltexte keuunen auf Rechnung freier Uebersetzung; an vielen Stellen haben vielmehr Varianten Vorgelegen. (!) Am klarsten ist dies da, wo sich auch in der LXX die Spur eiuer andern L. A. siudct; was aber nur an folgenden Stellen der Fall ist: I, 1 [2 Ehr. 35, 1] lencsn LXX und E. A. im Singul. — I, 3 [— — 3]. Für cwnpn haben Beide einen Jnsiuitiv ti'npn* 1?- Das. un LXX sß’^av (urpi) E. A. lv T'j] &£csi (ein nom. aclion.). — I, 40 [— 36, 6] statt beide za\ dbtrjyctysv avTOV OD'6r3). — VII, 2 [6/ 14] vor prpHDi, welches Wert bei LXX fehlt, bei E. 5(. aber übersetzt ist, haben Beide noch ein Wert gehabt, LXX: o£ Aevlxca (&.%[. ieqogt<xjene Worte stammen aus dem Schluffe von Esr. 4, 24, der also im E. A. dreimal vorkommt (s. Anm. t79). 186) Die Uebersetzung der betreffenden 3?ücter in der 3AX ist nicht von einem Verfasser. In Hinsicht auf Chronik und Esra verweise ich auf das Wort pjDD, welche LXX Chr. mir cpdcsz, Esra aber mit %do%a giebt, unö auf die Parallelstem am Schluffe der Chr. und Anfang Esr., namentlich to^DQ bn, welches LXX Chron. im Dativ h^t. In Hinsicht auf Esr. und Rehern. kommt zwar in der Parallelstelle Esr. 2 —- Neh. 7 dieser und jener gleiche Ausdruck vor, doch ist vieles verschieden; ich verweise ferner auf die Namen Esr. 9, l und Neh. 9, 8 (s. Anm. 2-05) und aus die abweichende Uebersetzung einzelner Worte (s. §. 6, 1, c.). 187) Die im Folgenden gegebene Eintheilung, oder vielmehr Subsummirung der Stellen unter die einzelnen Rubrik n, wird sich vielfach anscchtcn lasten. Es kommt darauf nicht viel an. Wir wollten nur den Leser nicht durch ein wüstes Durcheinander von Stellen und Beispielen verwirren und hauptsächlich die auf Varianten beruhenden Abweichungen von denjenigen, rvUche bloße Uebersetzungsfreiheitcn sind, scheiden; bei den meisten Stellen ist dies aber eben zweisnhaft. Sehr viele dieser Abweichungen finden sich, sofern sie den Sinn betreffen und wo überhaupt die Stelle von Ioscfus genau wiedergegebeu ist, auch bei diesem. Dies soll so bezeichnet werden, daß wir einfach das Citat aas Josef, in Klammern hinzusctzen. — tca, ein ungebräuchlicher Ausdruck, wofür bei Ioscfus (IV, §. 7) ysgovTsg Sgiövreg.— VIII, 32 [8, 5] haben Beide runter Ninl ynoi und das. 36 [123 ■’rpeAiy Mn 'DDDL,88 (Fortsetzung folgt.) Einige Bemerkungen über den 1826 erschienenen Katalag der Opp euh eimer'- s eh e u Bibliot h e t Wir haben bereits in diesen Blättern (1849 Nr. 45) über die Unbrauchbarkeit dieses Katalogs einige Worte gesagt. Um den Leser selbst in Stand zu setzen, lein eigenes UrtheiL zu fällen, ist der Zweck dieser Zeilen. Dieser Katalog ist als das Ideal von Ungcnauigkeiten aller Art zu betrachten, und Zunz (zur Geschichte und Literatur S. 238) hat bereits viele Fehler dieses Katalogs nachgcwicscn, besonders die des lateinischen Uebersctzers. Die Hauptfehler sind aber in dem hebräischen Theil. Oft. sind die Namen der Autoren weggclaffcn. So z. B. sucht der Leser vergebens nach dem Vcrfaffer des cy.ü/ytt/ “)DD, der doch in dem Merkchen selbst genannt ist — so wie auch derjenige, dem cs gewidmet ist. Wolf (Bib. heb. II, 1440) sagt, das Büchlein handelt M^D, was auf einen Srrttjum 188) Für den crsteren Namen haben beide Zct%ortg$ für den zweiten LXX Bctavi E. A. Bavlc^g. Es kann nicht bezweifelt werden, daß tmfe Namen, besonders der zweite, im masoreth. Texte fehlen; nicht deswegen weil p odrr rpSDP p keine Personen-Namen sein könnten, sondern weil rvD^E> nirgends als F a m i l i e n - N a m e verkommt, wogegen Nim und '.)I, die in dln andern Listen (Esra Kap 2, Kap. 10 und Neh. Kap. 7 und 10, 15) unter den Familien-Namcn flguriren, hier fehlen. In Hinsicht auf muß ich freilich zu bedenken geben, daß das Za&orjg in die LXX aus E. A. gekommen zu fein scheint, denn X'INt gübt jene sonst Esr. 2, 8; 10, 27 mit Zuftovcc* Neh. 7, 13; 10, Jo Za&oviai die gräcisirtcn Formen sind dem E. A. eiglnltzümlich (§, 0, 2, t). Dagegen wird die Annahme einer Lücke in V. 5. dadurch unterstützt, daß Esr. 10, 3 ^"TP p JTODItf der l}ür vor ko mm ende ^n ,%sü zu sein scheint; steht dort i^n dabei, so hat E. A. VM, 92 dafür ’lGQcirfll Auch steht in Kap. 8, 4—12 sonst immer p9 Fürst hat in seiner Uebersetzung (Zunz Bibel) bei V. 5 eine Lücke bezeichnet; warum aber in V. 10 nicht ebenfalls, ja noch sicherer, '.ft mir unbegreiflich. — Für VT Dl A. 3, was auch nicht paffen will, hat E, A. V. '*9 'w p und zieht rs zu ^'DN im vor. V, was Lurch 1 Chr. 3, 22 sehr unterstützt w'.rd. Wäre düs richtig, so käme denn auch rpJIEf, fo wenig wie n'Di^cy, irgendwo als Familien - Name vor, und das würde wieder die L. A. des E. A. und der LXX in V. 5 unterstützen. Und daß nirgends sonst in den Fa will er reg ist rn vorkcmmt. während die Namen sonst immer gleich bleiben, stützt Beides.

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