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Der Orient · 1850-04-13 · 15 (13.4.1850) · p. Spalte 235-236

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Journal
Der Orient
Volume
1850
Issue
15 (13.4.1850)
Date
1850-04-13
Page
Spalte 235-236 (sequence 6)
Language
German
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235 Studien. Kulturhistorische Miscellen. das VI'11 -mfo 'Vi-vo'^IS' i?3 nuö 4, S; während wir schon durch vier Kapitel .unter Darius stehen, d) VI, 2: „sie saugen an zu Lauen" jtjdq1? inan [5, 2], während nach E. A. der Bau schon vorher, und zwar nicht wie Lei Esra 3, 10 unter Cyrus, sondern unmittelbar vorher begonnen hatte, ja fast vollendet >war (si oben unter .6). «) V, 72 heißt es ,,sie werden am Bau verhindert", üqjov nov olxoöo{inv — arm D’brDD) (4. 4 unter Cyrus); wahrend es VI, 6 heißt: „sie werden nicht gehindert" N2N!bvi (5/ 5 unter Darius) und doch fällt im E. A. Beides in dieselbe Zeit. Dies sind Anachronismen , die die ganze Erzählung umwerfen und sinnlos machen. 8. Weniger grobe, aber immer beträchtliche, innere Widersprüche sind, daß bei Darius eine Einrede gegen den Bau des Tempels vorgebracht werden kann , da er selbst unmittelbar -vorher dem Serubabel die Erlaubnis) dazu gegeben hatte; sowie daß sich die Juden V, 71 [4, 3] und besonders VI, 17 [5, 13], auf die Frage oyio CD1? üw p, nur auf Cyrus und nicht auf den jüngsten Befehl deS Darius berufen; ja wie die Statthalter nur noch einmal anfragen können, da Serubabel doch die Edikte des Darius darüber (IV, 49 ---61) schriftlich bei sich haben mußte; endlich, daß die Störung durch die Samaritaner und die durch die Satrapen versuchte ganz incohärent dastehen. 2. Von Esra's Zug cm. Der zweite Theil des Buches Esra, von Kap. 7 an, ist im E. A. in derselben Ordnung wiedcrgegeben; an dessen Schluß, nämlich das Verzeichniß derjenigen, welche heidnische Weiber genommen hatten, knüpft sich aber Nehem.?, 73 ff. das Fest im siebenten Monat re. an, ohne daß vorher von Nchemias Reise und ersten Unternehmungen die Rede gewesen wäre. Mithin müßte E. A. jene Begebenheit v o r Nehcmias Ankunft, zu Esra's Zeit, gesetzt haben und daher heißt es auch IX, 49 [Reh. 8, 9] xdl zirczv ’Atd'ctQCixrig ”E<j6q<x too ctQ%i£Qei NDfiSnhn Ivden (nicht ohne rnr\ HOTtf. Daß aber Nntthnn von E. A. nicht als Appellativ, sondern als. nom. propr. .genommen ist, 'sieht man aus V, 40 [2, 63] wo Nesfiiccg %ui frctQittg steht. *8l> (Fortsetzung folgt.) 179) Sogar der Schluß von 4, 24 ist hiehergezogeu, obgleich ex schon U, 73 steht; nur statt pmn rw “ly stt] $vo, tt>a3 Qbcc nid)tö bessert. — 180) Das „Nehemias'( scheint hicx Glosse zu sein, wie oben über „Zxrrobabel" bemerkt worden ist; zu Serubabels Zeit kann ja von Nehemias noch weniger die Rede sein. Vexgl. übrigens später §. 17 dieses Anhangs. 23tz Literatur- und kulturhistosche Miscellen von Leopold Dukes. Avicena (nkd ';). Wir haben bereits in diesen Blättern (1849 Nr. 22) einige Sprichwörter mitgetheilt, worin A vi cena vorkomint, wir lassen hier noch ein persisches folgen. * Es lautet: „Dif den Bergen ist ein Bär auch Avicena" ö. h. unter Unwissenden ist leicht ein Gelehrter zu sein. Der höchste Grad der Berühmtheit ist in das Sprichwort zu .übergehen. Die Sprichwörter aller Zeiten haben Personen in sich ,verewigt, welche fortleben, sicherer als unter Monumenten. Das französische Sprichwort sagt: paurre com me J 0 l» (arm wie Job), die Juden, haben Jobs Geduld sprichwörtlich gemacht. . Eben jo als Hillel 's G eduld. Die Franzosen sagen: autant iiopllet eommv Nostrada.mu.a (so ein Prophet als Nostradamus). Wie bekannt einst Aristoteles Werke unter den Juden gewesen seien, was schon die vielen Uebcrsetzungen und Kornmeiitarien beweisen, beweist auch noch die jüdisch-deutsche Redensart von einen guten Kopf: „Ein Kopf wie Aristoteles". Wir halten dieses Sprichwort für sehr alt, und wahrscheinlich auf vielen Umwegen von Spanien gekommen. Eliüa ha-Sake» de« Mevachem und feine Asharot. (Schluß.-, XV.23, iwp a'mb niynb raivb iircrn b.v 139. nun WL'!2 I3D0D3 bty nUS^O v uw i,ra nn^ mnn sb : w 7113 pyrrby DU33 iD3nv niij)1 iod^> nb nby 140. cip it?N nby3^> innte rtoj/3 ntcnij ' D11D3 1D1JJ |’1 '3'1 noSl : ciN-p .13 iU' nb •) Roeb uk oriental proverbs. Persische Abtheilung, Sektion U. Nr. 871. Diese persische und hindosramsche Sammlung ist für diese Sprachen in Europa als die beste betrachtet. 23) Hier folgt das Akrostich: ■ minD ptn Jptn und sind hier die Buchstaben des pm vep doppelt.

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