Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1850
- Issue
- 15 (13.4.1850)
- Date
- 1850-04-13
- Page
- Spalte 233-234 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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333 Studien. Ueber Ms apokryphische Buch Esra. chum's und Antwort des Königs Artachschaschtä (4, 6—22). Unter Cambyscs und Smerdiö174 ruht derfel&c, im zweiten Kahr des Darius wird er wieder ausgenommen und nach abermals, aber vergeblich versuchter Störung (Brief Tatnai's und Darius Antwort, 5, 7 — 6, 12) im sechsten Jahre des Darius vollendet (6, 15). Im Einzelnen ist hiernach: a) Der 1, 8. 11; 5, 14. 16 verkommende^^ ohne Zweifel Serubabel; d) Das Verzeicchniß in Kap. 2 betrifft die erste Kolonie (vgl. Reh. 7, 5 nJ!ffN-)3 c) die 3, 1 und 8 verkommenden Zeitbestimmungen sind von dem 1. resp. 2 Jahre der Rückkehr, gleich 1 und 2 I. der Alleinherrschaft des Cyms (5-^6 v. Ehr. nach der gewöhnlichen Berechnung) zu verstehen und es ist'dort natürlich an die erste, und einzige, Grundlegung des Tempels zu denken; vgl. 5, 16. d) Da das 4, 6—23 Erzählte zwischen Cyrus und Darius fällt, so wird t£/w&ynN V. 6 — Cambyses und Nrwnm.v V. 7 ff. — Smerdis zu setzen sein. Im E. A. geht Serubabel erst unter Darius nach Palästina; von ihm erhält er, nachdem er in dem Wettstreite gesiegt (s. Nr. 49 Anm. 88), die Erlaubniß zur Erbauung des Tempels mtb Jerusalems. Dadurch gestaltet sich die Geschichte so: Die erste Kolonie (unter Cyrus) fängt den Bau des Tempels und der Mauern von Jerusalem cm;176 Nachum — hier Rathymos — schreibt au Artarer.reö n. s. w. worauf der Bau bis zum zweiten Jahre des Darius liegen bleibt. In diesem Jahre kehrte Serubabel mit einer zweiten Kolonie zurück, Errichtung eines Altars, der Tempel wird unter den Esr. 3, 8 ff. beschriebenen Festlichkeiten erbaut (s. weiter sub c), die Samaritaner hindern wieder, Brief Tatnai's — hier Sisinnes — u. s. w., Vollendung des Tempels im sechsten Jahre des Darius. Im Einzelnen weicht hier Felgendes ab (nach der obigen Reihenfolge): a) bei E. A. £a}iccvix6c<xQog oder ähnlich, müßte nicht Serubabel sein, sondern ein anderer Führer der ersten Remigration. Freilich steht VI, 18 [5, 14] £ft|navaGo*a£og ZoQoßdßsX, letzteres Wort könnte 174) Düs Alles nach der gangbaren Auffassung der biblischen Königsnamm. 175) So die Neuern; die jüdischen Komm, hielten beide Namen für identisch, den einen für die hebräische, den andern für die chaldäische Form; dann wäre 33. 7 nur eine Wiederholung, chaldäische Paraphrase, von 23* 6. 176) Dies wird freilich im E 7t nirgends ausdrücklich erzählt; sondern auf U» 1—15 [1] folgt gleich der Brief in 4,-7' ff. aus dessen Comexk, B» 12—13 obige Angabe zu ersehen ist. 234 aber eine Glosse-sein, obgleich es schon Josefus gelesen hat. S. im folg. tz. sul> a,. b) Da das Verzeichnis; Esra Kap. 2 die Kolonie des Serubabel betrifft, so ist dasselbe im E. A. konsequenterweise erst hinter die apokryphische, Erzählung von Serubabels Rückkehr, V, 7 ff. gesetzt und durch V. 4—6 mit dieser verknüpft. Es ist also als das Register der zweiten Kolonie zu betrachten, über die erste hat E. A. keine Zahlangaben. e) Der ,,7. Monat" und das ,,zweite Jahr", V, 47. 56 [3, 1. 8] „ifl zu verstehen: nach Serubabels Zuge, welcher Ln das zweite Jahr des DariuS gesetzt wird (V, 6). Der Bau wird begonnen und szum zwcitenmale] der Grund zunr Tempel gelegt; (V, 57, wo in Esra 3, 8 zwischen urtwv und ttdjw eingeschobcn ist: ,,Und sie gründeten den Tempel im Neumond des zweiten Monats des zweiten Jahres nach ihrer Ankunft in Judäa und Jerusalem'77 darauf erbauen sie ihn. (V. 58, wo statt hdi sV. 10] w'nosteht und so auch für 10)1 sV. 11] eysQGig und für HM sV. 12] okoflo/^. Vergl. im folgenden tz. 8ub 6.) d) Der Brief des Nachum, der wegen II, 30 [4, 24] v or Darius fällt, ist ebenfalls konsequent versetzt und zwar hinter II, 1 — 15 [1]. tfrwriN und NnDK/nrnN sind als identisch genommenund mit „Arta.rerxes" gegeben, wobei natürlich nicht an einen der späteren Könige dieses Namens gedacht werden kann. (Jos. hat Cambyses.) Soweit würde nun diese Zusammenstellung wenigstens konsequent sein; es siuden sich aber mehrere grobe Widersprüche: A. Die Stellen 4. 1—5 und 5, 1 ff, von denen im kanonischen Buche jene unter Eyrus, diese unter Darius spielt, sind im E. A. beide unter Darius gesetzt, und folgen unmittelbar auf einander V, 66—73; VI, 1 ff., aber ohne die rröthig gewordenen Te.rtveränderungen. Daher lesen wir nun a) V, 73 177) Die Vermuthung liegt sehr nahe, daß in unfern hebr. Text hier die Worte Enn1? "inN2 ■ non DN HD'! D^t!/rw rriin' V dnd!? nw rwtso wn ijei* Homoiotelcuton ausgefallen seien; va aber das nD'1 im Hebr» 33. 10 steht und darauf wie hier rPDJJ'l folgt, so ist doch eher anzunehmen, daß im E. A. durch diese gleichen Worte Wiederholungen entstanden sind. Da nun aber das HD'1 schon einmal da war, so veränderte der Uebersetzer, oder der Bearbeiter, es nachher in DM3.1 und so auch nachher das IO«! und HD’3 wie im TeNe angegeben. 178) Esr. 4, 6—7 sind nämlich in U, 16 in einen V. zusammengezogen, wie das nciTiyQmpav nard zcov xcctoi- Kovvrtov iv xij ’lovÖaia je. t. X. by DJL2W mv? deutlich zeigt; es ist also D. 6 des Hebr. mchr wie Berth. und de Wette in ihren Tabellen angeben ausgelasien.