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Der Orient · 1850-04-13 · 15 (13.4.1850) · p. Spalte 227-228

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Journal
Der Orient
Volume
1850
Issue
15 (13.4.1850)
Date
1850-04-13
Page
Spalte 227-228 (sequence 2)
Language
German
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227 Studien. Die liter. Vorlagen des Talmuds. EnLEchlift^cr Ehaldäer'galt alZ die tirsprüttgliche. Sieben der Zeit be stimm un g, daß Chabakkuk Ln Der letzten Regierungszekt Menasche's (e. 645 n. Ehr.) feine Orakel mit dem Griffel auf Tafeln zum Tröste ausgeschrieben,32' läßt die Sägeihn auch zu Daniel in Babylonien in gewisse Beziehungen beiMesew Gerichtstag Wen33P ttntz das stWe Ninive wird zur Oede werden. 337 Die Endschaft des assyrischen Reiches mit seiner Hauptstadt (625) stand also noch erst bevor, und chie Weissagung kann demnach nur zwischen 627—625 verfaßt worden sein. Am Schluffe der Prophetie333 kommt der Seher treten; sie berichtet nämlich, daß dieM Seher von einem Engel, nach Babylon geführt ÄürWf üm-''Düstlkl in der Löwenakübe beizustehen.322 Da jedoch diese Sage mit der Zeit der Chabakkuk'schen Weissagung sich nicht vereinigen läßt, so kann sie nur bei Daniel in Betracht kommen. 9) Das „Buch des Propheten Zefanja b. Kuschi b. Gedalja,"323 der aus einer vornehmen Familie in Subcta ffattim te*3?4. Er erließ seine Orakel unter Jo schij ja b. Amon (reg. 639—608), nachdem die Kultusreinigung zwar begonnen (627), aber Reste vom Baaldienste 325 noch immer vorhanden waren, und zwar, der Tradition zufolge,3^ gleicher Zeit mit Iirm ij j a und der Prophetin C ba,321 d. h. um 627, als die Vollendung der Kultusreform wieder auf Jerusalem und Judäa, nachdem.er die Bestrafung l der heidnischen Völker als warnendes Beispiel hingestellt 333 ) und schließt mit einer Trostausficht,3" die erst im messianischen Zeitalter ihre Erfüllung finden foU,341 daß nämlich der wahre Gottesglaube sich über alle Völker ausbreiten, alle! sich einmüthig dem Gotte Israels sich unterwerfen und daß f die verbannten zehn Stämme „von Jenseits der Ströme von \ Kusch" "2 heimkehren werden. — Mit diesem Propheten U schließt nun das Zwolsbuch die neun vorexirischen Propheten ab; es verstreicht ein großer Zeitraum, aus welchem sich keine kleine Prophetie für diese Sammlung vorgesunden und es folgen nun die drei vhaggai, Secharja und Malachi, welche die Sammlung beschließen. nach Vorschrift des Vorgefundenen Gesetzbuches noch nicht emgetreren, bis 62l, nach Vollendung der Reform. Was den Inhalt seines Orakels anlangt, so verkündet er Untergang Und Verderben über Judäa wegen des nach übrig gebliebenen Baaldienstes323 und der noch unvollendeten Buße, wegen des Aufgebens der Nationalität, wegen Luxus und Auslänberei, welches Verderben in einem nahe bevorstehenden Gerich tstag Gottes sich verwirklichen soll. Aber dieser Gerichtstag soll nicht blos die Judäer, sondern auch den filista'ischen DagonMtus,32'3 die phönicischen Handelsleute, 330 die silistäischen Städte 'Azza, "Ekron und Aschkalon,334 die Landstriche am Meere, 332 das Volk der Kreter, 333 Phönicür,334 die Gebiete "Ammon's und Moab's,333 treffen, selbst das ferne Aethiopien im Suden und das große assyrische Reich im Norden werden 320) Jalkut z. St. 321) Chab. 2, 2. Raschi. 322) Siehe weiter unten Abschnitt 2 unter Megillot zu Mkgillat Bel wa-Tannm. 323) HODä/D 324) Megilla 15 a. Es war jedoch bereits eine Ansicht, daß er vom König Chiskijja abstamme, weil seine Ahnen bis zu diesem Namen aufgezählt werden (s. David Kimchi zu St.). 325) Zes. 1, 4. 326) Jalkut Schim'oni II. §. 566 aus Pesikta rabbati msM rror *>n .inwa cwm 'jp.-m ross 'n m^in rnSnrn. 327) 2 Kön. 22, 14; 2 Ehr. 34, 22. 328) Zef. 1, 4. 329) ib. 1, 9 und dazu Agadot Samuel im Jalkut. 330) 1b. 1, 11. 33 l) ib. 2. 4. 332) ib. 2, 5 (qvj bsn.v^n), was die Tradition (Zalk. a. O. nach Bereschit rab.) mit qvj -q-q giebt. 333) ib, 2, 5 (D'fVÜ ^). 334) ib. 2, 5. 335) ib. 2, 8-10. 10> Das Buch des Propheten C h a g g a i, gerichtet an den königlichen Statthalter Serubabel und an den Hoch.- Priester Jeschu'a b. Jozadak, um zur Fortsetzung des Tempelbaues, der lange eingestellt.werden mußte, aufzumuntern. Diese eindringlichen Prophetien zum Weiterbau und zur Vollendung des Tempels, odet die sonst auf den Tempel sich beziehenden, tragen in^er Aufschrift343 des ganzen, wie auch der einzelnen Partim,3" eine genauere Zeitbestimmung, nämlich das zweite Regierungsjahr des Königs Darius, und da die Schrift drei Regenten dieses Namens unterscheidet,3" oder wenigstens zwei,3" so bestimmt die Tradition,344 daß hier unter Darius derjenige zu verstehen ist, welcher sonst Darius b. Acha sch wero sch oder Darius, der Perser, genannt wird, was also der Sohn der Ester war. Dieser Darius, Sohn des Ächaschwärosch (Xerxes) und der Jüdin Ester, der äuverswo ausdrücklich Darius, der Per- 336) ib. 2, 12. 13. 337) ib. 2, 13-15. 338) ib. e. 3. 339) Jobamot 63 a. 340) Zes. 3, 8-20. 341) s. Jalkut zur Stelle. 342) Zef. 3, 10 nnA "Dyß). Unter jyp versteht man demnach ein Gebiet in Asien, wohin die zehn Stämme geführt wurden, und dieses Kusch ist von Strömen umgeben. Auf dieses vom Gichön umströrntr in der Nähe des Tigris und des Eufrat gelegene Kusch weist auch Gtt. 2, 13 hin. 343) Chag. 1, 1. 344) ib. L, 15; 2, I. 10, 18; 19. 345) Es werden aufgeführt: u) Därlus, der Meder (nD.nKnnn, NHD Dün. 6, 1; 1i, 1; b, Darius h. Achaschwerosch Don. 9, 1; c) Darius, König von Persien, oder der Perser *Esra 4, 5< 24. 346) Wenn mau annimmt, daß Datius, der Perser, niit- Darius b. Achaschwerosch identisch ist. W 347) wa-Jikra rabba s. Raschi z. St. »

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