Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1850
- Issue
- 14 (6.4.1850)
- Date
- 1850-04-06
- Page
- Spalte 221-222 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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221 Ätudien. Ueber die Offenbarung Johannis. 222 Leben u. s, it\" Auch die Werte der Talmndisten über das des Ezechiel 9, 4 als der Buchstabe welcher sür^ die Bezeichneten n^Hri "nd für die Ilnbezeichneten: ,,je nachdem die Farbe ist, die diesem Buchstaben gegeben worden ist." — Mau erinnere sich, die Wort- und Buchstabenklauberei, die anfangs unfers letzten Aufsatzes erwähnt ist. Dahin gehört auch Die Grille c>r^ rfiü 'rfa'p'n 1DV gegründet auf den poetische!! Sau in Ps. 60. 4: „ — denn 1000 Jahre sind in deinen Augen wie der gestrige!£<uj", eitirt 2 Petr. 3, S; und da es bei den Propheten im A. T. heißt „Gottes Tag" d. h. der jüngste Tag, so soll darunter 1000 Jahre verstanden werden (jb. V. 12) und da Gott die Welt in. 6 Tagen schuf und ruhete aur siebenten, so soll die Welt nur 6000 Jahre stehen und 1000 Jahre soll sie . wieder „wüst und wirr" liegen. Daher wohl die Idee indcrApck. Kap. 20, daß der Satan 1000 Jahre gesesselt liegen solle, d. h. den Ruhetag; diesen soll er nicht stören; und daher Ap. 20, 4 mit den 1000 Jahren der Regierung. It). V. 7: „Nach den 1000 Jahren soll der Satan ein wenig loögelassen werden." Nehmen wir nun das „wenig" als einen ganzen Tag, d. h. einen Mmschentag, so ist die Loslassuug — in jenem Verhältnis; von 1000 Jahr zu 1 Tag — bei Gott kaum eine halbe Sekunde. Nun, in dieser kurzen Zeit, kann der Teufel doch keinen großen Schaden anrichten, sollte er auch Elcklro-Magnetismus benutzen. * — V. 16 und 17. ,,Und es — das zweite Thier — machte, daß allen und jeden ein Mahlzeichen gegeben worden ist: an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn; daß niemand kaufen oder verkaufen könne — zielt wohl hin ans den großen Handel, der m Jeruf. stattfand Apok. 18, 15 — er habe denn das Zeichen V oder den Namen des Thieres, d. h. er kann statt des Zeichens nsj iten' emgraben — ,,oder die Zahl seines Namens VD'n'n." Ja Hannes spricht Hierim obigen Sinne, in der Hoffnung und in dem Glauben, daß alleStämrue, Zungen und Völker das Christeuthum annehmeir werden. Also auch die Araber oder Türken? — V> 18. „Hier ist Weisheit. Wer Verstand hat, berechne die Zahl des Thieres — also Gemaüia — denn es ist eines Menschen Zahl — d. h. dos Räthsels -Auflösung ist der Name eines Menschen, obtsinch es als Thier genannt ist — und seine Zahl ist: Ittchs hundert und sechs und sechzig „Yo'i'n". — Eine Handschr. der Apok. war wohl mit dm ^christzeicheu oder Buchstaben geschrieben , wo der Bnchstabe o bloö ein kleiner Ring (o) ist. Dieser könnte *) Der Teufel regiert auch nicht, weil es ihm behagt, sondern weil cs Gott will, und Gott wird Nun doch nicht ült^s thun lassen, was er will. Dies ist unser Trost. nun leicht einen Kler bekommen haben, und dem griechischen Uebersetzer als ein ' vorgekommen sein, und er las Y^'nj daher „616". — 21 n i) a n g. Der Sinn in Apok. 16, 1—2 ist, daß ein. so großer Gotteszern über die Erde auSgegossen worden ist, daß selbst die Menschen, welche das Mahlzeichm des Thieres hatten, eine arge Wunde bekamen d. h. es traf auch Unschuldige. Apok. 15, 2 „Ich sah' eine Art Glasmeer , nr1? ~nrr&y' vermischt mit Feuer." Diesen Zusatz glaubte Johannes hinznsngen zu müssen, wegen der Fener-Läuterung nin^—p^n\ daß man nicht vergesse, daß die schwarzen Seelen "wrozz:'inttf, die Pharisäer „in Gehinnom kommen". Ferner: „und die Sieger / CynyJDiT" mit dem Thier als mit dessen Abbild, mit dessen Mahlzeichen, die Zahl dessen Namen, standen bei diesem Meere und hatten HarftlrGottes." Man bemerke, daß es hier nicht heißt auf dem Sande des Meeres, wie oben bei dem Räthsel des Thieres. — Die goldnen Gürtel und all das Gold in dem neuen Jerusalem, soll wahrscheinlich Anspielung ans eine Deutung von Ps. 60, 1 sein, dri^D „Gold"; wie Apok. 14, 3 Anspielung ist aus als HD^D yüt 1 Ehr. 25, 7. — Apok. 16, 13 „Drei unreine Geister, so unrein wie Frösche — d. h. zum Essen nicht erlaubt — also böse dämonische Geister — „aus dem Munde desDrachen" d. i. die Lästerungen der Pharisäer — „und aus dem Munde des Thiers d. h. der Name der Lästerung. Dieses ist selbst als ein Lästerer personifieirt— „und aus dem Munde des „falschen Propheten" denn es hieß fccün Mt. 26, 68: also spöttisch, daß Christus nicht , wie Moses Prophet sei. So heißt es Apok. 19, 19, daß das Thier W' streitet mit ,.DiDn by dipvT yw\ ib. 83. 11. Aber V. 20 ist das Resultat: das Thier mit sammt der Lästerung N’DJ npttf die die Bezeichneten verführen wollen, kommen in Feuer und Schwefel. Auch im folgenden Kap. 20, 10 kommen die Pharisäer, hier „Satan" genannt, in selbigen Gehinnom, „wo das Thier w" tmb „NOJ sind „und werden gepeinigt Tag und Nacht in Ewigkeit aller Ewigkeiten." — Die Bezeichnetm mit 666 haben z. B. den Pharisäern das Zeichen s o gedeutet: n&'b )b2 &02J M3 ‘/Njn zusammen be-gematr'. 666. Wo denn die Pharisäer wahrscheinlich erwiedert haben: so be-gem. 666. Apok. 21, 17 heißt es Nini W'N moD,; da nehmen wir an, daß Johannes das >vbön Nini I hinzu fügte, weil es im Daniel heißt iwoi &!TN, daß