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Der Orient · 1850-03-30 · 13 (30.3.1850) · p. Spalte 203-204

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Journal
Der Orient
Volume
1850
Issue
13 (30.3.1850)
Date
1850-03-30
Page
Spalte 203-204 (sequence 6)
Language
German
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203 204 Studien, lieber die Offenbarung Johannis. Ihode des unbekannten Verfassers ist nicht die beste. Derselbe entbehrte auch alles Talents. Der Verfasser hat eine Art Phraseologie aus "p"n• jufammengefteUt. Er hat die Bibelverse nach den biblischen Büchern geordnet, wobei am Rande des Buches zuweilen andere Stellen zugeschrieben sind wie man jene benutzen kann. Z. B. zu dem Vers rsi>n mvk jmo dp izi nhra Wim stehet am Rande 'N1!2 cm 1p 'N''M rinnst nunid ,-immun So zu dem Vers i'?:p2 b'ii sn© nroi stehet an der Seite — mmip my ud by nt^nB nun Der Leser ersiehet leicht aus diesen wenigen Proben, die Grundansicht, welche dem Verfasser bei Anlegung dieser phraseologischen Sammlung vorgeschwebt hat, ohne sie klar auszusprechen. Es stehet dieses Buch mit dem bei den Juven üblichen Musivftyl (vergl. darüber unser Werk: zur Kenntniß der religiösen Poesie S. 112 ff.) in der engsten Verbindung. Wenn diese Sammlung nach Schlagwörtecn eingerichtet und mit Beispielen aus bekannten großen Stylisten belegt gewesen wäre, so hätte sie einen kleinen Nutzen gehabt, in ihrer jetzigen Einrichtung aber hat sie keinen Wenh. Wir werden diesen Gegenstand später noch ausführlicher betrachten. Versuch Enircithsclung der schwierigen Stellen in der Offenbarung Johannis von Hartwig Philkpp R^e.' (Fortsetzung.) Apok. 13, 1. „Ich stand auf dem Sande des Meeres" n'7i by idjwi. Es kommt bei den Propheten im A. T. vor: Ich stand am Meere; auch gewöhnlich mit Angabe des Ort's; nie aber auf dem Saude des Meeres. Hier will Johannes wahrscheinlich gleich anfangs mit einem künstlichen Ausdruck auf die Pharisäer anspiclen. soll auf die Entweihung durch die „Namen der Lästerung" und qi auf die Lehr e u Christi hinzieterr: mm b& a1 D^nan, die, welche die Lehren dessen entweihen, dessen Namen sic lästern. Vergl. NU rt&n Ps. 89, 40. Hier wäre somit ein Beweis dafür, daß Johannes sein Buch hebräisch geschrieben habe. — Ferner: „und ich sah ein Thier aufsteigen ans dem Meere, das hatte sieben Köpfe und zehn Hörner". M. s. Mt. 5, 18 die hebräische Übersetzung, auch Luk. 16, 17 : —"w pp (gerichtet nach der Sprache des T.). Die Hörner haben wir also richtig gedeutet als die Ansat^- strichlein der sieben Buchstaben. -- Die Zahl sieben spielt überhaupt in der Apok. eine Rolle. Sie ist gut gewählt, mit Rücksicht auf die Pharisäer, nach Ps. 79, 12: “psnn pnsnn npn btt n'nyiu/. — Ferner : „und auf den Hörnern zehn Kronen, und auf den Kopsen Namen der Lästerung." N. d. L. heißt ein oder mehrere, aus Gleichgiltigkeit oder Verhöhnung beigelegte Namen. Da das Thier als Bild gebraucht ist, so ist nach Daniel 5, 18 pp als Räthsel sehr passend für pytp und da die sieben Buchstaben „ny: w»" hier Köpfe DWi heißen, so heißt es von diesen Apok. 17, 9 und 10 Berge und Könige nach Ez. nn und W)’, auch Anspielung auf die Könige in Daniel oder Nachahmung des Styls. DieKrouen oder Diademe, die sind besonders in Hinsicht jener Stelle Zach. 6, 11: j;w bwo nnuy royi bnm pan piwp/ doppelt passend als Räthsel. Er .hat auch nicht darauf gespart, gab Taggin aus jeden Kuz.; nicht so Kap. 12, 3 bei dem Drachen „sieben Köpfe mß~"]Nbo, mit zehn Kuzin und nur sieben Taggin, ein Tag nur auf jeden Buchstaben. Und das dritte Kapitel im Zach, paßt ja überaus gut. V. 1 Jehoschua, und der Satan steht bei ihm" 2. darauf gründet sich Apok. 12: &7N pJn, nach Zach. V. 3: Jehoschua hatte besudelte Kleider: nämlich w statt ywv V. 4 und 5 da bekommt er schöne Kleider d. h. der achte Kopf wird wieder geheilt n. s. w. — In der Apok. ist w* der Hauptname der Lästerung (d. h. ein lästernder, nicht lästerlicher Name) und 1V' wird im Plural „Namen der Lästerung" genannt, da es ym und und sogar vorpn y'ivr* heißen sollte. So steht auch hier gr. dvo^ara ßlctgcprftiiotQ ] hebr. DDn.in NIQV; Luther: „Namen der Lästerung." — V. 2. „Das Thier, welches ich sah', glich einem Parder", Symbol der Schönheit: bei David 1 Sam. 16, 18 “inh V'tt. „Die Füße wie die eines Bären^ Hesea 13,!8: Ich will sie anfallen, wie ein Bar; „und der Mund wie der eines Löwen" ib. ib. „und will sie fressen , wie eine Löwin". Ich. hat immer rrnN Mast'., weil es heißt rrnrr nn# pu I M. 49,9 und David war ans dem St. Jehuda. Ferner: „und der Drache d. h. die Pharisäer: Jes. 27, 1. |\)nn ZP2 Wi ferner: gab dem Thier seine Größe, seinen Thron und große Macht", d. h. statt ihn zu stürzen gewann er mehre Gläubige, da er alle Einwendungen der Pharisäer beseitigte. Vergl. Mt. 4, 1—12 und alle wunderten sich über seine tiefen Lehren. 93.-3. „Und ich sah' der Köpfe einen wie todge-

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