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Der Orient · 1850-02-23 · 8 (23.2.1850) · p. Spalte 121-122

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Journal
Der Orient
Volume
1850
Issue
8 (23.2.1850)
Date
1850-02-23
Page
Spalte 121-122 (sequence 5)
Language
German
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1*21 122 Studien. Die Offenbarung Johannis. seinen Boten. Roch ist zu bemerken, daß in Ezechiel — bevor die Rede von dem göttlichen Auftrag ist —sieben Mal vorkommt, nämlich: Ezech. 1, 4. 12. 20 drei Mal. 21 und Kap. 2, 2 und dies versinnlicht: daß Gott dem Propheten sieben Geister sendet, um die Strafe recht mit Kraft zu verkünden. — V. 9. „Und mehrere von den Völkern rc. werden die Leichen--des M. und E. — sehen drei und einen halben Lag, und werden nicht zulaffen, sie in Gräber zu legen." Bei dieser Bestimmung dachte Johannes wohl nicht an Polizeibevmtt, die dieses nicht leiden werden. — V. 10. „Und die auf Erden wohnen, werden sich freuen über ihnen und Wohlleben und Geschenke unter einander senden; denn diele zween Propheten quälten die auf Erden wohnten." (Luther.) „Aber nach 3-J Lagen kam ein Geist des Lebens in sie, und sie standen auf, und es fiel eine große Furcht auf die, die sie sahen." Furcht soll wohl so viel sagen als erstaunliche Verwunderung. V» 12. „Und man hörte eine große Stimme vom Himmel, zu ihnen sagend: Steigt herauf! und sie stiegen in einer Wolke in den Himmel; und ihre Feinde haben sie gesehen" — aufsteigen. — Wahrscheinlich sind die Feinde: die Pharisäer, die sonst das Aufsteigen in den Himmel nicht glauben wollten; jetzt, sagt Johannes, haben sie es deullich gesehen. — Die Pharisäer nennt Joh. wohl deswegen Feinde der Zeugen, d« h. ob ihr gutes Zeugniß, denn nun sind sie — geläutert — wieder lebendig und sind Zeugen für ,,ropn DTOY'. Vecgl. Math. 22/31 ff: „Habt ihr aber nicht gelesen von der Auferstehung, daß euch gesagt ist von Gott, da er spricht: Ich bin der Gott Abraham, und der Gott Isaak, und der Gott Jakob. Gott aber ist nicht ein Gott der tobten, sondern der lebendigen. Und da solches das Volt hörete entsetzten sie sich über seiner Lehre." (Luther.) Das Ausstttgen der beiden Zeugen gründet sich erstlich auf die Himmelfahrt des Elias in dem feurigen Wagen/ und da niemand das Grab Moses kennt, so hieß es: „"pri nt£7D m" die Seele des Chanach war in Moses. — Die Annahme der Seelenwanderung rr,£EO bütu hat damals zu 8) Jbn Esra zu Hosea Kap. 1 sagt: Es ist nicht daran zu denken, daß Gort dem Hosea befohlen haben sollte, eine Buhlerin zu ehelichen rc. Hosea hal aber diese Vision in einem Traume gehabt. — In diesem Sinne können wohl mehrere Visionen angenommen werden. Z. 23. der Prophet Elischa sah im „Lraumbilde"—oder in einer „Erscheinung" — 4M. 12, 6. — Elias lebendig in den Himmel fahren und verkündete es oder schrieb die „Vision" auf. Der Kon-' cipienr nahm es auch wie gewöhnlich, da es eine Vision war, wie sie mancher Prophet nach Mose gesehen So dieVisionen Daniel's. — Könnte der Sinn in Daniel 8, 14 nicht so sein: my bis dir die Zahl 2360 an einem Abend oder an einem Morgen — d. h. im ersten Schlaf des Abends oder vor'm Aufwachen des Morgens — im Lraumbilde erscheinen wird? Daher vielleicht der Ausdruck: *)p:rj) HN1D1. Träume in ernsten Sachen hatten großen Werth. — Vielem Anlaß gegeben. So ist es auch natürlich, daß die ersten Christen angenommen haben, daß die Seele des Elias in Johannes dem Läufer ist und vielleicht auch, daß die Seele des Moses in Christus ist, weswegen dieser die Gesetze Mosis abändern könne, wie es heißt Mt. 12,8: „Des Menschensohn ist Herr auch über den Sabbat." Die Worte Mosis werden im N. T. hervorgehoben. — Bemerkenswerth ist, daß nglJH plene geschrieben — wie dies bei dem Stammwort drei Mal vorkommt Spr. 28, 7. 2 Kön. 17, 9 und 18, 8, — das Gematria hat von D*1DJJ p nttfD 747. Besonders frappant ist aber das Gematria von Elia und Johannes: An der Hauptstelle der messianischen Prophezeihung über die Sendung Elias vor dem jüngsten Tag: Mal. 3, 23 heißt es nicht sofern N'M NN DD1? ri?W ’DiS DiD* Dieser Nanie vollständig geschrieben ht'DäN rV’^N' hat das Gematria von pnv» 124.-Die Worte Christi: Math. 17, 12: Elias ist schon gekommen; sie kennen ihn aber nicht" verstehen wir demnach so, sie kennen das Geheimniß nicht, welches in seinem Namen liegt: erstlich in Hinsicht des Gemarria, wozu die Seele Elias durch Seelenwanderung in Johannes wieder erschien; zweitens den Sinn des Namens Gott hat die Gnade erwiesen JJpi/ daß die Verheißung des Malachi „in Erfüllung" gegangen ist; und so sagte auch Christus Math. 11, 10. 14. 15, daß Joh. d.L. der vonMalachi verheißene Elias ist. Und ibid. 24, 22 „Gott hat die Zeit abgekürzt wegen der Auserwählten." Dies liegt auch in dem' -Namen prr? Gott hat begnadigt. Dergleichen Studien leuchteten jedem damals ein und die Zuhörer wunderten sich immer über dergleichen „tiefe" Lehren. So hat vielleicht unser Verfasser der Apok. auch auf seinen Namen angespielt, mit der Zahl 16 — )^ potenzirt mit hundert, im letzten Vers des vierzehnten Kapitels der Apok.; obzwar die Zahl 1600 vielleicht an dieser Stelle anders zu nehmen ist: Die Pferde, die bis an den Hals in Blut gehen sollen, das soll als Strafe für die Namen der Lästerung sein und so haben die Worte: nnirTO | in p IHM j nj» ill" Dt? das Gematria 1660. — Wir haben in unserm Aufsatz im LB. d. Or. 1847 Nr. 50 gezeigt, daß Christus zufolge Apok. 3, 12 die Zahl 666 benutzt hat, nämlich durch die drei Waws seinen Namen W, NL) und die Namen seines Vaters und den Namen von Jerusalem aus den Pfeiler im Tempel zu schreiben, und so hat er auch diese Zeichen den Aposteln anbefohlen auf ihrem Körper zu tragen. Dieser Umstand beweiset uns, daß der Verfasser der Apok. nicht dnr erste Erfinder war der Symbolik des dreizehnten Kapitels, sondern diese Gematriaot hat er von Christus her. Die Symbolik im 13. Kap. der Apok. ist auch das Beste in der ganzen Apokalypse. — V. 13. „Und es war ein großes Erdbeben um diese Zeit, und es fiel ein Zchntheil der Stadt, und es wurden gelödtet in diesem Erdbeben Namen von sieben Tausend Menschen." — griech. „öVo/ucnra dvd'QCüTtcov“»

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