Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1850
- Issue
- 7 (16.2.1850)
- Date
- 1850-02-16
- Page
- Spalte 101-102 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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102 jOl Studien. Erklärung einer chirurgischen Operation im Talmud.. Judäa religiös und politisch 128 Jahre (444—328), indemes sich stets bis zur! von Anfang an Wirten Zahl von 120 Mitgliedern ergänzte, und dann unter, griechisch - seleucidischer Oberhoheit 132 Jahre (328—196 v.. Ehr.) d. h. bis -um Lode des Hochpnefters Schimon b. Chon.aw 11., und da dieser große nationale Scaatsrath also 260 Jahre die Organisation Juda'a's bcfor^tc,178 so läßt sich natürlich bei einer bloßen Angabe, daß dieses Kollegium Jecheskel geordnet, der genaue Zeitpunkt nicht bestimmen. Es ist jedoch höchst wahrscheinlich, daß die Tradition, das Kollegium unter. persischer Oberhoheit gemeint habe. (Fortsetzung folgt.) ruch; 18) Meschullam; 19) Abijja; 20) Mijjamin; 21) Ma'as.ja; 224 Bilgai; 23) Schemaja. Von diesen 23 priesterlichen Notabeln waren 1 und 3 bereits mit SerubabeL aus dem Exil nach Judäa gekommen pEsra 2, 2), 6 und 12 als bedeutende Familienhäupter (ib. 2, 38 39) und 7, wahrscheinlich identisch mit Immer (ib. ib. 31), mit 1052 Seelen, ebenfalls damals heimgekehrt. Die 9 und 15 sind als Familienhaupter mit^Esra schon früher heimgekommen ('Esra 8, 2); der 13. hier, nämlich Meremot (b. Urijja) wurde bereits Ternpelschatzmeister unter *Esra ('Esea 8, 32), der 23. htt damals seine eingegangene Mischehe getrennt und sein Vergehen durchein Opfer gesühnt. 11. aus der K l a s s e der Leviten: l) * * * (Je.schua b. Kadrniel); 2) Jeschua b. Asanja; 3) Binnuj b. Chenadad; 4) Kadmiel; 5) Schebanja t.z 6) Hodijja I.; 7) Kelita; 8) Peluja; 9)Cbanan; 10) Micha; 11) Rechob; 12) Chaschabja; 13) Sakkür; 14) Scherebja; 15) Schebanja II.; 16) Hodijja 11.; 17) Bani; 18) Bermnr. Bei Aufzählung dieser 18 Leviten-Notabeln ist in der erhaltenen Urkunde gerade der erste Namen ausgefallen, was durch das folgende und Jeschua (Nech. 10, 10) leicht erkennbar ist. 111. aus der Klasse der Volkshäupter und Famitienfürsten: 1) Par'osch; 2) Pachat- Mo'ad; 3) 'Elam; 4) Sattu; 5) Bani; 6) Bunni; 7) 'Asgad;8) Bebai; 9) Adonijja; 10) Bigwaä; 11) Adln; 12) Äther; 13) Chiskijja; 14) 'Azzür; 15) Hodijja; 16) Chaschum; 17) Bezai; 18) Charif; 19) 'Ilnatot; 20) Nobai; 2!) Magpiasch; 22) Meschullam; 23) Chesir; 24) Meschesadel; 25) Aadok26) Jaddu'a; 27) Pelalja; 28) Chanan 29) 'Anaja; 30) Hosche'a; 31) Chananja; 32) Chaschschüb; 33) Hallochesch; 34) Pilha; 35) Schöbet; 36)Rechüm; 37) Chaschabna; 38) Ma'asseja; 39) Achijja; 40) Chanan 11.; 41) 'Anan; 42) Mallüch; 43) Cdarim; 44) Ba^ana. Alle drei Klaffen zusammen, d« h. 23 -ch- 18 + ^4, geben 85 nichtprophetische unterzeichnende Notabeln, und im Verein mit 35 Propheten, die als solche das Statut nicht Unterzeichneten, bildeten sie gemeinschaftlich Den großen Staats- Mh von, 120 cpjpj (Megilla 17 b; j. Meg. c. 1), welche, bei Todesfällen sich immer ergänzend, die Sammlung der altnationalen Urkunden besorgt, das Synagogen-Ritual eingesührt und durch zahlreiche Institute wie durch Leitung der religiösen und politischen Interessen Juda'a's sich in der Geschichte des neuen Staates verewigt haben. Ausführliches über dieses Rathskollegium bei einer andern Gelegenheit. — 178) Nach einer erhaltenen Notiz in Abot (c. I) scheint man die 260jährige Berwaltungszeit dieses Kollegiums in 2 Perioden gctheilt zu haben. Das Kollegium unter persischer Oberhoheit hieß nbnjn noiD -ipy, und das unter seleucidischer n und eine Darstellung über dieses Kollegium hätte sonach dieses zu beachten. S. Nach. Kroch mal L c. Literarische Analekten Die im Talmud erwähnte chirurgische Operation i d vn Nsn\ Zn Bezug auf die an mich im LB. 1849, Nr. 24 gerichtete Frageüber die im Talmud erwähnte chirurgische Operation pn KLU, erlaube ich .mir nachstehenden Auszug aus meiner „B i b l i s ch - t a l m u d i sch e n Medicin" den^ Leserm dieses Blattes mitzutheilern. — Durch das Wort |F>n (Seite, Rippe) drückt der Talmud irn Allgemeinen denjenigen Theil des Unterleibes aus, welcher sich etwa in der Ge-, gend der untersten Rippen bis zum äußersten Ende des Bekkens herab befindet und vom. Bauchzwerchfelle (Peritonaeum) bedeckt wird.. In Sanhedrin 45 bezeichnet der Talmud auch die Stelle zu Sam. 2, 2, 23, wo es beißt "" wuwnmn, durch die Worte: Dlp£ , rWDH JDH3 D P^n '1231, welcher Körpertheil als Anfang des eigentlichen Bauches zu betrachten ist. Was nun das talmudische ]DT1 Nar betrifft, so scheint darunter, — wenn es gleich auch die allgemeine Bezeichnung für jede Art. des Bauchschnittes zum Behufe einer Geburtshilfe ausdrücken mag, — doch keinesweges stets die eigentliche Operation der sectio caesarea, das sogenannte das in der Regel auch nur an todten Frauen unternommen wurde, sondern meist die Operation der Z-astt'owmia verstanden worden zu-, sein. In Hinsicht der Art und Weise wie diese Operationen bei den Talmudisten ausgeübt wurden, und ob der Tod der Operirten nach derselben wirklich als bedingt , oder nicht an-, zunchmen. sei, so ist vor Allem in Hinsicht des letztern zu bemerken, daß bei Thieren selbst die völlige Abtragung der Gebährmutter keinesweges als lebensgefährlich vom Tal-, mnd gehalten wird, wie dieses ans der Stelle in Bechorot zu ersehen ist, wo ein Thier, deren Gebährmutter abgetragen wurde, für nicht lebensgefährlich (i^o) erklärt wird; und der jüd. Arzt Theudas DHlfi) erzählt, daß in Alexandrien. eine derartige Kastration an Kühen und Säuen allgemein eingesührt. gewesen war. Eine, ähnliche. Operation,, die auch an Menschen ohne alle Gefahr ausgeübt worden zu. sein, scheint, erwähnt der Talmud Sanhedrin 21 und 'Aboda Sara 44, nämlich die Abtragung der Milz (^nD deren sich, nach demselben die. Schnellläufer unterworfen hätten; woraus jedenfalls, zu schließen ist, daß der Talmud den Bauchschnitt, ohne welchen diese ebengedachte Operation auszuftihren nicht möglich war, an und für sich keinesweges für tödtlich hielt. — Weit bedenklicher durste dagegen die Ausführung des Bauchschnrtte.s zum Behufe einer Geburtshilfe, wodurch ein Kind vermöge einer solchen künstlichen Oeffnung des Unterleibes, zur Welt gebracht werden sollte, gewesen sein; und zwar nicht allein wegen des damit verbundenen, nothwendig zu machenden großem Schnittes, sondern auch wegen der bei einer solchen Operation erforderlichen großem. Zeitraumes, damit das. Kind behutsam und ohne Verletzung 7 *