Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1850
- Issue
- 2 (12.1.1850)
- Date
- 1850-01-12
- Page
- Spalte 23-24 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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23 Studien^ Der Bibelkanon des Fl. Josefus. xn' ON 0'SV!<N01 D'ccn d-ew ro D2N un ’d con ooo'o n2 0221 mv npw by d'idid vr» ivbb rpn 21'N rntra on22D r>n 2^21 jnopo ovw nnx irbv 2W1? nmyv nmo P2 otyjm to px njiy nio iriDpoo ivV ioinP oPJi 'i ym 2VN21 2VN2 212p dn-ij p o vo W> ipna prun1? nai 2pn 2122P : * (otP1 21221? oybbi 2PJT pb Eine Einleitung zu diesem Buche findet sich, wie bereits bemerkt ist, in dieser Handschrift nicht, wir wissen nicht, ob der Verfasser überhaupt eine solche geschrieben hat. Wir glauben nicht, daß der Verlust der Einleitung sehr bedeutend sei, da Io sef Kimch i, wie die meisten alten Kommentatoren, nicht den allgemeinen Standpunkt der Uebersichtlichkeit gewählt hatte. Die Massen lagen noch vor ihnen, und obwohl sie oft die Bibel mit den profanen Schriften verglichen haben, wie dies Josef Kimchi selbst in seinem Kommentar zu Proverbien thut (vgl. weiter unten unsere Notiz dar^ über); so ist das in Job dennoch nicht geschehen, weil Job nicht wie die Proverbien aus kleinen unzusammenhängenden Theilen bestehet, sondern eine kompakte Masse bildet, welche in ihrer Ganzheit keine Parallele in der profanen Literatur hat. Spätere Gelehrte, wobei vor allen Simon ben Zerr, ach D u ran zu nennen ist, haben nach dem Vorbilde des Maimuni dies Buch philosophisch zu erörtern gesucht, diese Kommentatoren haben oft die Grenzen der Exegese im eigentlichen Sinne ein wenig überschritten. Es ist unsere Aufgabe hier nicht die Ideen des Buches Job au entwickeln, noch überhaupt eine Einleitung zu diesem Buche zu schreiben. Wir begnügen uns hier blos mit der Bemerkung, daß eine Einleitung zu diesem Buche nach unfern Begriffen die Stellung desselben zu den verschiedenen Büchern der alten Hebräer, insbesondere zur Kulturgeschichte der Menschheit überhaupt in klaren Worten ausspreche und zugleich Nachweise, ob die Menschheit in der neuern Zeit weiter gerückt ist. Um dieses zu beweisen, bedarf es weder des Arabischen noch sonst eines freinden Idioms, sondern eines anhaltenden und unparteiischen Studiums der Geschichte der Menschheit in ihren verschiedenen Zweigen. Josef Kimchi giebr nur zu Anfang einige Worte über das Zeitalter Jods. Er sagt:;vi in>6 12 oto 20 b pij> pto rpn W'x rpn nPi 2iru bw 12122 hm y\y '2, hm uun 0022N 12DN 2ÜN2 2)’N "BDI 1230 202 WO '2 WO 2HN 10)12021 yXl 1N22 20NB' ’Sp l'O'O 022V P)2'l 1JTI122 — .C’OJD NID 2.221 202 pOD Der Leser sieht leicht, daß diese Bemerkung nicht sehr bedeutend ist. . (Fortsetzung folgt.) 9) Es ist interessant zu bemerken, daß Simon ben Zemach Du ran in seinem Kommentar zu Job dieser Ansicht nicht seinen Beifall schenkt und zwar weil dies nicht OV30 -[22 by ist. Ueber den Bibelkanon des Fl. Jvsefnz. Erster Artikel. (Fortsetzung.) Jede dieser Annahmen verlangt aber noch eine Modist kalion, denn wir finden 4) daß Josefus .wiederum an ein paar Stellen mit dkr LXX im Ausdrucke so ü be reinstimm c, daß man bief« Uebereiustimmung nicht für Zufall halten darf. Es sind folgende: a) Im ersten Edikt gegen das Ende sWulg. 13, 6.] ivsöTcoLog hovg für „dieses Jahres" eine nicht ganz ge, bräuchliche Redensart^ b) Kap. 5, 13 V? bei!iXX ovrc agEGKSi {toi, Josefus §. 9 [irj tt'^sxxstccL.; 0) 5, 14 yy wyi und bei Beiden erst ^.o, nontsiv dann |. IxoLi-ittgEtv. <!) 8, 9 D\3ETn&ynN bei Heiden ohovopoi (Jos. §. 12.) und 9, 3 rDN^DH niri3 zvQCivvot v.al YQccfifiazElg;iil (Jos. §♦ 13) statt ßcc<hkl$ nal wird daselbst ßaoiliuoi oder ßaoi?Jcog ohne icalftü lesen sein); e) 8, 17. D’HJTnD bei Beiden tzeqlte^vuv.1^ Wir müssen also, sowohl bei der Annahme von zwei griechischen Uebersetzungen, als auch bei der Voraussetzung, daß Josefus sich des Originals der LXX bedient habe, tu klären der Verfasser der von Josefus benutzten Uebersetzuih (resp. Josefus selbst), die (frühere) mit der LXX identische Übersetzung benutzt, dann und wann Ausdrücke aus derselbe entlehnt haben müsse. Zwischen diesen beiden Annahmen zu entscheiden ist weder rhunlich,143 noch für unfern Zweck hier nöthig. Wir HM 140) Aehnlich ist in philologischer Hinsicht bemerkend werth, daß das iPE/n1? 8, 8 von der LXX mit om egvlv ocvvoig uvtevueZv iUnb ähnlich Jos. §. 12 svayTicoGccoftiu übersetzt, also wie das spat-hebräische H^'.-I^aufgefaßtisk. 1411 Vergleiche Esc. 7, 24, welches von E. A. 8, 22 nQuy^ccTiyjii und dafür Jos. yga^azEig s. d. Stell! oben sub. lit. K. — übersetzt ist. 142) Dies kann freilich die gebräuchliche Uebersetzung gewesen seinz wie umgekehrt unser „Jüdischen" für beschneiden. - Hier möge nun noch auf die im B. Eher vorkommenden Namen aufmerksam gemacht werden. Wie die Ausdrücke, so hat Jos. auch diese theils wie die LXX, theils anders. Wie LXX: M.ov%cäog ^02; ’AxQccd'sog, LXX: .'AxgaftaW -jfin ) £aßov%cid(xs 'ObiT ’Aßov%. LXX: Bovyaddv n)0"»fl, Dagegen Jos Ov«(jr^LXX : ’AgzLv; Äoß ZdgaGü, IjXX: ZAoöciQtt; (0.12 fehlen in der LXX 2/21)6, 2 ganz, nur im Prolog stehen sie — vgl. unten Anm. 1*7 und über das Faktum 144. — Daß Jos. wie LXX für Artaxerxes hat, beweist nichts, denn so würde cr auch ohne die LXX, seinem Synchronismus nach, habrr. Ueber ^govgaun Dn'D und vergl. unten Anm. 156. 143) Wahrscheinlicher ist mir indessen die Annahme zweier UeberftHungpn', besonders da sich, wie de Wette § ^00 Anm. c. ang.eor, in den Handschriften der LXX in den apokryphischen Stücken viele Abweichungen finden^ Falls diese, (gesammelt in dem bei de Wette das.' zilirten Werke), mir Josefus' Referat oder dessen Ausdrücken überemstcmmten, st