Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1850
- Issue
- 2 (12.1.1850)
- Date
- 1850-01-12
- Page
- Spalte 19-20 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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- Origen 3× ep/1025440
- Amoraim 1× ep/1003430
- Rashi 1× ep/1002670
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19 zugleich über manche Niederschreiber derselben, hatten die Lalmudlehrer (Mischnaiten wie Amoräer) aus der frühesten Zeit eine alte, unbestrittene, in den Hochschulen vorgetragene Barajta, welche die alten Talmudlehrer R a b (st. 253) und Jochanan (st. 278) u. A. schon zu deuten suchten.^ Nach dieser genauen und bestimmten Überlieferung, ergiebt sich die Reihenfolge der heiligen Schriften in folgender Weise: Erste Abtheilung „Tora" (Gesetz oder Lehre), bestehend, wie schon Flavins Josef sagt,32 aus den fünf von Mose herstammenden Büchern, welche Gesetze und Nachrichten vom Ursprünge der Menschen geben.33 Diese fünf mosaischen Bücher sind: 1) Bereschit, so benannt vom Anfangsworte des ersten Buches der Tora,34 für welchen Namen auch zum Theil Sefer Jezira (Buch der Schöpfung)^ für die eigentliche Schöpfungsgeschichte, die zum Gegenstände besonderer kosmologischen Studien geworden,^ zum Theil die Benennung das B uch d er V ätei/'vorkommt. 2)Schemot, ebenfalls von dem Anfänge so benannt/» oder auch CH um a sch Scheni^b d. h. das zweite Fünftel (des Fünfbuches) und eine Partie dieses Buches, die von den Schäden handelt, hatte den besonder» Namen Sefer Ne fifin/0 von au$ ein anderer Theil das „Buch der Erlösung"^ geheißen. 3) wa-Jikra, von dem Anfänge so genannt," noch gewöhnlicher fast ist jedoch der Name Torat Kohannim (Gesetzbuch der Priester)," oder auch Buch der Priester." 4) ba- Barajta mit mm Wöin bw '"HD weggelassen ist, sieht man aus dem Verlaufe der Barajta, wo unter pro wit dem Fünfbuche begonnen wird (s. Nach. K r o chm a l in Kerem Chemed V. S. 57). — 31) Baba Batra 14 b. — 32) Geg. Ap. 1. 1. §. 8. vgl. Euseb. KG., wo diese Stelle mit einigen Verschiedenheiten citirt wird. — ' 33) Bei den Hellenisten ist die Benennung 6 abwechselnd, im Gebrauche Mit 1tSVT{XTEV%0S» — 34) ")DD. Origenes in seiner Aufzählung der heiligen Schriften (bei Euseb. 1. c. VI. 25) sagt: das Buch, welches bei uns Christen den Namen ysvectg füt)ct, heißt bei den Hebräern nach dem Anfänge des Buches ßQ7]GL&. — 35) rrvm. "IDD Sanh. 62 h 5 j. Megilla e. 7, ohne daß man da an ein besonderes Buch zu denken hat. — Bö'» Eben so häufig wird rrtGWQ für den kosmologischen Theil gebraucht, wie man aus den Bezeichnungen rwcOD und rvwd niQ entnehmen kann. — 37) nnNn 120 , apyi pnu1 d.ton '0 , -M”n 'o ^Aboda Sara '^5 a, insofern darin die Geschichte der Patriarchen abgehandelt wird. — 38) idD. Vergl. Origenes 1. e. ovcdecfiofr (b. h. nw nbw). . 39) Halachot Gedolot f. 36. ^N). — 40) ->)p)D oder auch pjv-j 'q. In der Mechilta beißt der Theil über Parascha Mischpatim daher }yu —. 41) -js)d. — 42) mp>V bei Orig. 1. c. 43) Schon in der Mischna (Menach. 3, 4). und in Sifre col. 99. Vergl. Megilla 31. 4*);D\irp "1DD. Ha lach. Ged. fol. .36.. — 2h Mkdbar, von dem vorzüglichen Worte im ersten Verses» benannt," aber auch schon nach dem ersten Worte wa-Jx. dabber," und öfter ist auch der Name C hu wasch harPx.. kudim (d. h. ein Fünftel des Fünfbuches von den Zahlungen), dem Ausdrucke dgi^iiot, Numeri entsprechend im Gebrauche." 5)Ele Ha-Debarimnach dem Anfänge benannt," häufiger ist jedoch Mischne ha-Tora, welcher Name sich bereits iin Bache selbst" findet und dem ösvtsqovotiiov entspricht, und ein Theil desselben heißt auch Sefer Tochachat d. h. Buch der Ermahnungen/o Diese-fünf Bücher zusammen hießen, da jedes einzelne Buch „Ehumasch" genannt wurde/' fünf Chumschin oder „ChumschinP mit Weglassung der Zahl.^ Zwischen dem fünften und den andern vier Büchern wird aber unterschieden. Bald wird Manches im Fünften als nicht durch göttliche Eingebung," sondern als eigenmächtig" Niedergeschriebenes angesehen, bald wird darin, im Gegensatz zu den übrigen vier, auf den Zusammenhang der Stücke bei der Eruirung des Gesetzes Gewicht gelegt/'^ weil man die ersten vier aus einzelnen für sich bestehenden Stücken, ohne organische Zusammenhang niedergeschriebenenangesehen, während das fünfte von Mose zusammenhängend und in strenger Ordnung abgefaßt worden ist. Das fünfte Buch wird in der alten Kabbala " sogar geradezu „Mündliches Gesetz"/ niedergeschrieben ohne göttliche Eingebung, genannt und von den übrigen Büchern geschieden. In Bezug auf die vier Bücher war die Ansicht, daß sie in einzelnen gesonderten Abschnitten bei gewissen Gelegenheiten und zu gewissen Zeiten aus besondern 45) -01/311, zuweilen auch v^d miDIl. — 46) mm oder mm mD h SS. in der Mischna (Irma c. 7). Vgl. Hieron. in dessen Pro!, gal.: Primus ü[)ud eos (Judaeos) Liber vocatur Beresilh, quem nos Geuesin dicimus. Seeundus Veele Semoth* Tertius Vaiera, id est Leviticus. Quartos Vajedalber, quem Numeros vocamus etc. — 47) DmpDH tPDin, Menachot 4, 3. Bei Orig. 1. c. a.Mt£6cp£%codu{i (Dnipsn TOin), was Origenes nicht zu erklären wußte. — - 48) Qnmn Orig. 1. c. bIXs adÖ8ßccQLtu, — 49) Dr. 17, 18. So auch ^Aboda-Sara 25 a. — 50) ntriDin mD vergl. Sisre zu Dt. Ans. — 51) Sofrim 3, 4. — 52) ptfion n^Dn j. Meg. 1, 8. Menach 30a, oder auch min "100 bu/ pßPDin Men. I. <\ gewöhnlich über min nt&'Dn. — Vgl. meinen Aussatz: Ueber dsö Wort C'humasch. LB d. Or. 1844 Col. 487—492. — 53) miSJin Megilla 31 b. 54) 1D3JJ. '20 l. e- 55) Jebamot 4 a. Diese Methode nennt man . 56) Es heißt Gittin 60 a; njro rto r6.id mm d. h. der Pentateuch wurde aus Abhandlungen in einzelnen Rollen, bei gewissen Gelegenheiten niedergeschrieben, nach langer Zeit erst zu einem Ganzen (f< Raschi das.), und selbst Diejenigen, welche n)n) HiDinn mm d. h. der Pentateuch ist geschlossen, überliefert, behaupten, meinen dies nur in Bezug auf die spätere Praxis. — 57) Sohar par. wa-Etchanan Col. 261. — Studien. Die literarischen Vorlagen des Talmuds.