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Der Orient · 1850-01-12 · 2 (12.1.1850) · p. Spalte 17-18

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Journal
Der Orient
Volume
1850
Issue
2 (12.1.1850)
Date
1850-01-12
Page
Spalte 17-18 (sequence 1)
Language
German
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Literatnrblatt des Orients. Berichte, Studien und Kritiken für jüdische Geschichte und Literatur. Leipzig, den 12. Januar 1850. Znhalt. Studien. Die literarischen Vorlagen des Talmuds. Von Dr. Fürst. (Fortsetzung.) — Die Familie Kimchi. Lon L. Dukes. Josef Kimchi. (Fortsetzung.) — Ueber den Bibelkanon des Fl., Josefus. Von Rabb. 1t. Treuenfels in Weilburg. iForts.) — Zur neuesten Geschichte der Juden, in Mahren. Entwurf einer Synagogal-Verfaffung. (Forts.) — Ankündigungen. .Die literarischen Vorlagen des Talmuds. (Fortsetzung.) Auch der Kollektivname Tora für die gesammte Schrift war im Gebrauche," namentlich wo es galt, sie bedeutsamen Institutionen des Judentums beizugesellen. Die Anzahl der heiligen Schriften war, abweichend von der Annahme bei Zo se f,15 Melito," O r i g e ne s," den Siebzigern und vielleicht auch von Philon/" auf vier und zwanzig normirl, so daß die Anzahl „vier und zwanzig heilige Schriften" oder „24 Bücher"19 nicht nur schon als sixirt in der Warnung: „Wer mehr als vier und zwanzig heilige Schriften ins Haus (d. h. in den Kanon) bringt, der bringt Wirrnis' hinein"" erscheint, sondern sie wird auch bereits in sinniger Weise symbolisirt und agadistisch gedeutet, bald mit den 14) Abot 1, 2. Ebenso die aram. Form sehr häufig. — 15) Geg. Ap. I. §. 8. — 16) Eus. KG. iy.^26. — 17) ib. IT). IV. 25. — 18) Siehe meinen Aussatz: „Anzahl der hebräischen heiligen Schriften" -LB. d. Or. 1844 Col. 552—558. — 19) j. Sanh. c. ult. h. 10, Midr. Kob. zu Koh. 12, 12; Echcmot rabbcr c. 41. Hier finden sich vie Ausdrücke nP' ^-DD ymxi , oder a^DD yilS'l — 20) j. Sanh. 1. c. Midr. Koh. l.fc. Oer Satz lautet: w Hops irra pro tznp ons i'dd iriv d^ddh bz P’-'DC. Diese Wirrniß zeigte sich in der christlichen Richtung, we man die Grenzscheide zwischen kanonischen und apokryphischen Schriften zuweilen vergessen. — vier und zwanzig den Gottesdienst ('Aboda), als den zweiten Pfeiler des Iudenthums,21 reprafcutirenben Tempelposten, angelehnt an Koh. 12, 11: die Worte der Weisen sind wie Stacheln und wie eingeschlagene Nägel," bald mit den vier und zwanzig Geschmeiden der Braut," und also symbolisch auch der Synagoge," verglichen und zusammengehalten." Die alte heilige National-Literatur, getheilt in vier undzwan» zig Schriften, stand, wie natürlich, an der Spitze aller Gelehrsamkeit und aller Studien und der Jünger des Meisters (Talmid Chacham) mußte vor Allem in dieser heiligen Bibliothek der vier und zwanzig National-Urkunden bewandert sein." Um die Schriftkunde zu verbreiten und die Kenntniß der alten National-Literatur zu verallgemeinern, wäre» schon vor dem talmudischen Zeiträume Schulen eingerichtet,^ wohin man bereits fünfjährige Knaben geschickt." Ueber die Reihenfolge der vier und zwanzig Schriften in der allgemeinen oben erwähnten Dreitheilung,30 wie auch 21) Abot 1, 2. — 22) nrwD. — 23) nhctfD wird durch gedeutet (j. Sanh. e. 11 h. 11).'' — 24) Jes. 3. - 25) Vgl. Wessely, das ethische Element im jüd. Recht LB. d. Or. 1844. c. 541. — 26) Schemot rabb. c. 11. — 27) ib. l. e. — 28) Solche Schulen hießen 'DD (Äctttfr. 105 n), wie die Schriftlehr-er , oPiUD und ^nDD hießen. Siehe weiter unten. — 29) Abot 5, 24. — 30) Genannt jjnp •npj bw pHD. Die Reihenfolge der zweiten Ablheilung wird unter bw piD/ dritten Abtheilung unter O'UlM bw p"7D beschrieben (Baba Batra 14 b), und daß an jener Stelle der erste Theil der 2

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