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Der Orient · 1850-01-01 · 1 (1.1.1850) · p. Spalte 11-12

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Journal
Der Orient
Volume
1850
Issue
1 (1.1.1850)
Date
1850-01-01
Page
Spalte 11-12 (sequence 6)
Language
German
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n Studien. Die Familie Kimchi. 12 D i e Familie Kimchk. 1. Joses beir Jizchak Kimchi.' Biblische Komment« rien desselben. Josef Kimchi, der Vater des Mose und David Kimchi, war selbst ein berühmter Grammatiker und Exeget. Er schrieb verschiedene Werke grammatischen und exegetischen JnhEs, von denen zwar mehr als die Halste verloren gegangen ist, und die übriggebliebencn sind so selten, daß sie ebenfalls als verloren zu betrachten sind. Um so mehr dürfte eine nähere Bekanntschaft mit denselben dem Leser willkommen sein. Die Bodleianische Bibliothek, die so viele Schätze besißv, welche die Katalogisten nicht verzeichnet haben, besitzt auIev seinem jro?n ~IDD2 noch folgende exegetische Werke .desselben: &) Kommentar zu Job b) Kommentar zu Proverbien i) Dieser Artikel hat nicht die Aufgabe, eine vollständige Biographie des Jo sef Kimchi.zu geben, er hat nur zum ZweK, einige MittHeilungen aus diesen seltenen Büchern zu machen und die Aufmerksamkeit des Lesers darauf zu lenken. .2) Dieses in literaturh.istorischer Hinsicht auch interessante Merk befindet sich auf der Bodleianischen Bibliothek in vier Exemplaren. Dreimal in der Oppenh. Collektjon Nr. 296 (Ehemals Nr. 582. 4.). 632 (Ehemals 1376 4.) 625 (Ehem. Nr. 1370 vergl. Note 24) und einmal in der Michaelischen Collc-ktion Nr. 185), David Kimchi führt es zuweilen an, hat auch. Stellen anonym daraus benutzt. So z. B. in seinem Kommentar zu Jes. 45, 7, wo er seinen Vater erwähnt. Die ganze Stelle daselbst ist aus dem ]roin entnommen. Die Stelle lautet daselbst — sie befindet sich gegen das Ende des Buches — wie folgt-: - IN °Q1 N^l N1DJ U'N! 1Ü13 UW CB* Wldn '3 owy , -pn , nia iaa am xbb c& Nap' jjatyn man ajnm ai.vn man -prim D«nn man nie nta pi oiyr, p^noj iriKaaSn Diayb anNn atwa 'a ('t nr,D ny&') -pn mpi ai.v asm wstpj -an iDNnaNi naiN.i 'aij; aiajj: im a^ip ivn awn ypw atswa -o jn Nini T»nn npau w hoinh «aa newai niwn joio» nui^nn bi nriN maa aarn bv *pn ma anN Naa lyamo aoiN nnN pi ism waa 'an cnn ai.vn aja'ty b pw mnc mba b pu U'N .p'jnoi 6 pw iniN^ Nim a"nn hdd!?du nQ nmo t> im «b rrao “?aN a"ia dn 'a u'n Eynrp w' Nin a’ts'jjn var -vwy pi nn'c.a ni3”),n Nin naa man pi tsna Nin nj^pn man .cmaa aoai S a ad j a G av n in seinen nijni nuiDN (Hauptstück 1) hat bereits von dieser Stelle gesprochen. Das jroin “)DD wird auch von dem anonymen Verfasser des i&sh ’pnpT oft erwähnt (vergl. über dasselbe Zunz zur Geschichte und Literatur) so wie vom Abraham de Balm es in seinem Buche groit rupo u. s. w. c) Kommentar zum Hohenlied "W). David 'Kimchi, der berühmte Sohn unsers Autors, hat die Werke seines Vaters oft benutzt, zum Theil anonym, und seine eigenen Werke haben im Laufe der Zeit die seiner Vaters verdrängt. Der Werth des Josef Kimchi als Exeget ist bedeutend, und sein Steben ist sehr lobenswerlh. Er schmiegt sich allenthalben an den Wortsinn (ykLD) an^ und selbst sim Kommentar zum Hohenlied, welches allegorisch ist, bietet auch einige gute Worterklärungen dar, die freilich schon durch Kimchi größtentheils bekannt sind (vergl. die Notiz über diesen Kommentar weiter unten). Da ihm alle Kenntnisse, die einem Exegeten nothwendig sind, Kenntniß des talmudischeu Idioms, des Arabischen, das war seine Muttersprache, zu Gebote standen, und was aber noch mehr werth als dies alles, das war ein denkender Kopf: so dürften seine Kommentarien die Aufmerksamkeit des Bibliographen von Seiten ihrer Seltenheit, des Mannes vom Fach aber ihres innern Werths halber, in Anspruch nehmen. Die Kommentatoren der altern maurisch-spanischen Periode, verdienen überhaupt die größte Beachtung, und es ist sehr zu bedauern, daß die besten und schätzbarsten Werke dieser Periode in dem Dunkel der Bibliotheken ruhen und selbst wenn sie herausgezogen sind, so bleibt es noch schwer sie be. kannt zu machen, da die Buchhändler lieber Gebetbücher und sonstige kourante Artikel nehmen, worauf jemand einst scherzend sagte: Dün pND tibü 'D d. h. cnWID DWi DHUD» Wenn wir die Werke dieser Periode mit denen der neuen Zeit vergleichen, so müssen wir den alten den Vorzug dev Originalität zugestehen, sie haben einige Vorbilder gehabt, den neuern Werken gebührt das Verdienst der Anordnung. Die Autoren dieser Periode besaßen alles, womit Die heutige Zeit zu glänzen glaubt. Wenn wir das, was wir heute Kritik nennen, wofür im Hebräischen, eben so wie im Deutschen, kein Wort exiftirl, nicht in dem Maße bei denselben finden, als wir selbst gewohnt sind zu gebrauchen, so ist hierüber nur zu bemerken, daß die Alten mit dem Versta'ndniß des Materials und mir dem Zusammenstellen der Sachen selbst genug zu thun hatten. Was die höhere Kritik anlangt, worauf die heutige Zeit sich so viel zu gut thut, so ist hierüber folgende zweifache Bemerkung zu machen. Erstens sind die Resultate der höhern Kritik nur negativ und oft sehr schwankend. Man weiß heute.eben so wenig über das Buch Job etwas Näheres als vor 2000 Jahren, da die Geschichte darüber schweigt. Man kann mit de.r hoher» Kritik hierbei nicht näher auf die Sache rücken. Zweitens ist die generelle Anschauung, woraus die Kritik hervorgehet, nicht eigentlich eine Sache der Philologie, sondern der Philosophie und die modernen Philologen sind hier von den Philosophen getragen, ohne daß sie es ein- 3) Das Wort d&79 kommr schon im Talmud vor. A. B. 5^3 TDD Nnpi .NTO.D, Chullin H7.

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