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Der Orient · 1849-12-01 · 48 (1.12.1849) · p. Spalte 763-764

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Journal
Der Orient
Volume
1849
Issue
48 (1.12.1849)
Date
1849-12-01
Page
Spalte 763-764 (sequence 6)
Language
German
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Studien. Studien der Hillel'schen Schule. 76L 703 Diese 14 Gegenstände bilden tm ganzen Umfang! des jüdischen Wissens der damaligen Zeit, eine -Art C'ncyklopädie, und es war das größte, was man von Einem rühmen konnte, wenn man sagte, daß a alte diese Disciplinen zum Gegenstände seines Wissens gemacht. (S. Sukka 28a.) Zn 1. Die Kenntnis; deL Schrift wllrde sehr hochgeachtet, sei es in Bezug auf das innere Verständnis) derselben, oder in Bezug auf die äußere Vertrautheit mit derselben. Rabbi Chanina (Taanit 271>) war so schristfest, daß er sogar Kpp (der Schriftkundige nach der Form / ipp spater hat sich daraus das adj. der Schnstglänbige gebildet) genannt wurde, wie itt der That Jizchaki daselbst diesen Beinameil er-, klärt jnn *npD by2 rrn^)* R. (Sljaiuna wußte die Schrift sehr gut bei seinem Studium (Mva?.a) anzuwendcn (vgl. Ketubot 56 a wo N. Bezalel Aschkenasi in n^apO diesen Namen durch niNnporj *»p3 erläutert); R. Jannai sagte dreimal zu ihm: Gehe hin und trage vor den Schriftvers ("pnp Hp p)E> Ketubot ibicl. Bcrachot 30b, Jebamot 40a) oder gehe hinaus und lies die Schrift (NnpiNi* j. Sabbat c. 7, 2. j. Kctubot c. 5, 1) , also die S-chriftkunde war al§ Wissenschaft so hoch angesehen, daß man sogar daraus einen Beinamen machte. R. E l i e se r ben R. S i m v n wurde im Talmud genannt jftrpi Hp und zwar ’ipp (— ^pp) wegen seiner Schriflkundc, wegen seinerKcnntniß der Mischna, je*£> wegeir seiner religiösen Lieder, die er entweder selbst verfaßte oder die er am besten zu rccitircit wußte, und weil erden 2H"!D verstand oder denselben verbreitete. Mit der Schriftkunde war auch zum Thcil der dazu gehörige Midrasch oder die dahin cinschlagende Haggada verstanden (Baba Kamma 55 a bei R. Chija bar Abba) und und n^xn b]p waren nur dann als besondere Eigenschaften angesehen, wenn diese so sehr prävalirten, daß sie als besondere Disciplinen angesehen wurden. Zu 9. Ueber das Wesen der M-TUUM wenigstens in einer Beziehung sehen wir, daß es in Bnchstakum Zahlungen bestand. Unter versteht mau die Wissenschaft der Astr o n eaiite. Von Samuel gab es eine -))apn 1)0 hw Nnna, die auch schlechthin Nma bxiDBn genannt wird (Nachmani zu Jjob 26) und darüber s. Zunz GV. 93. Kerem Chemed VII. 61. Diese Wissenschaft wurde als zaiaia zu der Wissenschaft Nr. 13 angesehen, so daß sic gegen heue nur sehr unbedeutend war (Abot 3, 23). Zn 13. Diese Wissenschaft nannte man wegeit ihres großen Werthes umschreibend p^n ,,dcr große Gegenstand" und zwar schon sehr früh (Sukka 28 a), und das Lehrhaus, worin diese Wissenschaft gelehrt und vorgctragen wurde, hieß daher auch b>)l% pp2 wie z. B. das LehrhanS des Jochanan b. Sakkai (Echa rabbati, Einleitung). Gewöhnlich hieß aber das Studium blos naa^ta nW]}ü ■ (Ehagiga 14 b; Snkka 28 a itn'D Jeruschalmi zu der Stelle), seltner schon rpaiia mo (wa-Jikra rabba par. 16 Sedcr pawO). Das Studiren dieser Wissenschaft nannte man b& lrpfc* niüFs n'bpM (Echa rabbati das. Jalkut scd. Chukk'at, Pesikta des R. Kahana par 14) ,,den Ruhm Gottes rühmend verkünden", oder auch tf/pp (j. Chagiga c. p&2nn pN) oder VOM 1)20 t&HTI (das.) ,,die Herrlichkeit des Vaters im Himmel, die Herrlichkeit seines Schöpfers erforschen", also das Gebiet der Metaphysik. Maimonides (Mischna-Komm. Chagiga c. pann pN, Ans.), hat also recht, wenn er diese Diseiplm j;ddh pnN&y HO nyn' nennt, obgleich er eS im aristotelischen Sinne versteht. Diese Wissenschaft wurde als die höchste betrachtet und in Bezug auf diese heißt cs cb'yb to ft nu mp 11ndon thm ’D; daS An ho reu derselben geschah mit der größter; Ehrfurcht. Als ein Schüler des Jochanan b. Sakkar ctufi auf freiem Feld über diese Wissenschaft zu sprechen ansing, stieg der Lehrer von seinem Esel herab und rief aus ■rann by ao'v um) oip T.aa yvw mnw na (j. Chag. c. pann pM). Als derselbe Schüler einst in Gegenwart seines Lehrers darüber vertrug, da stand Jochanan b. Sak'kai aus, küßte den Schüler cmf'öHaupt und sagt-e: Gepriesen Gott, der unserem Erzvater ^Abraham einen Sproß gegeben, der da inaa'tymb jnr D’DBQjy UOM (jj. Chag. das.). Dieses Studinnr war die Spitze alles Söiffcnö und gleichsam schon an und für sich -eine Andacht; in der morgenländischcn Bildersprache der damaligen Zeit heißt es, daß Fenerftaminen (als Zeichen der Gegenwart Gottes) den Sprecher umgeben (w-a-Jikra rabb. ihid. Chagiga 14b). A!s Elasar b. Ar ach einst aus freiem Felde über diese Wissenschaft C'tlvas vorirug, da heißt es, kam ein Feuer aus dem Himmel hernieder,, u^ngab alle Baume im Felde und diese begannen Lobgesänge anznstinrmen. Unter allen Sürdien hieß diese vorzüglich ppaan, bie LVeiSheit (Sota 6. 9> 15. Abot 3, 23. jl'Taanit v. 2.) Darum hieß es von R. Jochanan b. Sakkai, der in dieser Wissenschaft so ausgezeichnet war, daß mit seinem Tode ,,der Glanz der LLcisheit" geschwundci^ sei (Sota e. 9, 15. .naann m büa 20 düwü) und der Vvrbeter für die Gemeinde, der gleichsam der Hochpriester war, soll nach j. Taanit c. 2 (zu der Mischna U-a*? pTniOl na'nn; nilNa bvn) »raam ^.ni sein, der in diese Studien cingcweiht ist. Der Glanzpunkt dieser Wissenschaft und die Blnthe derselben war unter Jochanan ben Sakkai, mit dessen Tode sic allmälig abzunehlnen begann. Als UrUerstütznug und Zugabe zu dieser Wissenschaft wurde (Nr. 9) niKn^D.]) niarpn angesehen (Abot c. 3/ 23), d. h. die Sternkunde und Erdmeßknnst. S. das Buch der Weisheit von Grimm.

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