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Der Orient · 1849-12-01 · 48 (1.12.1849) · p. Spalte 757-758

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Journal
Der Orient
Volume
1849
Issue
48 (1.12.1849)
Date
1849-12-01
Page
Spalte 757-758 (sequence 3)
Language
German
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757 nicht cinmaC durch irgend einen neuen Gedanken brauchbar gemacht sind. Besser sind schon die Skizzen von Männern der neuen Zeitgeschichte, wie von Moses Mendelssohn, David F r i e d l än d e r, Lazarus Bendavid, Marcus E l i e s e r B l o ch , Herz Hombergs Jona Jeirteles/ Benedict Jeitteles, Salomo Lowisohn, Salomo« Maimon, Michael Beer, Peter Beer, Fanny F r e y i n n v o n A r n st e i n, Aaron Chorin, S i m o n Ganz, Abraham F o e t a d o, San. L e ßmann, Ascher Ma'tzel, alxer immer noch sehr schlecht und ungenügend. Die Skizzen üKer die noch lebenden Berühmtheiten, wie über Wilhelm Beer, Eduard Bendem'atin, Leopold Feldman, Joseph FischHof, Regina Froh berg, die Schwestern Grisi, Heinrich Heine, He inefotter-Stöckel, Henrik Herz, von Hirsch, Franz Ludwig von H o r n t h a l, Max. Lange n s ch w a r z, Peter L i ch t e n t h a l, Rachel M o r p u rg o, I g. M o s ch e! e s, Moritz Rot t', V Wilhelm ffiurteltaub, G ab r. Valentin, @ a m f o n Werlh,eim sind alle bester abgefaßt, aber der Herausgeber hat nie angemerkt, ob diese dem Judenthume noch angehören, ob sie überhaupt auch nur von Juden herstammen, ob sie den Glauben der Vater abgelegt, wann sie das gethan, und ohne diese Angaben, können diese., dem Titel zufolge, hier keinen Platz finden. Im Ganzen genommen kannte wohl dieser schone Gedanke kaum schlechter ausgeführt werden. Es läßt sich übrigens hoffen, daß.vom 3. Bande an, da Hr. Sim. Deutsch die Redaktion übernehmen wird, der ursprüngliche Plan bester auszeführt werden wird. 30) cniGfci/ b'bb rrun Travestie der Pefüch- Haggada für die Purim-Feier, vermehrt mit einer Travestie der HiGGyD und nn^DF. Bearbeite! van Dr. Hirsch Sommerhausen in Brüssel: Amst. 1Ü49, 8. Jur Zahre 1842 hat Hr. S. bereits eine derartige Travestie herausgegebcu, die mcht nur allgemeinen Beifall, bei den Freunden der uenhcbraischen Muse gefunden und daher sehr schnell vergriffen wurde, sondern auch einen Nachdrucker h\ Hamburg verleitet, was in der hebräischen Literatur gewiß etwas Seltenes ist. Das Purimfest ist bekanntlich schon in alten Zeiten dasjenige gewesen, zu dessen Erheiterung man alle Arien Parodien, Travestien und dergleichen gestattete und selbst die strengste Orthodoxie hatte nichts dagegen cinzuweudeu. Die Parodien erstreckten sich: ti) auf Parodien nnd Travestien der Bibel; b) auf die der Mischnn und des Talmuds e) aus die der religiösem Poesie (Bucharabot, Selichvt u. s. w.); ü) auf die Parodirung der Pcsach-Haggada; 6) ans Ahasweros-Spiele. Schon dcr große Dichter Immanuel auS Rom (geb. e. 1272) giebt ln seinem Diwstn (Vtachb. 22), namentlich in der Purim-Makame (Machb. 25) scherzhafte und parodircnde Schristansleguug und xregetische Anwendungen 758 j zum Besten, die eine Fülle von Witz und Satyre verrathen. Kalonymos b. Kalonymos b. Meir (geb. in Arles 1287) schrieb ein GMN NGGQ für Purim, eine Parodie des Talmuds. Es besteht aus vier Kapiteln (Perakim), nämlich: t) Tiio.5 2) G^yn*v3) cn?D,5 4) p\‘ P^p. Der Schluß dieses Purim-Traktats in der Leipziger Haiidstchrift (Del. Kat.. S. 288) lautet: Np't>D , r^p"D nymN iuw , n"dbh wn onm nhgdd nb;mp; nn*D : T^yri : ting : pnuDiD jm und in einer Nachschrift des Verfassers heißt es: GGGQ ‘pttfN D'NSOJH D^DDH ’HtSW , G.1TG DNSN HtbGDG nOJIW DPIG dddd onn ^nrw cni> njn« mm NG'N , aniD gpg d^gd^ ntaon 'G, an'DG nyi )b jw&y IG ' cma :noDnn no^ gön pty , ubyb nwi anb n*o omazi D’Wn ' D-niDG ntaoG nn^r nGGm ctj »*WG xbx m pip }w '%b? pip pN pidg ndgodh NftbyG pincr*? n6n ghgj xbw nW t*b) Gv uh uw T»D3n xb n N"npnt , GM72 GvG GMtt.w NGL'P p't<r *}Kb G'PyM.G oninm nDD3 N^pssf vgd dido^p inna ndgogh hm 'nm o msb ppMo fm\ Hwn doqnj D'ny *b HTyNi , ru^on , ^bo * rivVT NTODDn pDG GMDG.1 , WIN pD im) pp^P rn ubj vn) wiy nm owz 'mu; dni.41 Diese Purim-Schrift hat Kalouymos, wie Delitzsch (!. e.) vermuthet, in Rem geschrieben, als rr zwischen 1316— 22 sich daselbst aufgehalten; dieses wird schon daraus wahrscheinlich, weit er darin viele italienische Vokabeln und Sprüche, ferner der Stadt Rom und Arreona erwähnt, und unter fccit fingirten Namen im Traktate Binjamin b. Jechiel und Hillel ha-Rose aufführt, was aus Italien hiuweist. — Ein anderer Purin:- Traktat, überscheieben GMGG nd.1-2, hat blos drei Kapitel, die da heißen: 1) pnpGn, der Anfang lautet: GMG ^p p'GpGil, 2) }'2"n bn i 3) mx. und dieser Traktat schließt mit den Worten: p^y pn.i nnno nb.lG Np^oi gim d:GjTO , woraus sich deutlich der Umfang und der Name dieses Traktats ergiebt. Zur Ennittelung des Verfassers der M e g i t l a t Sota r i.m, hat Delitzsch (U 6.) ein Gedichtchcu mitgetheilt, das in der Handschrift gleich nach diesem Traktate steht. Dieses vom Typographen Gcrson Soncino zu Pefaro herrührende Gedicht larutet: G'pGpGG.G 5»NOVOQ '1^,1 ICTHD D^pHN nn^OGI bj>iü3 bGH 1/GGG1 HGGPJ )GiQ G52PN "HD1 muip nryD GN^P'.I niD“vD nr^p hg □'ppiHD” r.npn d^g.1 cn-o^nn i^cbni c'p*no onoNDt nn^y mo^G nppn G'pGyGQ ismp ’3GD Tyyn D’pim g^ügg-'p niyom minn ’J Delitzsch I. c. hat bereits diese Stellen angeführt. Vgl. Wagenstil, Sota p. 1013. 48 * Kritiken. Sommerhäuser^ Haggatcr.

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