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Der Orient · 1849-11-24 · 47 (24.11.1849) · p. Spalte 743-744

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Journal
Der Orient
Volume
1849
Issue
47 (24.11.1849)
Date
1849-11-24
Page
Spalte 743-744 (sequence 4)
Language
German
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743 744 Studien. Der Bibelkanon des Fl. Zosefus. 5) Na hum. Ant. IX, 11, 3. Iosefus fetzt ihn in die Zeit Iotham's (nach Sed. Ol. Rab. Kap. 20 lebte er zu Manasft's Zeit) und führt seine Prophezeihung gegen Assyrien an. Kapitel 2, 9—12 [-8—11] ftnb paraphrastisch wiedergegeben. o) Haggai und Sacharia. Von ihnen wird Ant. XI, 4, 5 nach Esc. 5, 1 erzählt wie sie zum Lempelbau ermuthigt.^ Es sind also von den Zwölf Diejenigen genannt, von donen sich,, wenn man nicht bloS immer wiederholen wollte „dieser weissagte zukünftige Schicksale des Volkes", überhaupt eme historische Notiz geben ließ; die, wie Jona, etwas Besonderes, ums noch bekanntes, erlebt, oder wie Hag. und Sach, einmal in die Geschichte handelnd ein gegriffen. Nahum hat Josef, vor den Uebrigen. wahrscheinlich darum hervorgehoben, weil er über eine heidnische, allen seinen Lesern dem Namen nach bekannte Stadt geweissagt, und mir Emphase setzt er hinzu: „Alles dieses traf 115 Jahre nachher ein." 11. Klag lieber Je re mim Ant. X, 5, 1. „ Der Prophet Jeremia verfaßte ein trachten; ob Letzteres eine Tradition, mag ich nicht entscheiden. — Ueber tfnsnn siehe oben zur Chronik. 83) Da die Auslegungen bemerkenswertsind, so füge ich die Stelle übersetzt hier bei. „Ninive wird sein wie ein bewegter Wasserteich, so wird das ganze Volk verwirrt und wogend die Flucht ergreifen; und sie werden zu einander sagen: stehet und bleibet, raubet auch SiSver undGold, es wird es aberNiemand wollen, denn sie werden ihr Leben lieber retten wollen, als ihre Schätze. Denn es wird heftigen Streit unter ihnen sein und Wehklagen und Erschlaffung der Glieder und ihre Gesichter werden vor Furcht ganz schwarz werden. Wo aber wird das Lager der Löwen sein und die Mutter der Jungen? Es sagt dir Gott, o Ninive! ich werde dich vertilgen send nicht mehr sollen Löwen, von dir ausgegaagen die Welt beherrschen." (Das gesperrt Gedruckte ist der eigentliche T^t, das Uebrige Paraphrase.) — Die Ausdrücke Holv^ßrj^Qoi (rD"D) mzorArjzqQiov (JjlVD) GHVfivoi (qvVEü) zeigen, daß Iosefus die Uebersetzung au.s der LXX genommen. In .25. *9 liegt seiner Erklärung dse L. A. der LXX statt zu Grunde; diese (oder amgenommen, wird man leine Erklärung ganz annehmbar finden, zumal da die Erklärungen nach der masoretischtn Punkcation gezwungen sind (Sie lag ruhig wie sin Teich (Raschi) es floß alles Gut dahin zusammen wie in «inen Teich (Kimchi, A. Esc.) seit sie besteht.). — Vers 11.?|DD 11D beziehen die Kommentare auf die Feinde, Jos. auf die Bürger selbst; das Wort 313 widerspricht dem gerade cf. 3ff. 10, 2; LXX hat hier diqQTca'Cov, qlfo (lip) punktirt, Jos. aber wie die Masora im Jmper. Vers'kl ^Schwärze ist dem Sinne nach wiel^XX. Vers 12, die Erklärung von hat auch das Largum N'O^D) lwd die übrigen Erklärer ebenso. 84) Micha (sith'k Anm. 80) ist nach der Stelle.Irrem. 26, 18 nur beiläufig erwähnt. Trauergedicht auf seinen (König Jossas) Tod, welches noch jetzt vorhanden ifh"85 — Dies stützt sich auf 2 Chr. 35, 25, welche Stelle auch der Midrasch ebenso auf die Klagelieder bezieht;^ wogegen LXX den Threni eine Ueberschrift vorsetzt, welche die Zer-- störung Jerusalems als historische Veranlassung nennt, der Ausdruck Iosefus' „welche noch jetzt vorhanden sind" zeigt, daß er bei der Stelle am. unser Buch gedacht und nicht an ein verlorenes Lied. DüLlun ist aber nicht nöthig, daß er 85) ’IsqsuCccq dl d TEgocpijzrjg STunqdELOv avzov 6t'VE~ za^s nzlog d'gqvrjzwdv 0 'ml \iE%gt vvv diap&vEi, 8ö) Sed. Ol. Rabb. Kap. 24 nn il’Dl' fjlp r)W3 1JDN; Mabba Echar Kap. 3 »TKWD "DIE) DJW HDW so auch Hieronymus. — Eine andere, weit schwächere Erklärung f. Mo kd Kat. 26-u. — Die Neueren haben die Auffassung der Klaglieder als Trauergedichte auf Josias bekanntlich fast sämimlich verworfen. — Nachträge. Zu Anm. 24. Nachdem das Frühere bereits niedergeschrieben war, fand ich erst, daß Eichhorn in seiner Einleitung beim Buche Esra (Z. 500) die Oeder'schen Ansichten und Folgerungen ebenfalls erwähnt und widerlegt;' da er in der. Hauptstelle über Iosefus' Kanon (§. 38 ff.) Oeder's gar nicht gedenktso hatte ich vorausgesetzt, daß er jene Untersuchungen nicht gekannt oder nicht berücksichtigt. Ich finde nun, daß ich die Hypothesen mnd Schlüsse Oed.'s nach Muthmaßung soweit ganz richtig errathen, nur in Hinsicht auf das B. Esra habe ich ihm ft'ir dessen Ausschließung eine bessere Begründung untergeschoben, als die ist, welche er selbst angiebt. O. schließt so: Iosefus sagt, die Bücher welche seit Artaxerxes Re.gierungsantrilt geschrieben sind, ssnd nicht kanonisch; Esra Übte aber unter Artax., denn dieser ist der bei Esra vorkommende ntiöOTiTIN, folglich ist Esra nicht kanonisch. Daß Iosefus selbst die Geschichte Esra's unter Zerre ö setzt, ^nrnN 3fr«fP. und nimmt, kümmert Oed. nicht; er inimmt den Oversatz von Iosefus an, weil er ibm paßt, den stlntersatz von seiner Kritik, und zieht daraus Schlüffe. Ueber das agnij sagl Eichhorn: welcher mäßige Kenner der griechischen Sprache wird dgnqg anders übersetzen als Negierung? Artaxerxes A n sa n g fü r Anfang seiner Regierung wäre ein so ungewöhnlicher Ausdruck u. s. w. wenn der Vertheidiger dieser Uebersetzung auf den Grundsatz von zslsvzq uinö dgxr}■ öcingt, so übersieht er, daß er daun — bis auf Artax. Geburt würde übersetzen müssen." Ich schließe mich dieser Bemerkung an. Zu Anm 33. Dagegen könnte man für Havercamp's Meinung anführen, daß Iosefus (Anr. VII1, 15, 5) für &y\sf 1 Reg. 22, 24 den Namen '^.uce^os hat. Dies soll, wie schon Jeiriand beiHuvcre. angiebt NaipoLv e2Reg.5) sein; auch der Midrasch hat es so: jqj/j rjl , ttf'N') (Raschi); mau könnte dxiher vermnthen, daß Jos« auch die weitere Geschichte dieses Raaman erzählt haben wird. *) Der Titel der bekr. Schrift ist bei Eichh. angegeben: (O ed er's) freie Untersuchung über einige Bücher des A. T. — mit Zusätzen und Anmerkungen herausgegeben von Vogel (Halle, 1771, Ü.) S. 250.

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