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Der Orient · 1849-11-10 · 45 (10.11.1849) · p. Spalte 709-710

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Journal
Der Orient
Volume
1849
Issue
45 (10.11.1849)
Date
1849-11-10
Page
Spalte 709-710 (sequence 3)
Language
German
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76S Studien. Der Bibelkanon des Fl. Josefus. Ham I b n ■ (S f r a, -M o s e b. Nach m a n. Seltener findet sich der Namen SaadjaP. Sch-er ira,^ Hüja @aonfl angeführt. Eben so selten M e n a ch e m und Don ll s 10 Mose Chiquitilla." (Fortsetzung folgt.) auch viele Gedichte des Salomo Ibn G'ebirol, einige derselben führt Mose den Esra itt seinem Buche an (Huntingson Nr. 599. Ure Nr, 499, aus welchem Buche wir an Munk Proben geschickt haben). Die andern 2 Quart bände enthalten Gedichte und Briefe von fp Stern Gelehrten. Wir werden spater diese Handschrift ausführlich besprechen. Für jetzt begnügen wir uns zwei geistreiche Epigramme von I ch u d a h a - L ew i herauszuheben. - nri’E'n hy rri’“' niNnna rnw 1-p2 m’DDDp , ’B'NT 'b]} 'irbi' : ’jn’B’n — nnj 'hin nid nu'yn noi (Ebendas. LH. i. Sektion ii. S. 10b.) Dnepon U’m nnb □’T“’ na'.s1 urram -ran rofitv muj p nt np’ dn : n’nionpb mjaw mix (Ebendas. S. 11 b). Hoffentlich wird der Leser mit uns übe rein stimmen, wenn wir diese zwei Gedichte für sehr geistreich halten, und würdig sind einen Platz in jeder Anthologie zu finden. Hr. Hi. Edelmann hat auch einen des Iehuda h a - L e w i, welcher.hier rr>n^O^ genannt (Ms. Th. 1. Sektion L S. 75), aus demselben (im Jewish Chronicle 1849. S. 375. 384) milgetheilt. So wie auch (ebendas. S. 351) ein Gedicht des Mose den Esra, cmfangend tt^ Vh ny^n "hy p-2tt. Es ist dies daffelbe Gedicht, wovon M aimü ni in seinen Briefen den Vers bringt: r.yob! p1? rbyo nvi nDbr tn ij/t rnau ritt ih 7trrch Josef Caspi in seinem rpD 'Hioy citirt diesen Vers S. Stern (der Herausgeber des Parchon) hat dasselbe Gedicht in einem Ms. in Parma ebenfalls gefunden und war so freundlich uns eine Kopie desselben zu übersenden, das Oxforder ist aber korrekter. Dieses Gedicht befindet sich ebendas. Sektion!. S. 9 b«. Nr. 25. Es ist an Vezier JJ jDnhmtt gerichtet. Wir werden später verschiedene Gedichte aus dieser Handschrift mittheilen. 7) Art. Es ist daselbst N. Adonim erwähnt. Das Ganze ist aus dem -u"V TlD^ des Ibn Esra entnommen. 8) Art. pvi 4 Din. Die Erklärung des Krmchi (Lexikon Art. p-p) ist wörtlich beinahe aus der Erklärung des Scherira Gaon entnommen, welche Jona ben Gannach in seinem Wörterbuch ebenfalls hebräisch ariführt. Es ist dieses die einzige Erklärung des Scherira, welche hebräisch angeführt angeführt ist. 9) Art. ritt prl. 10) Vergl. Note 7. 11) Art. -n.-,. 710 Ueher den Bibelkanon des Bl. Josefus. Erster Artikcs. (Fortsetzung.) Den Schluß des zehnten Buches der AlterLh. Kap.. 10 — N bilden Auszüge aus?. Daniel. Benutzt sind die historischen Kapitel 1—6/ sodann das prophetische Kap. 8., Von den bekannten apokryphischen Zusätzen zum Daniel findet sich bei Josefus nichts; dagegen erzählt er (Kap. 11. §. 7), daß Daniel eine ßagts (Thurm)" zu Ckbatana erbaut habe, welche „noch jetzt bestehe, Grabstätte der persisch-medischen und parthischen Könige sei und zum Aufseher allezeit einen jüdischen Priester habe." Es findet sich von dieser Angabe, meines Wissens, weder bei jüdischen noch christlichen Scribenten eine Spur, woher Josefus sie geschöpft ist nicht anzugeben; wir würden sie also als eine weitere Bereicherung der apokryphischen Zusätze zu. der Geschichte Daniels zu betrachten haben. Die Zuversichtlichkeit, mit der Josefus sein „bis jetzt" vorbringt, scheint indessen wenigstens das Vorhandensein eines solchen Gebäudes glaubhaft zu machen, und in der Zurückführung der Erbauung desselben auf Daniel werden wir wohl eine, dem Josefus bekannt gewordene Tradition oder Legende der babylom'schpersischen Juden vermuthen dürfen.^ Darum eben ist es auch nicht nothig, bei dieser Angabe einen irgendwie dem B. Daniel schriftlich angefügten Ansatz zu vermuthen; Josefus schiebt vielmehr diese Sage in die biblische Geschichte Daniels ebenso ein, wie die Reihenfolge der babylonischen Könige zwischen Nebukadnezar und Belsazar, welche er dem Berosus entnommen hat. Die sonstigen Abweichungen in der Erzählung sind nicht bedeutend und werden zum Theil später besprochen werden.03 61) Es ist das Wort rjys, welches Dan. 8, 2 (von Susa) und Esra 6, 2 (von Ekbatana) auch von den griiechischen Uebers. durch ßdgus gegeben ist. 62) Daß dieses Gebäude als Konigsgrust diente und daß, vielleicht gerade zu Josefus' Zeit, ein jüdischer Priester Aufsel.er war, dessen Vater vielleicht auch schon dies Amt versehen, wird Niemand unglaublich finden. — Das Wort ßttQig, welches sonst tu dieser Bedeutung selten ist, scheint darauf hinzudeuten, daß Jos. oder schon die Sage, das.' Gebäude mit dem Esra 6, 2 (im apokryph. Esra, den Jos. benutzt — 6, 23) erwähnten identisicirt haben. 63) Hier bemerke ich beiläufig: a) Kap. 10. §. 2 giebt Jos. das O'-OW 'lt£0 (Dan. 1, U ,.im zweiten Jahre nach der Eroberung Egyptens, eine cigenthümliche, wenn auch nicht haltbare Auffassung der schwierigen Stelle (Ibn Esr. hat ungefähr daffelbe). b) Die Wegführung Daniels scheint er, unbekümmert um die.vielangefochtene Stelle Dan. 1, 1 mit der Hauptwegführung der Juden unter Zedekia zusammenzuwerfen. 45

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