Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1849
- Issue
- 43 (27.10.1849)
- Date
- 1849-10-27
- Page
- Spalte 685-686 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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685 Studien. Literarische Miscellen. 686 mmg, wo jeder Buchstabe genannt wurde. Dieses Wörterbuch war hebräisch abgesaßü B) ‘rasn, EErnug von 70 Hapaxlegomena, durch Vergleichnng mit den analogen Wörtern aus Mischlin, Talmud und Targum. Diese le.rikalisch>c Abhandlung, deren erklärten! Hapaxlegomena in nuferen. Handschriften und Ausgaben bis ans 91. angewachfen, gehörte m eine polemische Schrift gegen die Karner. HI.. Z rl r h e b r a i sch e n R h e t o r i k (nmL . “0D). A) (EHpn inc6) mna "DO. über Wortbildlingen, Styl, grammatische Anomalien, über den Gcbraruch des Hebraiönms für den rhetorischen Styl, mit Beispielen ans seinen Pijjuüm. IV. Sehriisten für und gegen Scfadjn. A) DNnzft p tuifc'm nm^n, Kritiken über die sprachlichen Schriften Saadja's von Dunäs Jbn Librstt. Ms. bei Luzzaüo. B) in’1 r\BW von Abr. Jbn C'srn, zur Vertheidigung Scffndjn's gegeli die Angriffe des Duwüs. Gehen wir nun in unserer Anzeige von Luzzatto's Bet Ha-Ozar weiter. Nächst dem Fragmente aus dem synonymischen Werke nvw ’poy laßt Hr. L. einen trefflichen Aufsatz folgen, der überschrieben ist pDD p DmD prisr p wom. Nieu ach e ur b. Ja kot bn-Sesa rd i, mit dein Familiennamen I b n Sa nl k, * ist als Dichter wie als Grammatiker, namentlich als letzterer, in der ersten Entwickelung der jüdisch-spanischen Kultur, von Bedeutung , und wenn wir seinen Einfluß auf die Juden Frankreichs (Raschi, Kara ul A.) und Deutschlands berücksichtigen, das Licht, welches durch ihn Mlf Chasdai und Dnnüs Mt, im Auge behaltcu, so verdient er um so eher eine ausführliche Erörterung. (Fortsetzung folgt.) Literarische Miöeelle«. XVII. ®rflarmrgsversuche des Mosaismrrs. Die erste Erscheinung des israelitischen Geistes, die sich auch literarisch manifestiere, war die israelitische Religion. Die israelitische Neligionsgicschichte ist das Alfa, und vielleicht auch das Omega, in der isr. Literaturgeschichte, da die. ersten liter. WolksdenLmale ihr angehören. Das erste also, was wir zu betrachten haben, ist die israel. Religion als Mosais- ■) Aus dem Gedichte des Dunäs gegen Menachem ist es kilar, daß di.eser Familienname j7HC> zu lesen ist und die Schreibung Seruk oder Serok ist (mit oufzugeben» mus, und lei Betrachtung derselben stellt sich die erste Frage heraus, wie ist jener Mosaismus entstanden, wie konnte er in so wunderbarer Weise mitten unter Völkern, die noch in rohem Naturdienst versunken waren, erstehen, der doch das Geheimniß eines heiligen Gottes offenbart. : Den Riß von der Naturreligion des Orients bis zu dem hohen Geheimniß des Geistes zu heilen, die Kluft zwischen Naturdienst und Mosaismus auszusüllen ist die Vorstudie zum Versta'ndnrß des Mosaismus, die man Genesis des Judentums nennen kann. Die Versuche, die Genesis des Judenlhums zu finden, sind in mannigfacher Art geschehen: 1. Der Mosaismus hat sich erst allmalig im Kampfe mit dem fast noch altern Naturdienste entwickelt. Seit Mose kam in den ursprünglichen Naturdienst ein ideelles Element, und dieses begann dann seinen Kamps mit demselben, so daß sich allmälig aus dem Naturdienst eine neue Erscheinung ausschied (Vatke). Allein das Wesen des idealen Elements, selbst in seiner Unabgelöstheit vom Naturdienst ist nicht erklärt, denn in. dem idellen Elemente müßte doch im Keime schon das Prinzip des Mosaismus liegen, und die Entstehung desselben innerhalb des Naturdienstes ist unbegreiflich. 2. Der Mosaismus war ursprünglich nichts als Polytheismus und erst in der nachmos. Zeit bis zum Exil herab hat sich di-eser Polytheismus allmälig zar geistigen Höhe erhoben (v. Bohlen). Allein bei dieser Erscheinung bleibt unerklärt die Genesis des Iudenthums, da wir nicht begreifen, wie es dem polyt. Mosaismus gerade gelungen ist, aus der Tiefe dieser polyth. Anschauung sich zur Höhe der geistigen Gottesanschauung herauszuarbeiten. Außerdem begreife man nicht, wie der biblische Bericht dem Mose eine solche Stellung einraumen konnte. — 3. Die göttliche Offenbarung ist die Erklärung der sonst unbegreiflichen Genesis des Iudenthums (Hengstenberg). Allein selbst die Offenbarung schließt sich nur an eine bestehende Entwickelungsstufe, und diese ist dann nicht erklärlich. * * XVIII Die Sofrim. Rabbi Meir war Schreiber (-0,D oder er hatte seinen eigenen Kodex geschrieben, es hieß daher rrnm “TNQ 'l btt/ und als er einst zu R. Jsmael kam ('Erubin 13 a) sagte er zu ihm: “jrDNtaiy ■jrONbo:) THT iin \n ■D'Dttf rDN^D. Das Schreiberhandwerk wurde also nicht nur als Handwerk (rpNfe), sondern auch noch als ein DIDttf angesehen. — Dergleichen waren außer dem Tannai Mer'r und dem Tannai Nachum, der den Beinamen ^b^b erhalten (Pea e. 2. 6), noch andere. Man rühmte es (Baba Batra 14 a), daß R. Huna 70 Pentateuche geschrieben, und R. Ame 400 dergleichen, und dieser Ruhm zeigt noch deutlich, wie man die Verbreitung der mmnDD suchte. — Es heißt sogar (Menachot 30a), wer ein n'ü schreibt, so rechnet man