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Der Orient · 1849-10-27 · 43 (27.10.1849) · p. Spalte 687-688

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Journal
Der Orient
Volume
1849
Issue
43 (27.10.1849)
Date
1849-10-27
Page
Spalte 687-688 (sequence 8)
Language
German
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687 Ankündigungen. 688 es ihm zum Verdienst, als hätte er das Gesetz auf Sinai empfangen. — Der Amora Resch - Lakisch hatte einen Schüler, der QNON hieß (Baba Mez. Ende). Ja der NameSofer stand so in Ehren, daß man sogar die Propheten mit diesem Namen belegte (Kk'vduschin 30 a)« Auch die Korrektur (nn.n) galt für eben so verdienstlich, ja wer einen Buchstaben korrigirt (riNN m« CN1) wurde als gleich verdienstlich angesehen (Menachot 30 a). Es war aber nicht blos die äußere Kunst des Schreibens oder das Verdienst der Verbreitung des Gesetzes, durch Abschreiben, daß man schätzte, sondern .die damit verbunden gewesene Niederschreibung der überlieferten Halachot m^DlpQri), die bei den betreffenden Stellen der Schrift angemerkt wurden, so daß die Svferim die eigentlichen Wahrer und Erhalter des mündlichen Gesetzes waren. Die überlieferten Halacha's hießen daher onpiD nm (Erub. 21 b), die Soferim galten als diejenigen:, welche die Halacha's oder die Tradition erneuert, was schien seit Moses da war (Megilla 19 b. Enr^D-Tny Dnsionttf no n^n rg"pn) und E sr a soll (j. Schekalim c* 5 Ans.) nur deshalb Sofer geheißen haben, w<cil er auch die Tradition niedergeschrieben (v-Q-D "nQlDHM ID n"lD “1S1D iTW QL7D "0<D ^nHD D'DDH). — Aphorismen. 25) 1 Kön. 22, 34 kommentirt Raschi: -f?D nw ym Nt> , lünb , pyj m , (vergl. auch Raschi zu 2 Kön. 5, 1). Naaman war Feldherr des Königs von Aram, welcher seinen Streitern dm Befehl gab auf keinen andern im israelitischen Heere als auf Achab, den König von Israel zu Zielen. Diese Ansicht ist die des Midrasch niD ini^, angeführt tut Midrasch Jalkut Simeoni (z. n. S.). Ast es jedenfalls natürlich, daß der Schütze aus dem feindlichen Heere war, so fragt es sich, wie dieser gegen jenen Beseht zielen konnte, wenn er nicht ganz gewiß war, daß es der König sei? Die LXX übersetzen daher 1M^> durch ev><tto%€og) Hieronymus durch in incertuin., die erstece Uebersetznng dürfte sich hier als Ausnahme rechtfertigen lassen. Ganz, entgegengesetzt kommentirt Raschi zu 2 Ehr. 18, 33: Din ninDD nwb pora t&nN WJJ1D. Man sehe hier, wie Raschi selbst diese Ansicht begründet. Wir wollen nur noch bemerken, daß sür das daselbst v orkommcnde nso (?) m einigen Ausgaben 'U steht. — 26) Hr. Braun führt (oben col. 63) für die dialektische Verwandschaft des n und y eine Stelle ans dem Midrasch an. Im Arnch. von Landau (der ebenfalls jenen Midrasch unter Dy 4 anfnhrt) findet sich unter Drc noch ein Beispiel. Das Targum übersetzt nnmn ipTD L7N et’n durch rp m n D &niJ NiM -)ir D”D, in spätem Ausgaben findet sich n ’ D ry d. 27) Der Leser der Maassim wird sich erinnern, wie in einem Aussätze der Uebersetznng der sogenannten Melamdim gedacht wird. Sie übersetzten z. B. l&yy M rnDDH n« „Escaw hat mewase gewesen die bechora“ tu dergl. m. Schon der ernste Gelehrte R. Elias Lewita sagt (im Tifchbi 8. y. nno): iy-p DHO^orjunpn jhc6d inw rm* udw pata npno \wh Nb) ip'o nDN) tjdkw p^*b Nint# oas/ri tyra^nm jpns pro rfrob b'i yvN pi , D'UDPNn jro rpnn lyun ]iub wm hdwn 'pefc Niro nrroini PDPL7 DhoiNtp nw*. — Dr. L. Lewysohn. Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden Anzeigen aller Arr, besonders in so wen sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen t\ Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder derev Raum ausgenommen [96] S3#i C. L. Fritzsche in Leipzig ist zu haben: N! Hiob. Praktische Philosphie oderklare Darstellung der im Buch Hiob obwaltenden Ideen; nebst wortgetreuer, rhythmisch gegliederter Uebersetznng und fortlaufendem Kommentar. Allgemein faßlich bearbeitet von Dr. Moritz Löwenthal. Dieses Buch enthält, neben der von namhaften Gelehr-' teu gerühmten Uebersetzung, einen sehr korrekten hebräischen Text, und dürfte demnach auch jedem christlichen Theologen zu empfehlen sein. Der Preis für ein brofchirtes Exemplar ist. 1 Thlr. 16 Ngr. oder 2 fl. 42 X. auf Druckp. und 2 Thlr. oder 3 fl. 30 X. auf feinem Maschinenpapier. V'r njüinb i?rpn ddnd. Abhandlung über die Einheit. Auö dem Arabischen des R. N!oses den Maimorr hebräisch von N. Isaak den Zum ersten Ncalcherausgegeben, nebst fachlichen und sprachlichen Erläuterungen und einer deutschen Inhaltsübersicht von Nt. Stern^thneir drev. Nebst einem Sendschreiben an den Herausgeber von Sr. Ehrw. Hr». Rabb. S. L. Napaport. Brosch. Pr. 10 Ngr. Den Freunden der mittelalterlichen Philosophie, den Verehrern des großen Maimuni übergeben wir eine dis jetzt unbekannt gewesene Schrift des Cordovaischen Aristoteles mit interessanten Erläuterungen versehen. Verlag von C. L. Fr LH sch e. Redakteur: Dr. Jul. Fürst. Druck von I. H. Nagel.

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