Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1849
- Issue
- 42 (20.10.1849)
- Date
- 1849-10-20
- Page
- Spalte 659-660 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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659 Studien. Der Bibelkanon des Fl. Josefus. 666 by Ei, man bo by i?an )Hu («nra mnoD njy -aroi nsD b ano i’nnaD ’D by) , vvy an ba nm □"p1? msto o , ny pvba crnan p by ', man /oi mn Als die wichtigsten und bekanntesten Quellen füreine biographische Skizze Isaak Israeli's sind jedoch Jbn Abu Oseibia's (st. 1269 n. Ehr.) klassisches und allbekanntes Werk der Lebensbeschreibungen der arabischen Aerzte und sein Zeitgenosse Abd-el-Latif in seiner Geschichte Egyptens (Relation de 1*ßgypte pan* Abd Allal.it', trad. par 8. de S.acy p. 43)/ welche Quellen Ferd. Wüstenfeld in seiner Geschichte der arabischen Aerzte und Naturforscher (Nr. 101) und Eilj. Carmoly in l-listoire des medeeins juifs anciens et modernes (§. 21) wesentlich und im Zusammenhänge mitgetheilt haben. Die Skizze bei Wüstenseld (l. c.) tautut: /,Abu Iacub Jshac Ben Soleima n et-Israeli, ein durch seine Gelehrsamkeit und seinen Scharfblick ausgezeichneter jüdischer Arzt aus Egypten, wo er zuerst besonders als Augenarzt prakticirte, wanderte dann nach Mauritannien aus. Er erzählt selbst: „Ich traf den aglabitischen Fürsten Zijadetallah mit dem Heere bei el- Arifch (Larissa), welcher, als er meine Ankunft erfuhr, mir 500 Dinare schickte und mich zu sich eiuladen ließ. Ich fand in seiner Gesellschaft wenig Ernst, sondern meist Scherz und Lachen und Jbn Hob ei sch, mit dem Beinamen el-Junani (der Grieche), fing mit mir eine Unterredung an und fragte mich, ob das Salzige süß sei? Als ich dies bejahte, fuhr er fort: und du meinst doch auch, daß das Süße salzig sei? ich sagte ja! und er machte den Schluß: also ist das Süße salzig und das Salzige, süß. Da erwiderte ich: das Süße ist süß mit Lieblichkeit und Annehmlichkeit und das Salzige ist süß mit Strenge. Er setzte nun die Unterredung fort und wollte mich .zu Trugschlüssen verleiten; als ich dies merkte, sprach ich zu ihm: du sagst doch, daß du ein lebendes Wesen seist? er antwortete: ja! ich fuhr sort: und der Hund ist auch ein lebendes Wesen? er bejahte dies und ich schloß: also bist du der Hund und der Hund du? Da lachde Zijadetallah laut auf und ich merkte, daß er an Scherz mehr Gefallen habe, als am wissenschaftlichen Ernste. Zu el-Keiruwan, wo sich Jshac nun niederließ, genoß er noch den Unterricht des Jshac Jbn Am ran und nachdem Abu MuhammedObeidallah el-Mahdi im Jahre 296 (908) die Herrschaft der Aglabiten gestürzt und sich der Regierung von Afrika bemächtigt hatte, trat Ishak als Arzt in seine Dienste; er wurde über 100 Jahre alt und starb ums Jahr 320 (932). Er hatte weder Frau, noch Kinder, und als ihm Jemand sagte, daß es besser für ihn sein würde, wenn er Kinder phm der arabischen Aerzte Jbn Abu Oseibia, wie auch nach Abd-el-Latif wäre das Jahr richtiger 320 d. H. .anzugeben. 3) Diese Angabe ist gewiß unrichtig, da nach der Hidschra nur ^nn nach der Zerstörung des Tempels macht. Wahrscheinlich ist hier die Handschrift nicht korrekt. hätte, erwiederte er: wenn mir nur das Buch von den Fiebern bleibt, so ist es nicht nöthig, daß mein Andenken durch Nachkommen erhalten werde. Auch soll er gesagt haben: ich habe vier Bücher geschrieben, durch welche mein Andenken besser, als durch Nachkommen wird erhalten werden; er nannte dabei die vier Werke: von den Nahrungsmitteln; von dem Harne; von den Elementen." Dasselbe erzählt Carmoly nach, ohne irgend etwas Erhebliches zuzusetzen. (Fortsetzung folgt.) Ueber den Bibelkanon des Fl. Josefus. Erster Artikel. (Fortsetzung.) 1. I o sua. Dieses Buch ist ausführlich excerpirt in Ant. V, l.29 Es ist alles Historische wiedergegeben, nur die rh'ü (Jos. 5, 2 ss.) ist ausgelassen, höchst wahrscheinlich HD HD pnns Irr6 (d. h. heidnischen Angreifern, denn für Juden sind die Alterthümer nicht geschrieben) sowie die Specialiräten über die Eintheilung des Landes und die Geschichte Kaleb's (Jos. 14, 6—15; 16, 13—20). Irgend bemerkenswerte Veränderungen finden sich nicht, auch keine Spur von Benutzung der LXX, vielmehr im Gegentheil Beweise, daß Josefus dem Hebräischen sich anschließt. 29) Eichhorn legt nach seiner Beweistheorie besonderes Gewicht auf §. J7 wo es heißt: die Verlängerung des Tages drjlovz&i Slcc zay avansLfievcov iv hgm ygafifiazcov. Er bezieht dies aus das Buch Josua selbst und läßt diese Stelle eine bedeutende Rolle in seiner Einleitung spielen, weil er durch sie das Vorhandensein einer Tempelbibliothek beweisen will (siehe best Einl. §. 3—6; de Wette §. 14 Anm.). Es ist die einzige Stelle des Josefus, welche dafür sprechen würde, denn die übrigen, welche man dafür anzuführen pflegt (sie stehen bei de Wette a. a. O.), haben, .wenn ihnen dieser Rückhalt entzogen wird, nicht das mindeste Gewicht. Nun ist es aber mindestens zweifelhaft, ob Josefus hier das Buch Josua auch nur im Sinne habe. Er pflegt nämlich überall wo er wunderbare Ereignisse erzählt, eine Berufung auf „heilige" „alte" und dergl. Bücher beizufügen. (Siehe z. B. bei dem Durchzug durch das röche Meer Ant. 11, 16, 5; bei Elias IX, 2, 2; Elisa ib. 4, 1; Jona 10, 2; Daniel X, 10, 4 u. öfter.) Nun findet er hier das -)DD angeführt (Jos. 10, 13) und will sich wahrscheinlich auf diese alte Quelle berufen. Da er nun nicht sagen mag „steht in einem alten jetzt verlorenen Buche" so gebraucht er die Phrase: „ein im Tempel aufbewahrtes Buch", die sonst, wo er wirklich vorhandene Bücher im Sinne .hat, nirgends vorkommt. Er hat dabei nichts zu risquiren, denn em Uqov existirte nicht mehr. D>er Kenner weiß auch, daß Jos. gerade bei solchen Gelegenheiten, den Heiden gegenüber den Mund gern voll nimmt. — Auch Masius bezieht, wie bei Haverc. angegeben, obige Stelle auf das 'D.