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Der Orient · 1849-09-22 · 38 (22.9.1849) · p. Spalte 597-598

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Journal
Der Orient
Volume
1849
Issue
38 (22.9.1849)
Date
1849-09-22
Page
Spalte 597-598 (sequence 3)
Language
German
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597 Studien. Literarische Ztnalekten. 598 mei nen Forschungen über Hille! hrrvorzutreteni; Und da ich ohne dies an den Hrn» Red. d. Bt. noch eine alte literarische Schuld abzutragen harre (von der mich — trotz dem, daß .sie eine nD by rvte war — auch das Schemitta- Jahr nicht befreien konnte, weil mein Kreditor von der Hillel'schen. Institution bezüglich des bmnD Gebrauch gemacht): so stand ich nicht an, die von Hillel handelnde Partie einstweilen' dem größer» Rahmen zu entnahmen und hier mitzutheilen. Wohl wußte ich, daß der Zweig — vom Stamme getrennt — notwendig an Lebensfrische verlieren muß; doch mich ermuthigte die Zuversicht, daß der sachkundige und billig denkende Leser nicht außer Acht Sassen wird,' baf — meinen einleitende Worten gemäß — bne Berichtigung der B.'scheu Behauptungen hier die Hauprsache, das darüber Hinausgehende aber mehr eine Anregung und Vorbereitung für das. größere Ganze fein soll. — Prag, im August 1849. Dr. I. Kämpf. Literarische Analerten I Erwiderung. In Nr. 24 d. Bl. findet sich eine Polemik des Hrn. I. S-l gegen mich, die von tieferer Auffassung des Gegenstandes und umseitiger Gründlichkeit des Verfassers zeugt; nichts dcstoweniger sehe ich mich gmöthigt. alle seine daselbst aufgestellten Behauptungen zurückzuweisen. - Ich werde die Hauptmvmeute aus gedachter Polemik hervorhcben und sie, wenn auch nicht derNeihe nach, einzeln näher betrachten. Hr. S. stellt folgende Behauptungen auf: 1) die Talmudstelle in Joma handle „mehr" von Beleidigungen gegen den Menschen, bei welchen, wenn Tan vorangeht, keines ‘TD’OH m' nöthig sei; 2) Gott kann Sunden gegen Menschen nicht sühnen , weit solche außer seinem Bereiche liegen, nicht aber weil sie wichtiger als Sünden gegen Gott sind; 3) das nvm kam nur wegen des falschen Eides , wobei es auf den Grad der damit verbundenen Sünde gar nicht ankommt; 4) nNün ist schon aus dem Grunde wichtiger als oi^n, weil sie nur auf rro ruUitf, nicht aber auf TTD kommen, während auch für Letzteres genügt; 5) mag man beachten, daß über am, mit Ausnahme tim nonn nnDfc^ nirgends der bei riNDn stereotype Ausdruck N^n JftNDn by vorkommt und schließlich giebt Hr. S. einen sprachlichen Unterschied zwischen NllD.und Msr. — Ich beginne mit Behaupt. 4. Hr. S. will aus dem-Umstand, daß DSDtl nur auf JUw bei rro O SW 1 tob gebracht wird., schließen, daß die diesem Dpfer zu Grunde liegende Sünde großer als die bei WN sei; lesen wir nun folgende Stelle. Sebachim 39 a heißt es: ' rftiyn ■ D'lb OT)p HNmn DT new \jdd cmb nonp nNön ' rano n w \pd tidnt nunp r-b pj, hierzu Ra sch i: , nanD NW Tan inan runns by tddd. Es muß beim ersten Anblick dieser Stelle die Frage sich aufdrängen, weßhalb gegen dbw nicht ebenso wie gegen T)b)y jene erstere Naürr von nNDn hervor gehoben wird? Man könnte hiergegen vielleicht die Tosafot ibid. .12 b, 8. init. nwn naD HD anführen, allein dies findet bereits in den Tosafot ibid, 10 b, s. init. nanb rjD seine Erledigung; -einfach und richtig hingegen ist die Beantwortung, daß der Prioritatsgrund von nNün, nämlich der Umstand wegen rra mW durch die hervorstechende Eigenschaft des Qm, nämlich map b W'0 paralysirt wird (vergt. ibid. fol. 89 b und dazn Raschi), so daß der Talmud für die Priorität des riNün keinen andern Grund als miDT Tan anzugcben weiß. * — Hiermit ist also Behaupt. 4 erledigt. — Ich komme zur Behaupt. 2. Hr. S. meint, die Sünden gegen Menschen seien zwar geringer, doch liegen sie außer dem Bereich Gottes; demnach wäre man daraus zu schließen berechtigt, daß die Strafe für sie auch geringer sein müßte als die Strafe für Sünden gegen Gott. Hiergegen bemerke ich: Wir sehen, daß bei DttfN die Strafe viel größer ist als bei nNün : pp , ttfcnn , pTp werden in Folge der Sünde bei um entrichtet; vor allem aber vergt. man folgcn.de Stelle. Baba Batra 8.8 b. heißt es: ' ' * ' mny hw tot httd bw jtwiy nsKp "WEPN DDHT? UT9T1JJ HD *6xi ITOO DUD mwrD TV2>N vb NDH1 mncm, Hierzu Raschbam: irnnni rro nd^n .mnjm pn NN'OT KTDmy no $6ni * * ' mwn rbym rrnp nznwra m/3'N? rro xyb bm inn'D n^D düdj lpbty nmns o^n b pnoxi HlTO ii. f. w. Wir sehen aus dieser Stelle, daß Sünden, welche rro zur Folge haben, dennoch eine geringere Strafe nach sich ziehen als Sünden gegen Atel,sehen, indem hier, wenn cs DOT.T bu ist, feine rpVOT möglich ist; wahrend also bei der verpönten Strafe der E.rekrativn oder n'p^Q als Surrogat dienen können, kann die Sünde bei durch kein anderes Mittel als durch Rückerstattung des Raubes gesühnt werden; ist dies nicht, oder kann dies in gewissen Fällen nicht geschehen, dann ist bei der Sünde des die Strafe auch größer. Das größere Strafmaaß kann aber nur dadurch erklärt werden, weil auch die Sünde größer ist, und das ist sie aus dem einfachen Grunde, weil sie permanent ist, man vergl. die das. darauffolgende Stelle: ') D.ie Behandlung des Gegenstandes mag mich entschuldigen, wenn ich eine etwas fern liegende Frage berühre. — Warum ibentificircn die Tosafot zu Joma fol. 36 a. s. init. nwy by u. f. 1V. die.mrra mit nwy row ür Beziehung auf ba \q in unserer Mischna geradezu ein Gegensatz ausgesprochen wird? —- 38

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