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Der Orient · 1849-09-22 · 38 (22.9.1849) · p. Spalte 595-596

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Journal
Der Orient
Volume
1849
Issue
38 (22.9.1849)
Date
1849-09-22
Page
Spalte 595-596 (sequence 2)
Language
German
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595 596 Studien. Hillel der Aeltere. Ein andermal würbe dem himmlische Geduld besitzenden H i llel sogar der Titel entgegen geschleudert. Uebrigens wird ausdrücklich gemeldetdaß er der vulgären Sprache sich befleißigt und ihr vor Gericht gleiche Geltung mit der höhern Schriftsprache zueckannt habe.23 Auch hat er mehre seiner Sentenzen Ln der vulgären Sprache: rriedergelegtz so die Abot 1, 13 mitgetheilter * rTOI^ 133 Wer steigert seines Ruhmes Glanz, 85 4 PTOtfi/ Verliert ihn ganz; ' 4 FpDitt Wer seine Kenntiu'ß nicht vermehrt, 26 * Fpb* Vermindert ihren Werth. 4 Wer gar kein Wissen will erwerben, 4 D*n Verdient zu sterben; — frtirQ Und wer die Krön' zum Werkzeug macht, : Wird durch sie umgebracht. — Conf. Ab. 4, 7.2' — Eben so der an einen auf dem Wasser schwimmenden Schädel gerichtete Spruch: 4 Weil einen Andern du ertränkt, 4 Ward dieses über dich verhängt; 4 Doch auch wer dich versenkt, 28*. pSlb^ Dem wird es nicht geschenkt! — " ' Sukka 53 a 5 conf. Ab. 2, 7. Hillel erreichte ein sehr hohes Alter, so daß man ihn — wie seinen Amtsgenossen Schammai — „den ALten^ (^) nannte; er starb in einem Alter von 120 Jahren, nachdem er die Nasi-Würde 40 Jahre (von 30 ante 22) A. d. R. N. 12. — 23) So ist das ibm nachgerühmte D>’*win ütnn HT1 (Mez. 104 a) — zu verstehen. Seinem Beispiele folgten mehre der hervorragendsten Mischna-Lehrer: R. Jehuda, R.Moir. R. Jose, R. Josua den Korcha — ib. — 24) Vergl. A, d. R. N. 1.2: ^33 N1H Dnm »njttlNV — 25) Auch diese Sentenz hat in Mt. 23, 12 ein Echo gesundem — 26) Conf. Mr. 13, 12. — 27) R. Aadok, der diese Hillol'sche Sentenz citirte, blühte um das Jahr 30 post (pyaii* mrp pm *3Tl D^GtMV 31m1? ' Nnoym r-3^ — Gittin 56 a), also 20 Jahr Jahre nach Hillel's Tod. — Unter Krone ist offenbar die Wissenschaft zu verstehen. — 28) In sofern diese Sentenz mit dcm Ausspruch — ^11« N2 nnill men — (Soia 8 b) Eins und dasselbe sagt, kann hier noch aus Mt. 7, 1 und 2 hingewkesen werden. Vgl. Sipser's Untersuchung über die Originalität der im Talmud und Midrasch vorkommenden Parabeln und, Sentenzen. Mit Bezug auf die Parabeln und Sentenzen im n. T. — LB. I. 1847. S. 768. — In Betracht, daß die rm Text mitgetheilte Sentenz, nach Sukka 53 a, unbezweifelt dem Hillel ha-Saken an gehört, zeigt ihr Platz in den Pirke Abot unwiderlegbar, daß der Sammler der Sprüche auch dm im zweiten Abschnitt genannten Hillel für Hillel ha-Saken hält. — bis 10 post:) bekleidet hatte.^ Die Trauer um ihn war allgemein; es hat sich von der über ihn gehaltenen Leichenrede ein Fragment erhalten, welches lauret: „Wehe! d ach!n ist der Fromme! dahin der Sanftmühige! d er Schüler Esra's."^ Die Schülstreitigkeiten, die nach seinem Tode ausbrachen, und die — wie durch den trüber und trüber sich gestaltenden politischen Horizont bedingt, so wieder auf denselben zurückwirkten, — liegen außerhalb der Tendenz dieser Abhandlung. In unserm großern Werke wird auch ihnen ihr Recht wer-, den; hier aber eilen wir zum Schlüsse, und erlauben uns nur noch einige Worte über das Sachoerhältniß des gegenwärtigen Aussatzes. Dieser bildet ein organisches Glied in der Reihe der vor einigen Jahren von mir hier öffentlich gehaltenen historisch-kritischen Vorträge 31 über die in den Pirke 'Abot genannten Misch na-L eh rer. Diese Vorträge würden bereits durch den Druck veröffentlicht worden sein, wenn nicht die Ereignisse des letzt verwichenen Jahres dergleichen Unternehmungen schwer zu übersteigende Hindernisse entgegen gesetzt. Unterdessen brachte das LB. den B.'schen Aufsatz, was mir gewissermaßen die moralische Pflicht' auflegte, mit 29) 'tjfocyi. * iW tpymN fl ton nty Ipf.1 'ibn rusp D’jjmN bx-)E>' — rw ono) ru& oyDix D'^jn — Jalkur (nach ©ifei) Deut. 34; conf. Midr. Rabva, Gen. 100. Siehe auch „Kultur- und Literaturgeschichte der Juden in Assen". Aus den Quellen bearbeitet von Jul. Fürst. Th. 1. S. 11, wo unserm Hillel ein Artikel gewidmet ist. Wir benutzen diese Gelegenheit, die Freunde der -jüdischen Literatur auf diese verdienstvolle Arbeit aufmerksam zu machen. . Wer sich einmal in die Nothwendigkert versetzt gesehen, sich durch das Heilpern'sche Labyrinth — „S e der ha -Dorot" genannt, — zu winden, der wird es dem. Verfasser Dank wissen, daß er sich der mühsamen Arbeit des Ordnens, Sichtens und Lichtens unterzogen. Es kommt hier vor der Hand nicht darauf an, einzelne Data mit Unfehlbarkeit festzustellen, sondern es bedarf vor Allem der Fahrbarmachung einer Hauptstraße, von welcher aus dann die Fußwege und Seitengänge leichter gefunden und benutzt werben könnten. So wert uns nun die in Rede stehende Arbeit vocliegt, berechtigt sie zu dieser Erwartung. Ein umfassendes Unheil muß freilich bis nach dem Erscheinen des Ganzen suspendirt werden. — 30) NU]; bv lTpto wy '.1 ' "!'ON vr — Sota 48 b. — Conf. Sanhedr. Il a. — 31) Siche Orient 4847. Nr. 38. — Berichtigungen. LB. Nr. 10. S. 151. ß. 21 ließ Gabinius; Nr. 15. S. 231. 2inm. 14. Z. 10 l. E7tzu$ Nr. 21. S. 323. Anm. 3. Z. 6 sind die Worte: „h: n g e r i ch t e t sein läßt" zu streichen; ibiid, S. 327. Anm. 16. Z. 16 l. „nämlich dem der Verwahrung ge gen Verj^ — idiä. S. 328. Anm. 18. Z. 4 l. „wir uns doch zu der" rc. — Nr. 27. S. 419. Z. 17. l. für den rc. — S. 420. Z. 10. l. daß rc. — S. 422. Z. 13 L durch 7 tbeil bar re — S. 423. Z. 71.25. Z. 8 l. 26. — S, 424, I. 3 sollte nach „spre ch e n" stehen n*

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