Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1849
- Issue
- 38 (22.9.1849)
- Date
- 1849-09-22
- Page
- Spalte 593-594 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Berichte, Studien und Kritiken für jüdische Geschichte und Literatur. M 38. Leipzig, den 22. September 1843. Inhalt. Studien. Biographien der Kalmudiste». Hillel der Reltere Von Dr. I. K. (Schluß.) — Literarische llnalekten. Erwiederung von Dr. Lewysohw. — Edujjot 1, 4.'5. 6. — Historische Notizen, die Luden in, Kurland betreffend. Von Wunderbar. (Forts.) — Literarische-Mescellen. Vorfragen über Pijjutirn. Von Dr. Fürst. — Ankündigungen. Biographie« -er Talmu-isterr. Hillel, der Aeltere. II. (Schluß.) (Wergl. LB. d. I. Nr. 10. 15. 21. 27. 34. 35. unb 37.) SeineSanftmuth, von der im Talmud fabelhaft klingende Weispiele erzählt werden, wußte er auch seinem Hause einzuflößen, und er war von besten stets gemessener Haltung so sehr überzeugt, daß ec, als er einst —- von einer Reise zurückkehrend — aus der Ferne einen Stadtlärm vernahm, zuversichtlich sagte: „ich kann sicher und gewiß sein, daß mein Haus dabei nicht betheiligt istst'^" — und er hatte sich nicht getauscht — Hier noch ein Jug von seiner Gattin, der hinlänglich beweist, wie sehr sie seiner würdig war. Einst war sie mit der Zubereitung eines Mahles für ewartete Gaste beschäftigt; während dessen kam ein Armer und sprach zu ihr: „Heute soll ich die Hochzeit meines Sohnes feiern, ach, und habe noch nichts zum Hochzeirsmahle!" — Ohne sich lange zu bedenken, gab sie ihm das für ihre Gaste Bestimmte, und schritt zu einer neuen Zubereitung. Die Gaste fanden sich ein/ doch die Tafel ließ länger als gebührlich auf sich warten. Hillel konnte nicht umhin, an seine Gattin die Frage zu richten: „woher, umn Kind, diese Verzögerung?" — Sie theilte ihm den Hergang der Sache mit, worauf er zu ihr sprach: „sei versichert.,- ich habe so etwas gleich vermutet; ich kenne dich, mein Kind, ich rveiß,^ daß alle deine Handlungen nur aus reinster Gottesfurcht entspringen!"^^.. 17) Bereich. 60 a* — 18) wb .na 03D td (iruwb bbn) rb.. idn ' * Sein Ansehen stieg aufs Höchste; man nannte ihn dm Wrederherstell er des Gesetzes,^ und hielt ihn würdig der Prophetie. Mit dieser unbegrenzten Liebe zum vätertichm Gesetze wußte er aber auch die Pflege und Ford erung der Wisse nschaften zu verbinden; ja, es wird ihm nachgerühmt, daß er kei n e Wissenschaft unbeachtet gelassen, daß er namentlich viele Sprach- und Naturkenntniß sich angeeignet hab-e.^ — Ueber seine körperliche Beschaffenheit findet sich nichts Näheres angegeben; doch ist aus einigen leisen Andeutungen zu schließen, daß sein Ae ußeres ihn leicht als Babylonier kenntlich gemacht. So wird erzählt, ein.närrischer Kauz sei einst die sonderbare Wette eingegangen,' den als so sanstmüthig gerühmten Hillel durch mehre Fragen in Har-- nisch zu jagen. Die erste Frage, die ec an ihn richtete, war: „warum sind die Köpfe der Babylonier t a u b e n f-8 r m t g21 (nt*'' — Es versteht sich von selbst, daß diese Frage nicht ohne Beziehung auf den Gefragten gethan wurde. — f'nn nb nott ■ Dwyörr.bD b?rö? -to ub hndh ' nor ^p1? 4> Din. p)D^-iniN viri vb mn p]w. ü'Dlü Dt#1? 'n'wy - * rwyt#“ D^DH — Derech er e z 6. — 19) iS?nrp rby 4 b»enflrü min nnnnwwd n^nnD 'di mon -^DDn 7?n r6y - nnunra min * mD'i üdd — ©uf. 20 ct;. uergl. noch ^27 jpTD bbn Wll HDD V™ — 'di dn ' nw mn * nom bp jn 4 hthd A. D. R. N. 37; diese Angabe laß sich geschichtlich begründen.— 20) i^cv c'DDn nm djj? n^sj> * bbn bp 'v6y '.noN (rv.jn-n) cpvi nn’ty ib’s« huiE^rrb i/D« * mo^ — ’uiniDroi nrn nnw ddeijji d'hjj nrpty nippD? Sostrim 16. 9. — 2!) M i't star k m a r k i r t e m H i n t e r t o p f, Sabb° 30 h. — 38