Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1849
- Issue
- 37 (8.9.1849)
- Date
- 1849-09-08
- Page
- Spalte 569-570 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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570 569 Skudien. Engelnamen. — Die Ebioniien und der Talmud. Ich will aber keinesweges damit gesagt haben, haß die Benennung des pons ftira bnnDD lein sollte, es wird blos von Gott diesmal so genannt in Bezug' auf jnülDö als nifcO D)pD, nicht aber ist das ausschließlich genannte QnHDD von Chagiga darunter zu verstehen, es. wird auch hier in imftrm Midrasch die im Talm. I. c. vorkommende Stelle DA D’HDDEn M O^pv nicht citirt. -- Es unterliegt auch keinem Zweifel, daß dieser Engel vorzugsweise in dem innern Gemach Gottes sitzt, indem Acher Chag. 15b auch blos den Mrtatron bei Gott erblickt hat, so auch die bekannte Stelle jnzD^D n? fn $>*■ üb?/ weil der göttliche Sitz in dem obersten- Himmel ist nach Chag. Ans. En Dorschim. Dieses alles bestärkt mich ' in meiner Ansicht, daß jnttDD von joiü'ü (vgl. die . Uebers. - des Jonat. Mischte 9, 17. NDD^) abstammt, mit dem □nftDD zusammenhängend unb-Q^SH IW zu benennen ist. — Um jedoch unsere Ansicht über pWO zu vervollständigen müssen wir auch des zweiten überschriebenen, wie-es scheint mitjenem korrespondirendcn Engels— heute in Kürze — Erwähnung thun: psbnJD. Dieser Engelname dürfte wirklich von dem Obgesagten eine Ausnahme machen, daß er nämlich griechischer Abstammung sei cavSodov (?). Bon diesem Engel erzählt der Talmud, Chagiga En dor. DdAdr lüty. Soll dies enva mit dem angeführten griechischen Worte in Verbindung stehen? und dieser Engel dem gegenüberstehend gedacht werden? — (Lassen wir vorläufig die recipine Leseart gelten, so würde der eine Engel 0\38ri TO und der «ndere "WlttD TO genannt werden müssen; wir machen aber schon'jetzt darauf aufmerksam, daß wir bei Beibehaltung unserer Leseart ha-Pemm, djeKorrespondirung dieser Engel in'ganz etwas Anderm, sicher weiter, zu finden glauben. —) Sollten ldiese Vermuthuagen Wahrheit enthalten, so wäre unter r^mon mriN =n"3pn nm nichts anderes zu verstehen..ats die Kräfte der Natur, vergl. More Nev. Th. l. Abschn. Ll. und 38 Art. , DOD, und hierzu id. Abschn. 28. Art. und hiermit wäre gleichsam als Umhüllung des in Werbindung zu bringen, tzügen ww noch hinzu eine Eigenschaft, die der TaLm- J. c. dem Sandalfon beilegt: wnw. "fsbü Ity'biS fi ins wn rwnn pb jtjd ncr^m p-jopDij; TO, so finden wir diesen Engel am geeignetesten, ihm das Prädikat cfojjrj TO Jeb. 16 b. Chul. 60 a beizulegm.'(Wir wollen nicht die, vielleicht zu vage Behauptung aufstellen, nämlich indem Verse des ctayr) TO, TP'rt be & pTUD wieder zu finden mitbekannter Verwechselung des und möglich outdb), daß der Talmud hier gemeint hat riet, »it oft D^=")5«). Da« Bcrhältniß der beiden in Rede stehenden Engel zu einander wäre diesem nach rhyß und nicht wie oben angederttet worden O1D nämlich IW pTOtOD . (nach Chag. En dor. ^Anf. der neunte höchst« Himmel) und 2^^ pD^UO ((Me’ niedere Welt). Legen wir dem talmudischen Ausdrucke lü)y &1TO Genauigkeit bei, so ist, wie dort aus dem ganzen Zusammenhang leicht zu ersehen, dem Sandalfon^. als rh)yn nicht geKattet, sich von der Erde zu erheben, gerade so, wie wiv vom Metatron als ^271—behauptet haben, daß er immer im QP5DQ bleiben muß, und nicht Hera bkommen darf. Wem jedoch diese Behauptung befremdend erscheinen sollte, geben wir blos zu bedenken den. talmudischen Ausspruch rfirp^ W' TW))) “DN daß ebensowenig ein Engel mit der Funktion des andern zu schaffen hat, da dies nicht sein Wesen ausmacht, so darf auch der Engel, dem das eine Gebiet zur. Verwaltung angewiesen ist, sich nich§ auf das Gebiet des andern begeben. Beiläufig bemerken wir, daß die Konjektur des gelehrten Luzzatto )DDDO durch [tETccfrQoms wiederzugeben (Ker. Chemed IV, 180) mit der Bemerkung „pttDO tsnsi» TOD-r M AN>r |!2 was von dem gekehrten Rapaport in einer Anmerkung das. gebilligt und gelobt wird, nach der von uns angeführten Talmudstelle, wo Sandalfon der MTOAPAsNdr ist, nicht zu billigen ist/denn das dürfte wohl niemand bezweifeln, daß n3DTO=NDI), ist diese Funktion, nämlich Hinter dem Throne Gottes zu stehen, blos dem pr^HJD zuzuschreiben. Wir müssen aber hiev noch auf etwas aufmerksam machen. Es muß doch wirklich auffallen, daß während alle andern Engelnamen auf ,ii oder ausgehen - (selten wie wie iD'O', gerade die, wie es scheint vorzüglichsten. Engel Metatron und Sandalfon hiervon eine Ausnahme machen und des göttlichen Namens entbehren. Wir wären Leicht geneigt hierin eine kleine Stütze für die, in diesen Blättern. Icharfsinnig dm-chgeführte Ansicht des Hrn. Ph. Ree zu finden, daß nämlich die Radix des Letrogramms ,TO sei, es möchten also die Endbuchstaben der ofterwahntea Engel p—p>r,' Macht, Allmacht, daraus hindeuten, und wurden sie wegen ihrer Vorzüglichkeit vorzugsweise mit der Radix des Tetragr. p benannt. (Die Namen piD. ppOD Ofan Schimini Az. sind nach Sanhedrin 44 b blos Beilmmen des Enget Gabriel, weil er dempi Gott die Gebete vorenthält u. s. w., unterpp'iii-< ^Q in selben Ofan .ist Gott selbst gemeint 'rrrHtt, wie dort der Zusammenhang zeigt). — Vielleicht auch diese Gottbenmnung unter Zu verstehen, vergl. auch Sanhedr. 38 b pnabb m 'n rby m DI^D TOWW, weil er nämlich die Wurzel des UW in seinem Namen tragt. — Rosenberg. Rabb. Dr. L e v il. . Die Ebioniterr und der Talmuds Es wurde bereits in diesem Blatte Jahrg. 1845 LB. Nr. 1 nachgewiesen, daß die Rabbinen mit. den Ebioniten öfters Kontroversen gehabt^ und daß unter piirdr und DALI '3 Sabbat f.! 16-die Ebioniten und Nazaräer gemeint sind. Wir lassen die letztere Hypothese auf sich beruhen, doch so viel ist gewiß, daß die Ebioniten, die dem Gesetze der