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Der Orient · 1849-09-08 · 37 (8.9.1849) · p. Spalte 567-568

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Journal
Der Orient
Volume
1849
Issue
37 (8.9.1849)
Date
1849-09-08
Page
Spalte 567-568 (sequence 4)
Language
German
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56t Gottesdienstes. Und doch hat der Vers. in der Einleitung dem T£n den Fehdehandschuh hingen? orfen! 8, 22. 23. pptj ist die Roth durch äußere feindliche EmflUe, die Gemüthsqual, die Verzweiflung. Finsterniß ist das gesteigerte Dunkel. In der ganzen Schilderung, in welchen die u. s. w. verkörpert auftceten, stehet nun der Vers. folgende erhabene Poesie. (rD.lfc$0 ri5P^D)t die niä und rOVH werden in dem Lande eine so reiche Ernte geh-alcen haben , daß die »-zp^ ermattet wird — woran? vom Nichtsthun? — und die n^N, als nutzlos, aus dem Lande gewiesen wird; — n"ßO wo bleibt die grammatische Concinnität? — warum findet aber die np)# nicht die geringste Nachlese? Antwort: sb H ')D rjyiD, weil der pqm—pitjp, der feindliche Quälgeist, der affyr. König nicht müde gewesen in seiner Zerstörungsarbeit und der nplH also nichts zum Zerstören übrig gelaffen. Warum geht aber die bei dieser Begründung leer aus? Und Aschur ist überdies nach des Vers. Definition kein pvyß sondern ein -pLY, denn bis zur läßt er es ja nicht kommen. Und wie Fpyß heißen beide: Ermüdung? So willkürlich darf der Prophet ßKNßii m^pC? 1TI&D b>3W HDDnn mit den Wortbildungen schatten? — Ich gestehe meine Beschränktheit: diese u^ho ist für mich -H rb bi.N. — 9, 4. Würde nach des Vers. Auffassung so lauten: Der Sturm (--- der heranstürmende Feind) wird hinweggeftürmt im Erdbeben; das Gewand (---die blutrothe Fahne, ftbßty, die der Feind auftesteckt zum Zeichen schonungslosen Niedermetzelns — ein rein aus der Luft gegriffenes Figment! —) wird herumg ewälzt in dem Blute <sc. des Feindes selbst) rtnd das zehrende Feier (das ist wieder der Feind) wird selber verbrannt. Und diese pip^ß soll den Gedanken reflektiren: der Feind wird nicht von Menschenhänden, sondern durch sich selber, seine eigene Schuld, von dem Engel Gottes zu Grunde gerichtet!! 9, 7. Um die Steigerung des Gedankes zu begründen, daß der Gottesspruch zuerst an die unterste Volksschicht spjp gelangt, später zu den Somwitäten hinaufrückte, entlehnt der Vers, ein sehr unglückliches Analogon .von dem heidnischen Orakel. Bekanntlich aber war dieser Artikel im Alterthum sehr kostspielig und der Pythia Mund ward nur mit g o l d nem Schlüssel geöffnet; nur für die Großen halte sie, nach der politischen Berechnung der Priester, esu Ohr und — schlechte Disticha. Wem es um kuriose Ähnlichkeiten zu thun ist, könnte vergleichen rra1?! "pob p^v&SO [\v Q ~))2Xrw sN. Mischna Joma 7, 5/ (Schluß folgt.) 5) 'n sei nämlich dasselbe, was.^ (2 Chrom 12, 19); eben so stellt er 10, 3 iß by ohne weiteres gleich dem iß Und doch will er (Einleit. S. 3 b 2) dieser Willkür steuern. 568 Literarische Avalekten. I ' ]1E> WjD * piüEDD So viel auch schon in der neuesten Zeir das Wort Metatron gelehrten Forschungen unterzogen worden—von denen Hr. R. A. Braun (VIU. Jahrg. S. 282 d. Bl.) eine so ziemliche Zusammenstellung, wie auch eine eigene gelehrte Ansicht geliefert hat (hinzuzufügen wäre noch Prof. Luzzatto Kerem Chemed I V. 180) und vor Kurzem erst von Hrn. Dr. Lewisohn, so halte ich es doch nicht für überflüßig, nocheinmal über diesen Gegenstand zu sprechen. Ich will zwar hier keine neue Ansicht auftischen, sondern blos meine Konjektur (Frankens Zeitschr. Iahrg. III. Heft l2. S. 484) dieses Wort von dem aramäischen herzuleiten, weshalb ich diesen Engel, nämlich p-,üßß, abweichend von der reeipirten Lesart OßDN mir Schwa, Bezug nehmend,auf das ß'ppßß, Chag. genannt haben wollte, bekräftigen und vertheidigen. —^ Es will mir nämlich durchaus nicht nnleuchten, daß dieser Engelname griechischer oder gar lateinischer Abstammung wäre. Nicht nur scheint gegen eine solche Herleitung der Talmud ßnoy Hzonsbo HW sprechen, sondern wir dürften auch nicht leicht ähnliche Abstammung bei andern Engeln antceffen. — Hr. Braun jedoch sucht, in oberwahnten Art. meine Konjektur aus folgender Midraschstelle zu widerlegen, inm DDUX4 NDITriß S. 48. Col. 1 heißt es nämlich: jnDOD JO nyv nn)N3 pN qn y«., m'inxb nnNi rasN w yvhi -ioni rwi -]b pwp n'pvb nniH 7)^^ .tot d■nnoo:) myp^n t*6 dw 'NJty dhP Hieraus glaubt Hr. Brann schließen zu müssen, daß selbst dem Metatron der Zutritt zum ßnnDD verboten sei. Ich erlaube mir aber zu entgegnen, daß diese Stelle eher zur Bekräftigung, als zur Widerlegung meinier ausgestellten Konjektur angewendet werden könne, denn rm Verfolg jener Erzählung scheint der Midrasch erklären zn wollen, was er hier unter diesem onnDD verstanden wissen will. Da lesen wir nämlich: rjN"UI OHM ßN ’fß'l 1ND wr\Eb HOpn D»"fc ^DN (a^yn nDkV) ddw nsi® po /oi cßpiN wy no wm NipD.N^N) yuV niNßa D'nb« 'n frnp^i ro rinpn IlDl^b ßiriD. Es ist atfe) klar, daß das von Gott geschehene Weinen an keinem andern Orte als im Tempel stattgcfunden, wozu er auch die andern Engel eingeladen hat. — Fragen wir uns aber, woher >rs denn eigentlich kommen mag, daß gerade der vorzüglichste Engel p-,ß?:ß da keinen Zutritt haben soll, worden andern Engeln za gehen gestattet ist? fo Dürfte wohl die Antwort nicht schwierig sein: gerade dieser Engel in seiner Eigenschaft als QßDN darf das r^yß bw tsnpQH iTD, was in Cyagigo u Erachin 1.7 unter dem Namen wj ^3 öörSommt, nicht verlassen, um das ■n&obw Gtnpön nß), welches daselbst ^2 'CH genannt wird, wie überhaupt die irdische Welt zu besuchen. Studien. Engelnamen v. Dr. Levy.

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