Mannheim
Compact Memory

Der Orient · 1849-09-08 · 37 (8.9.1849) · p. Spalte 563-564

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
1849
Issue
37 (8.9.1849)
Date
1849-09-08
Page
Spalte 563-564 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/8555529-9893953-9893996--6056-3535236
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

563 Kritiken. Luzzatto, Bet Ha-Ozar. 584 däß Sä'adjm in ftmem Werke Mr der Mga'nz der hei-' ligm Sprache der emgerissenen Willkür schon gewisse Schranken setzen wollte. Ein ganz eigenes Werk Sa^adja's auf dem Gebiete der Sprachwissenschaft war.dessen r hv DiD^n p d. h. Widerlegungengegeri 'das Werk von Ahron Ben-Ascher, in welchen niDIOT der oben erwähnte Satz ninWI welchen Ausdruck Dun ns rügß, vorkommt. Ahrönb. Mose Ben-Ascher, dessen Vaterland in der großen rabbinischen Bibel (Venedig, 1518, f.) als nv-db top^n HtyD 1 HpDD d. h. also Tabarijja bezeichnet wird, blühete zur Zeit Sa"adja'h um c. 925 und war ein großer Kenner der hebräischen Vokal- und Aecentlehre, der Masora, und wahrscheinlich auch der Grammatik überhaupt. Aus Maimüni erfahren wir, daß er mit großer Sorgfalt ein eigenes Exemplar der Bibel geschrieben und mehrere Mal korrigirt, und daß dieser Muster-Koder in Jerusalem war, nach welchem man die Kodiees korrigirte und daß diese Bibel-Handschrift endlich nach Egypten gekommen und Maimüni sich darauf als auf eine Autorität stutzte. Die Stelle bei Maimüni (Hitch. SeferTora Kap. 8) lautet: ibo wn )bx crnim-yt?y HDQDitf nooi d^ihd nw , dhdd i"d bbo wm? , dhudd ymi i'byi ühodn vdd nvrfr hddd nm d^d rr-iH ra pnpm iwh~]3 nMnwto'phd 'roruw n dd tiddd vby) , ipnyw idd. Dieser Tabarieuser Ben-Ascher, der nicht, wie spätere Chronographen annehmen, 'l bw )1)13 (1034:),. sondern rrnyo Di hw nro (925) blühete, schrieb ein Werk, das unter dem Namen *itw* p rranD cirkulirte. Dieses Mach b cret enthielt 1) eine Anweisung über die Lehre von den Buchstaben, über deren Härtung oder Erweichung (>1DH E01), namentlich über die ruhenden Buchstaben (nih nrrnx), unter dem Namen HD nio nrniN.l nn^n; 2) eine Anweisung über die hebräische Bokallehre, in praktischer Anwendung auf die Schrift, und zwar unter dem Namen nnipJn’ HD tid; 3) eine Anweisung über die hebräische Aecentlehre, mit Ausnahme der Accente zu den Büchern ndV, und diese Anweisung unter dem Namen D^DyD.T HD TID > 4) eine Anweisung über die Accente der Bücher nox, unter dem Namen noV HD HiD; 5) Abhandlung über Ordnung, Namen und Eigenheiten der biblischen Bü- 11 Den geographischen Terminus pp?yb für Tabarstja weiß ich nicht zu erklären, und es würde der'gelehrten Welt von Interesse sein, wenn ein Kundiger hier darüber einigen Aufschluß geben wollte. In einem Werke, von 'Ali b. J ehuda Ha-Nasir (hUH HHH ]D 'by mDriD), den Dav. K i rn ch i in seinem Michlol schon citirt, heißt es über das harte und weiche Resch: -pHI W.N.1 pn JD'D H 1D^>D XHID KM nnpr). Auch über das hebräischeSprachwerk dieses 'Ali wäre eine nähere Auskunft sehr erwünscht. cher, unter dem Nameii KlpP.i'HD'lID, und endlich 6) eine Abhandlung über die Masora, ihre Termen O'JD'D und ihre Regeln, unter dem Namen HD 11D mDön. Daß diese sechs Abschnitte in dem p DiDNQ 1W& weiten, sehen wir aus den erhaltenen Fragmenten; aber es ist möglich, daß dieses Mächberet sich auf die Formenlehre der hebräischen Grammatik erstreckt habe. Punktatoren und Grammatiker, Masoreten und Bibelschreiber scheinen schon sehr früh Auszüge aus diesem Werke gemacht zu haben. Der dritte Abschnitt tid D'Dyon HD wurde mannigfach verstümmelt unter dem Namen D'DyDn IM mit der Ucbcrschrift pNpiD 1DD D'OyD.i abgedruckt in der rabbinischen Bibel : Venedig, 1518, f. Aus diesem und aus dem zweiten Abschnitt nmpjn h'd'tid ftnto' die ^hdi pi -wn p pa D'Di^n, lvetche irr den Bibeln abgedruckt sind. Mose b. David Den-Naftali. der um die Zeit des Ben- Ascher und Scsadja in Babylonien gelebt, wich von dem System Ben-Asch er's in Setzung von DD , *po , rwio-, KD^D, wie in Anwendung der Vokale , bn.) pDp , pp , NW , HDD P)Dn , L/.N hdh , y-bü), hybo D^n, Fjion pDp n. s. w. ab, und diese Unterschiede wurden dann, da die Palästinenser^ (Diyo MX , wriyQ) dem B en-Asch er und dieBa^ bylonier (DHD MX , 'mno) dem Ben-Na stal folgten, von unbekannter Hand zusammengestellt und in den rabbinischen Bibeln (Venedig, 1518, f.; ih. 1526/ f.; ih. 1547-49, f.; ib. 1568, f.; ib. 1617, f.; Basel, 1618—19, f.) und anderswo.(Fürst'sehe Concord.) abgedrirckt. 'Endlich gab Leop. Dukes das Vorhandene, ergänzt, berichtigt und erweitert nach einer Luz?scheu Handschrift unter dem Namen mDDD DHD^p heraus (Tübingen, 1846, 12), wo die. noch immer zusammengewürfelten, verstümmelten, oft von spätererHaud verkürzten Abhandlungen des fl mono folgende 5 Kapitel haben: 1) -.ö'Dytsn HD -HD, über die Aeceute; 2) XDpDn HD (aus xipDH HD Tip) über Ordnung, Namen urld Eigenheiten der Bücher der Bibel; nH)Nn nn3)n (aus nrmxn nn^in hd hid), über die Buchstaben der hebr. Sprache, namentlich über die ruhenden Buchstaben, Härtung oder Erweichung derselben; 4) Ein Fragment ans Nr. 1 über die Accente; 5) 'DyD DD"x (aus nD"t* Hbyb HD lio) über die Accente der Bücher Tehillim, Mischte'und Jjjvb. Das vollständige Werk hat man noch immer nicht, und es iß 2) Ben-NaftaU scheint auch wie Ben-Ascher ein mano geschrieben zu haben, worin er sein Softem niedergelegt, unp woraus die Unter|ctjiebe (Chillufim) eatnommen sein mögen. Aber merkwürdig ist es, daß von dessen Wer! sich keine Spuren erhalten haben. Die Zurückführung diest zwei Sprachmeifter und Punktatoren auf die St am m> Ascher und Naftali, ist bloß eine Fiktion des Schalschelet haß. Kabbala, wie sich das von selbst versteht. £

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.