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Der Orient · 1849-09-08 · 37 (8.9.1849) · p. Spalte 561-562

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Journal
Der Orient
Volume
1849
Issue
37 (8.9.1849)
Date
1849-09-08
Page
Spalte 561-562 (sequence 1)
Language
German
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des Orients. Berichte, Studien und Kritiken für jüdische Geschichte und Literatur. M 36. Leipzig, den 8. September 1§49. Irr b al-1. Kri tiken. Kurze Ueberft'chten. Bet Ha-Ozar. Von Luzzatto. Angez. von Dr. Fürst. (Die grammatischen rrnd lexikalischen Schriften Saadza's.) iFortsetzung.V— Malbim's Kommentar zu Jesaja. Angez. von H. Arnheim. (Forts.) — Studien. Literarische Analekten. Metatran, Sandalfon. Von Dr Levy. — Die Ebioniten und der Talmud. Von D. Oppenheim- Nabb. >— Literarische Miscellen. Haggadische Wortspiele. Von Ad. Jellinek. — Replik^ die Opfer betreffend. (Fortsetzung.) Von M. B. Friedenthal. — Ankünojgurrgen. Kurze Neverfichten. t6) 'w tinprj ’tjnn b:)b nno -wn , rro ismon 3H3 -wx vnzn bp bibo’ 'ot i d n a i b 'n vnn'pni *>© i^n vivi pvb.i mmbyn ’ibjai rwipcri -wn i’aipbi onp’ D’p’nj; C-I3D31 bxiL" nwimpa 'x rotyb, nno opb. rc. (Fortsetzung.) Da man einmal O2NN2 findet, so glaul't Sa adja, daß mau in dieser Weise auch immer schreiben kann, und er sagt auch einmal in einem Verse: •nnc^ «bi. *i5~i nntt’) lufx crrpb . Qt» pnroa Aus der verlängerten Form spb'b, bic gewöhnlich ist, wird die kürzere b’b gebildet, und ebenso müßte aus ncbn« die kürzere Form Qbn« zu bilden erlaubt sein. Er sagt daher in einem Verse: 1 nbuiv^nji npns obn.si "isnj) nic«ni nt^i-ijpn pns rncn Dünäö mißbilligt diese willkürliche wenn auch analoge Verkürzung wenn gleich er großentheils mit dem System Saadja's zufrieden ist. In den -wn p hy ro&yn, die S a^a dja geschrieben,' gebraucht unser S a^a d j a den harten und seltsamen Ansdruck: "nin.iNn: rjbn f\\p„ d. h. du sollst lernen die Lehre von den Buchstaben (bevor du hinschreibst u. s. lv.). Dunäs greift Sa adja deshalb an, daß er das Tau in so ohne weiteres *) Im Ms. steht nm.; als Wurzelhast gebrallcht, da die Wurzel doch offenbar ist, wenngleich in das Ales fehlt. — In dieser weitschichtigen Anleitung znm Gebrauche des Hebräismus, durchflechten mit zahlreichen eigenen poetischen Beispielen, die Anweisung, in ausgesuchten Formen sich zu bewegen (ninüf xrb), Die praktische Anwendung der mannigfachsten Wortbildungen und grammatischen Anomalien, das war, wie es scheint der vorzüglichste Gegenstand von Sa adja's Bnpn ronn 'd d. h. Buch der Eleganz der heiligen Sprache oder über die Feinheiten des Hebräismus, welches Buch Dun äs undJbn Esra als ein Sprachwerk Sckadja's bezeichnen und das nach Letzterem in arabischer Sprache abgefaßt war. In Bezug auf den Hebräismus, dessen sich Sa^adja in seinen mannigfachen Pijjutim und Dichtungen bediente, sehen wir aus DunäS, seinem Zeitgenossen, daß er gleich Kalir, seinem Vorgänger und den er auch citirt, Sprache und Ausdruck in seltsamer Neugestaltung gebraucht, daß er, zwar nach eigenen gezogenen Grenzen, dm alten Hebräismus als einen unerschöpflichen Born für neue frische Gestalten angesehen und in welcher Beziehung JbnSarstk (st oben) neben 'pypriE auch 'Qrnp rühmt, ©finäö wundert sich an einer Stelle, daß' S/adja -qin für -un , nn'ldt von p-,7)^ , tocoifcc von ons# , j;jnp von y)p r nrv.K von n\x , nn'H von , nnx von und daher in kühner Eigenmächtigkeit bei seinen Pijjutim gebildet (stehe LB. d. Or. 1845 6. 678), und wir wundern uns auch nicht minder, diesen Gaon in den Fußtapfen Kalir'ö wandeln zu sehen. Der Zeitgenosse Scstadja's, Ähren Ben-Ascher ans Tabarijja, handhabt in seinem mmD den Hebräismus noch gewagter und kühner, ja oft noch eigenmächtiger als Kalir und es scheint fast, 36 i

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