Mannheim
Compact Memory

Der Orient · 1849-08-25 · 34 (25.8.1849) · p. Spalte 541-542

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
1849
Issue
34 (25.8.1849)
Date
1849-08-25
Page
Spalte 541-542 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
85% known words query
IRI
…/8555529-9893953-9893994--6043-3535213
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

541 Kritiken. Luzzatto. Malbiw. 542 Traktate im Auge hat. Jbn G'annüch hat einmal selbst die Singlvtarform (Vorr. 1. 6.) und so nun auch Jbn E sra jnrtn nso, Der nun noch 5vnD)/ dazu setzt, was auch richtiger scheint; Sa adja selbst, Der DDO gebraucht, scheint noch gar keinen Haupttitel im Sinne gehabt zu haben. — Von Dem grammatischen Werke Saadja's, Das er, nach dem Zeugnisse Jbn Esra'ö, wie auch alle erhaltenen Spuren Damit nbereinstimmen, in arabischer Sprache übgefaßt, kommen wir nun zu seinem lexikalischen Werke. Menachem b. Jokob ha-SefarDi Jbn Sarük "(bl. 950) führt in seinem hebräischen Wörterbuche, welches er Machberet (rn^nc) nennt, von unserem SaaDja ein di h. Buch Der Wortdeutungm, an, und daß Jbn Sarük Das Wörterbuch ScftaDjn's haben komrte, wird uns nicht wundern, Da er Sa''aDja's jüngerer Zeitgenosse war. Dieses O'JnnD 1DD Sa adja's, Das Jbn Sarük im Verlaufe und Zusammenhänge seiner Citate ’nnyD di \3nnD ddd nennt, war ein Wörterbuch, wo' Die jeDesmalige Sammlung Der Wörter eines Buchstaben Den Namen rroriD führte, als z. B. nh rrano , ctd rrano , rrano tc., gerade wie auch Jbn Sarük Diese Benennung für jede Wörtersammlung eines Buchstaben brauchte. Die alfabetisthe Ordnung mag freilich sehr mangelhaft und in der tiefsten KinDheit gewesen sein, da, wie man aus Eitatm sieht, er es nicht immer verstanden, Die Wurzellaute von Den Fvrmanhängen zu sondern, was gerade einem alfabetisch geordnetem Wörterbuche ein Gepräge Der Seltsamkeit aufdrückt, indeß war er doch einmal der Schöpfer eilies hebräischen Lexikons, und er stand bei Jbn Sarük in so hohem Ansehen, daß er selbst Da, wo er seiner le.rlkatischm Anordnung (r>:pjy niD) keine Billigung schenken konnte, sich aus Hochachtung eines Tadels enthielt. Höchst bescheiden klingen Darüber Die Worte Jbn Sarük's in seinem Wörterbuche (NeD. .in): box muri DD nbxn ertön hn -rann “vw nnyD mm , 'rnDD nrrn noi hdd by n\n no nyrt xb xn mann by rw pjnno '»pnp-n jwd o\w 'nbob hjion nvio nnoND P by )'-wy niDD, In Der Th'at ist Diese Hochachtung nicht gering anzuschlagen, wenn man Die Mangelhaftigkeit Dieses Wörterbuches bedenkt. In Der erwähnten Stelle bei Jbn Sarük heißt es: rrnyo dd \inns dddd tin^d (nin) ,' io dn Fjnnb (^pn) nh nmnoD 0yn) y onnn d'yvn “]nm (jin) , mn rv ^idj byi nepo by ian -hcw (nsn) , pipo nN ry n. nbw; dw n^in (-an) , o^enD.n anno (nnnj , ]onx /mn -n^oi rw by wninn(nnn) , jrpun n« (Iran) D^OD n?CP DJ'N im, und man sieht Daraus, daß Das etymologische Element noch in Der tiefsten Kindheit war. Jedenfalls sehen wir aus Jbn Sarük, Daß Saadja ein DTO IDO oder ein hebräisches Wörterbuch verfaßt, Daß Dieses ferner alfabetisch geordnet war und Daß jeder Buchstabe mDno geheißen. Die im by rwn ])x.) rrnyp von Dunüö Jbn Librüt, welche L. handschriftlich besitzt, sind in ihren Angriffen auf Saadja auch alfabetisch, wie L. nachweist, er nimmt Durch Die Artikel dn (dco 'rtn.i), (d^hn), iw, hon (nnON), mw (nrnvo), Dann nyD lpj), n$n (mm), DpD (nnpDj, ma (nTioD)ti. s. w., was auf eine alfabetische Anordnung des SaaDja'scheu Werkes schließen läßt. Dazu kommt noch, Daß Der Ausdruck D\)nno 1DD auf ein alfabetisch es Wörterbuch hinweist, Da Menachem Jbn S a rü k das Werk Des I e h n D a Jbn K o r e i sch ebenfalls so nennt (8. y. nriDtt), Es heißt in Diesem Artikel, unns dddd tsrnp p min’ jpn mD1 by r\bx o:n pjn;n ^bnn , nyox iod nnax 'o) nten. (Fortsetzung folgt.) 17) Der Prophes Ieschajahu mit einem vollständigen Kommentar (pyn -n?o , nten dwd , d^ddoh witd# ein Epitom aus Raschi, Nedak, Rabcr und Ben-Melach) von Meic Leibusch Math im, Rabbiner zu Kempen. 1849. 8. (ohne Angabe des Druckorts.) Die Einleitung dieses Buches — mit dem der Werft den Neigen seiner Auslegungen eröffnet, die er zu 'pjn verheißt, giebt Rechenschaft von der Eigenthümlichkeit seines Werkes. Erforschung und Feststellung des ällereinfachsten Sinnes DWon) lst das Aiel, wohin er steuere, sorgfältig meidend die Adschweife der Paränese fwm), die Abgründe der Metaphysik (-)pno), °die Nebel der Mystik (110) und die Seitenblicke der Anspielung (fon). Aber eben so fern wolle er sich halten von den Versuchen und Ergebniffen neuester Sprachforschung, die uralter Reception nicht Rechnung trägt; „Spinngewebe" seien es, „gemacht, geistige Bloßen zu bedecken.". Er verlasse, sagt er, das ausgefahrene Geleise aller bisherigen Ausleger und bahne sich seinen eigenen Weg; seine Auslegung stehe isolirt, gleich der Merkstange auf einer Bergspitze. Die drei Girundpfeiler, die seinen epegetischen Bau tragen, sind: 1) In der prophetischen Diktion giebt es keine Wiederholung schlechthin, weder desselben Ausdruckes ^Wort, Satzglied oder Satz), noch desselben Gedankens mit andern Worten, noch auch zwei Gleichnisse für dasselbe Verglichenes Die 1) Auffallesch ist es, daß derVcrft diesen Terminus durch rnb’QJlD rojrts wiedergiebt; und so überall enDn , onOND ürt’Q.ID* Passender wendet wohl der Reutzcbräism die Form 5Dj?n nach Ex. 26, 5 an. Ferner rühmt er i^Einl. 5-, h. s. v. DHN) als einen „neuen Schlüssel", der keine Erkl. vor ihm gekannt habe, daß in viergliedrige Parallelismen oft das I. dem 3. und das 2. dem 4. so korrespondire, daß sie zusammen ein Ganzes bilden. — Und doch sinder sich dieser Schlüssel in dem Excursus am Ende des 5. Buches meirns Pentateuchs (Glogau, bei Prausnitz 1841).

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.