Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1849
- Issue
- 34 (25.8.1849)
- Date
- 1849-08-25
- Page
- Spalte 539-540 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/8555529-9893953-9893994--6042-3535212- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Rashi 1× ep/1002670
OCR text
589 Kritiken. Luzzatto, Bet Ha-Ozar. 54V über den christlichen Ideen aufrecht erhielt; daher die Nazaräer die Jes. 29, 20 verheißene Ausrottung der Tyrannen, Spötter und Wächter des Unrechts auf den Untergang der! Schriftgelehrtea, die als dEVTSQcozcd das Volk durch ihre schlechten Traditionen hintergingen. Siehe Hieronymus z. St. - 1, 5 stimmt das niwn ny nrw nmn hw ganz zu der Scheu der Essäer vor dem weiblichen Geschlecht- Das DUDDH TOtt kann sich nur auf Essäer beziehen. — 1, 12. 13. 14 sind lauter essäische Grundsätze. — ], -17. Schweigen (np'HWD 2U3 TimD ttfr) war eine Tugend der Essäer, der Gegensatz von vyyvs yvcoöcg und ntpyo °s ^nnte nur inmitten einer NUigionsphilosophie auftauchen. —- 1, 18. Wahrheit, Recht und Frieden sind die Hauptpfeiler des Effäerthums. Hier ist nun der Ort unserer Ansicht über die Eintheilung der Pirke Abot mitzutheilen. Wir glauben dadurch alte Schwierigkeiten, welche die Kommentatoren erhoben haben, zu entfernen. Die erste Sammlung reicht bis 11, 8> mi'o fä) liegt mit der H inwe i sung auf das künftige Leben — Dem Dogma der Essäer im Gegensätze zu Zaddukäern —; die zweite beginnt U, 9 und reicht bis Ui, 1 mit gleicher Betonung der Unsterblichkeit; die dritte fangt mit Ul, 2 an und schließt mit 111, 15 NDn Dfrjfr p^n fr pv; bl'e vierte wird eröffnet mit 111, 16 und schließt mit Ende IV, hinweisend auf die ewige Vergeltung; die fünfte endigt bei V, 23 pfr D'ÜD nfcO py. Alles folgende rührt von Einem andern Redaktor her. Die verschiedenen Sammlungen haben alle denselben Schluß, wurden von verschiedenen Personen veranstaltet, und nur so kommen wir über die chronologischen Schwierigkeiten hinweg. Je weiter hinunter wir in die Zeit der Träger der Sentenzen steigen, desto markirter wird der essäische Hintergrund; die vierte Sammlung ist zumeist gnostisch gefärbt, und die fünfte ist nach bei den Essäern beliebten Aahlenverhältniffen geordnet. — Wir fahren nun in der Erklärung des Einzelnen fort. (Beschluß folgt.) Kurze Nebersichten. 16) 'w &npn \wh >ann bib nna -wh , “unan rnn VN22 ÜM -\m mm bp b\b^ 'DipCDNaib fr vniTpnr-ifiy mv mwi jwbn mDityn '&cn roaopön rapfr Dnp\Dy>ny Dnsorn bsntin' nftHDipu ’N'TOtih. ono opfr re. (Fortsetzung.) Bei der Betrachtung der grammatischen Traktate Sckadja's/theils wie wir-sie oben nach sorgfältiger Erwägung der vorhandenen Notizen znsammcngestellt, theils wie sie in möglich noch aufzusindenden Citaten mannigfach zu berichtigen sein mögen, werden wir unwillkürlich zu der Frage gedrängt: unter welchem Gesammtnameu nrögen wohl diese Traktate von Sckadsa selbst zusammengcfaßt worden sein? Nach Luzzatto wäre der Gesammttitel i^ipn psyi? mm gewesen, da Dünas dieses Werk ausdrücklich citirt, und da er auch 3 der oben erwähnten grammatischen Traktate namentlich anfi'lhrt, so glaubt L., daß er sie als nnysy des Seftr Zachot angesehen. Allein zu dieser Annahme ist durchaus kein beweisender Grund vorhanden, da erstens jede der □njrtf durchaus nicht als Theil des Seftr Zachot Vorgefühl wird, was doch um so mehr anffalleu muß, als er das Sefer Zachot kannte; zweitens zeigt gerade das was er ans Seftr Zachot citirt, wie wir weiter unten sehen werden, daß dieses wohl schwerlich etwas mit der Formenlehre der hebräischen Grammatik zu thun hatte. Richtiger scheint mir daher die Annahme', daß der Gesammtitel dieser Traktate arabisch DfD (Bücher über die Sprache), hebräisch pcsfrn ns)D war. I 6 n G'a n n & ch tut Vorworte seines yohbü rusTü nennt Sa adja's 2HD atö eins seiner Werke, worin er Licht über die hebräische Sprache durch Aufstellung der Grundregeln und Zusanunenfassung der speeiellen Regeln verbreitete (Munk, Saad. S. 13). Sckadja selbst beruft sich in seinem Jezira-Kommentar (Kap. 4 §* 3) auf sein srp/ büs der hebräische Uebersetzer durch wieder giebt, und daß dieses Gesammiwerk in Traktate zerfällt, und daß yrl'nfr D1T»N ^yw eins dieser Traktate war, sagt Safrdja in beregter Stelle selbst ausdrücklich. Es läßt sich nun wohl denken, daß dieses aus vielen Traktaten bestehende grammatische Gesammtwerk Sckadja's 2rD, welches Jbn G'annnch, Jbn Librckt, Raschi u. A. gekannt, dem Jbn Esra, der in seiner literargeschichtlichen Einleitung zu Mosnajim eine gute Kenntnis? seiner Vorarbeiten beweist, nicht unbekannt gewesen sein konnte. Und wirklich fuhrt Jbn Esra dieses Werk an unter den Arderim Safrdja's und zwar unter dem Namen nnny idd>, und damit war er der Aufzählung der einzelnen Traktate überhoben. Dieses nmy ]wb 'd oder wie Safrdja selbst und Andere es neunen nEO, war m Traktate getherlt, die Sckadja in einer gewissen Reihenfolge verfaßt haben muß, da er sie auch nach ihrer Reihenfolge citirt. Im Jczira- Kommentar (Kap. 4. tz. 3) sagt er p blttb^, DNnz&N ’£> nrw "12 r\phtt 2£"D/ hebräisch nSDD pcmn IDon DV1O -DD) p&£frn. Uebngens muß hier noch gesagt werden, daß zwischen der Benennung Sckadja's und G an nach's und der von Jbn ''Esra der Unterschied eigentlich darin liegt, ob das Werk (pt&6n 1DD) oder frifr'PkV DHE (p&6n neo) zu nennen ist; die erstere ist richtiger, wenn man die gestürmten Traktate als Einheit ansieht, die letztere wenn man die Mehrheit Der