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Der Orient · 1849-08-25 · 34 (25.8.1849) · p. Spalte 533-534

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Journal
Der Orient
Volume
1849
Issue
34 (25.8.1849)
Date
1849-08-25
Page
Spalte 533-534 (sequence 3)
Language
German
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533 Studien. Opfer nach dem zweiten Tempel. 534 Wir wollen hier noch einen dritten Fall einer von Schn mm a t schroff zurückgewiesenen, von Hillel hingegen freundlich aufgenommenen Heidenbekehrung mittheilen, und zwar schon des Urtheils wegen, das der betreffende Proselyt über die beiden Synedrial-Präsidenten fällte. Ein Heide nämlich hörte einst aus dem Pentateuch vorlesen: „Dieses sind die Gewänder, die sie anfertigen sollen: einen Brustschild, einen Mantel, ein Oberkleid" rc. (Exod. 28, 4). Er ging darauf zu Scham m ai und fragte ihn: „Rabbi! für wen alle diese Herrlichkeit?" — Schammai erwiederte: „für den Hohenpriester, wenn er am Altar den Dienst versieht." Der Heide: „ich wäre bereit, zum Judenthum überzutreten, wenn man mich dann zum Hohenpriester machen wollte".— Heftig fuhr ihn Scham mai an: „wie? gebrichts in Israel an zum Hohenpriesteramte würdigen Priestern, daß wir genothigt wären zu einem mit Stock und Gürtel" hergelaufenen Proselyten die Zuflucht zu nehmen? entferne dich aus meinen Augen!" — Der Heide ging und wandte sich nun an Hillel, der ihn freundlich empfing und zu ihm sprach: „setz'' dich mein Sohn, und höre mich an. Wer in einem königlichen Palast aufwarten will, muß der nicht zuvor mit dem Hofleben sich vertraut zu machen suchen? muß er nicht zuvor das Hof-Cer emoniel studiren? — Siehe, du willst gar im Palast des Königs aller Könige aufwarten, um wie mel mehr liegt also dir ob, die Kenntnisse aller in diesem Palaste üblichen Gebräuche dir zu eigen zu machen; wie könntest du sonst wissen, den Dienst am Altar zu versehen, den Holzstoß zum Opferfeuer zu errichten, die Schaubrode auf dem. Tische aufzustellen, und — in's ALerheiligste zu gehen?"" — „Wohlan denn", versetzte der Heide, „so unterrichte mich!" — Hillel trug ihm nun das Buch Levitirus vor, dann ging's weiter bis an die Stelle: „Ein Fremder aber, der (zumLempel-Dienst) hinzutritt, soll des Todes sein" (Num. 1, 2l). Da fragte der Heide betroffen: „wer ist hier gemeint?— „S elbst David, der König von Israel!"" — lautete Hillel's Antwort — und der Hochpriesteramtskandidat gab seine Kandidatur auf; er begnügte sich mit dem Judenthum an sich, ohne weiter auf äußerliche Auszeichnung Anspruch zu machen. Als er dann die,Hohlheit und Nichtigkeit seines frühern Lebens überdachte, konnte er sich nicht enthalten, auszurufen: „die Schroffheit Schammar's hätte mich bald um diese und die zukünftige Welt gebracht; deine Sanftmuch aber o Hillel, hat mir beide gesichert! — Alle Segnungen, die in der Schrift verheißen sind, mögen auf dein Haupt sich ergießen!"^ (Fortsetzung folgt.) riger Amtsgenoffe endlich selbst empfahl: „-brrruv ^3pD DID' D’OD nxo Ul NH" Abot I, 15. — 11} Mit Sack und Pack. 12) A. d. R. N. I. e. 13) "IN hy Sabb. 1. c. — 14) p ’TONi?. isrpn ]pm wobt hw ininDp Die angebliche Fortdauer des jüdischen Opferkultus nach der Zerstörung des zweiten Tempels. Von Friedmann. (Fortsetzung.) Die externen Quellen zeugen also für die von uns begründete Ansicht; ich wende mich daher an die talmudischen Nachrichten, als zu der wichtigern in unserer Frage entscheidenden Instanz. Wir haben S. 350 aus einer Anordnung, die Jochanan b. Sakkai, der den Fall des Tempels nicht lange überlebte, in Betreff der Proselyten getroffen, nachgewiesen, daß das Opfer des Proselyten nach der Zerstörung nicht mehr geopfert wurde." Eine andere Anordnung des Jochanan b. S. zeugt noch entschiedener gegen Iaabez und seine Nachfolger. In Mischna Menachot 63 a (vergl. Sukka 4l a, Rosch ha-Schana 30 a) heißt es: Der Gebrauch der neuen Frucht ist mich der Darbringung des Omer gestattet. Seitdem der Tempel zerstört worden ist ordnete I. b, S. an, daß der Gebrauch der neuen Frucht den ganzen Tag, an dem das 'Omer dargebracht werden sollte, unstatthaft sei."" — Aus dieser Anordnung geht nun mit Bestimmtheit hervor, daß das 'Omer nach der Zerstörung nicht genm rfjiyn ”r6 UN’an ii-mnup mn n'piyn im ntn Ikw“! b]i inu’ rmroty no~Qrrto — .form a* R. N. i. «. — 13) Wir haben S. 351 bemerkt, daß die Distinktion der Gemeindeopfer von den Einzelopfern auf einer Kvnfundirung der fpätern Verhältnisse mit den frühern beruht. Ich will hier diese Behauptung begründen. R. Chajjim Cohen konnte freilich nur an N))^p denken, weil unsere Cohanim als nD 'ndü kein Privatopfer opfern dürften. Allein schon Iaabez hat die interessante Notiz gegeben, welche ihm Chajes, der aber das betreffende Buch nicht zur Hand hatte, nachschrieb, daß die Rabbinen in Galiläa noch im vierten Jahrhundert im Besitz der Reinigungsasche rra waren. Iaabez beruft sich auf Chagiga 25 a piß xb)}) “)DN\ sth bitte noch wi zu Challa 4, 8. Tosafot Bechorot 27 b ß\t ferner w”bn zu Chullin ho 's und r£>n fbn so wie blü ]bzfr zu vergleichen. R. Tarfon hat auch nach der Zerstörung nyirgo gereinigt. Wenn also damals Opfer möglich gewesen wären, so durfte und würde auch ein Pcivatopfer nicht unterblieben sein, da die Cohanim vollständig disponirt waren. — Das Opfer des Proselyten würde man gewiß erekutirt haben. Die Aceentuirung des Paschaopfers, als sei gerade dieses geopfert worden, ist unzulässig. Wenn einmal Opfer möglich waren, so konnte gesetzlich gar keine Distinktion unter den Opfern Platz greifen. Und es wurden ja auch nicht die täglichen Opfer O'TDH, die doch ms nump sind, dargebracht 14) ,*iOT p pnn ppnn Aipon rro mrM "HON )b)D f)Jn Oll. — 34

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