Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1849
- Issue
- 32 (11.8.1849)
- Date
- 1849-08-11
- Page
- Spalte 507-508 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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507 Studien. Die Gutachten-Sammlung Schaare Zedek. 608 fo selten gewordene Sammlung wie diese, wenn auch gedruckt, verdient in jeder Beziehung eine nähere Beleuchtung, zumal Yie Quellen über die jüdische Kultur und Literatur in Babylonien nur sehr sparsam fließen. Schon eine genaue bibliographische Angabe wäre ein Verdienst. — 10. Nachdem über die gedruckten Gutachten-Sammlungen der Geonim hier die nöthigen litcrär-historischcn Notizen zusammengestcllt wurden, bleibt uns nur noch übrig, die uns durch den unermüdlichen Luzzatto bekannt gewordenen handschriftlichen Sammlungen vorzuführen. Hr. Luzzatto giebt uns nämlich in dem so eben erschienenen ersten Bändchen des Bet ha-Ozar eine eigene Abhandlung, die überschriebcn ist ' üby Ppv* TOI ' DUINJn nDKfiTI »ND.T ml niplDD (46 b — 60 a) und iti diesem werthvollcn Aufsätze giebt er Nachrichten über einige handschriftliche' GA.- Sammlungcn der Geonim, die wir inhaltlich hier den Lesern geben wollen. A. "n bei Luzzatto. Diese HS., welche Hr. Luz. von Abr. Cracovia aus Venedig zum Geschenk erhallen, zerfällt in 3 Theile. Der erste Theil, 394 Gutachten enthaltend, umfaßt 57 Blatt und bietet Gutachten von babylonischen Gaonen, unter welchen aber auch einige alte Spanier, wie Chan och, I o s eff Zbn Abitur, die auch in Scharre Zedek unter den Geonim stehen. Diese 394 Gutachten sind zum großen Theile identisch mit denen in Scharre Zedek, obgleich sich auch manche finden, die dort nicht stehen; aber jedenfalls sind sie in vielfachen Beziehungen 'sehr wichtig und werthvoll und verdienen eine kritische Untersuchung. Eine kritische Untersuchung dieses e r'st e n Theiles der Handschrift müßte sich meiner Meinung nach, nach zwei Richtungen hin wenden, nämlich J) auf die mit denen in Scharre Zedek identischen, 2) auf die noch nie edictcn. In Bezug auf die erste Klaffe, so'verficht er Luz., baß a) die Ordnung üii Ms. eine ganz andere ist, was uns übrigens gar nicht Wunder nimmt, da wir oben gesehen, daß die Anordnung in Scha'are Zedek ein Werk der Abschreiber oder Sammler war; b) der Text viel korrekter und genauer, und . daher verständlicher und c) in der HS. zuweilen ergänzt ist, >z. B. durch Antworten auf Anfragen, was in Scharre Zedek fehlt. Zu einer emendirten kritischen Ausgabe des Scharre Zedek, die gewiß wünschenswert!) wäre, böte demnach dieser erste Theil der Luz.'schcn 5pS. einen großen Nutzen und auch in Bezug ans die geonäischen Persönlichkeiten in den verstümmelten Aufschriften der Gutachten in Scha'are Zedek, wie auch in Bezug auf die große GA.-Zahl, für die man in SZ. keinen Verfasser ermitteln kann, würde die HS., die gewiß auch in diesem- Punkte korrekter, großes Licht verbreiten. Ueberhaupt glaube ich, daß eine Art NN2Q der Gutachten, chronologisch geordnet nach den Gaonen-, in der oben angegebenen Weise, nebst dem-präcisen Inhalt der Decisionen, wobei noch die Autorschaft durch Hilfe der. HS. geprüft oder gar ermittelt wird, ein verdienstliches und auch erreichbares Ziel wäre, da doch schwerlich gegenwärtig ein solches Werk überdruckl \mu den möchte. — In Bezug auf die zweite Klaffe, nämlich auf die Gat, achten, die nicht in Scha'are Zedek stehen, hatte man fcic$ den einfachen Wunsch, daß sie mit kritischer Genauigkeit zusämmengcstellt und gedruckt werden möchten. Zu diesen nicht edirten, deren Zahl übrigens nicht groß ist, könnte man dj« wenigen HOWn, welche sich im zweiten Theil« dieser Luz.'schcn HS. finden, ansügen, ferner die in den verschiedensten Werken der Detisoren zerstreueten und diese zusammen würden schon eine mäßige Sammlung ausmochen. — Der zweite Theil der Handschrift umfaßt 311 uinsäng, Llchere Gutachten, von Blatt 58—139 reichend. Diese Gut, achten sind, mit Ausnahme einiger, von europäischen Gelehrt Len und können daher hier, füc unseren. Zweck gar nicht in Betracht kommen, und nur die wenigen, welche babylonischen Lehrern angehören verdienen für unseren Gegenstand m nähere Untersuchung, die Hr. Luzzatto recht bald der Oesfent- Lichkeit übergeben möge. Der dritte sehr defekte Theil umfaßt 119 Blatt, aber die Gutachten, von' Nachmani, Ibn Adrat, Ascher und einigen Andern herrührend, sind fast alle gedruckt. — 14. fj O'ttNJiri nim-rn fD, eine andere handschriftlich! Sammlung.von Gutachten der Geonim, die mit der vorigen keine Aehnlichkekt hat. Ueber diese Sammlung berichtet un§ Luzzatto nach der Mittheilung eines Freundes (— den er uni nicht nennt —daß sie in zwei Theile getheitt, von welchen der erste 124 und der zweite 110Nummern enthält, und tjoa denen die meisten den babylonischen Gaonen angehören, dir noch nie gedruckt worden sind. Noch in größerer Ausdehnung als in Scha'are Zedek und in der gedruckten Tob-'Clem'- Ichen Sammlung, enthalten hier die Nummern Auslegungen über talmudische Partien, über Agada'6 und von dem Gaon Hü ja allein sind hier 14 Gutachten über Gegenstände der Agada und ein GA. über qi\ In einer einzigen Nummer des zweiten Theiles sind hier 42 Anfragen an den Gaon Iehudai, eingeleitet mit den Worten ^>\vbh ■pNJPNU.T 31 1D1 .TDp {Sr von denen nur eipe in Scha'art 'Zedek <p. 90) gedruckt ist. In einem Bescheide des Gaon "Amrum nach Barcelona heißt es : in D1DJI -inöi ivrrDljni W? m'dhd wnun Nnrrno Dn:o:i) nnpi nj ipy-in nJH03 amn bfo»’ no u*n« oroo Dibttf ibnp , bn.1'1 iyb H3-v DDib», mvb D’ain.Ni ll'LON tei , ’crn pi , Nmi ddü 3i IM D~ty 'Di’p M3 pi , nbru mnJD o'.pcn cn» dokdü '“’obni D’Njm G’iosn , .rucp mmo DipcD mn 03Dib»3 tdo» , nba D’osn ' DDin 'i'crra oipcn ci'by bm'i? 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