Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1849
- Issue
- 31 (4.8.1849)
- Date
- 1849-08-04
- Page
- Spalte 489-490 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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489 Studien. Die Komposition der Pirke Abot. 49V 11 ’1313 132P2 Ii'ir" pitP’ 13 jiN’b ’3N nai b32 dbw inrroi dp inn.naD Nip3i ison H’iD"Di i'nNö nV <tijaj; 3np '123b ib3 ipi32i D1 d ntvon rutp cnaa '> '3 Di’ divi pn«3 ns — ,cb)p nwinb jd'Hi Um. den Rand des Buches finden sich folgende Werke geschrieben : &) mnn “)DD. Es ist ein halachisches Werk, nach Art des Buches n\)h Der Verfasser ist nicht genannt. In dem Vorworte lesen wir die Worte iqd nrn “)DDD D&y TlNIpl nßjw dji mnnn nnao by ~Dm inr-n innn ^rfzia THn. — Erwähnt werden in diesem Siu^e-,-ponrpS npctud ujä 'in bw nmo, jd"d , dAi, In diesem Wecke lesen wir (S. 29 b): \3 '“) low nnniN.i nDi1? nny wjnjoi diuh myop udb& "njyo vb -\\qw„ V't bi-pzu w DiD) nnj n'E'N") mniN "on rr»yi2^ bw jibw /ui n b n j n rwTx -on S. 42 b lesen wir folgende seltsame Stelle: D’ipb ,i3io man D’2”p2.i d’bun.i ddni- D’E'DO 21123 ,131V itpp’ Nb HO Dlb 112’ 1)131 j13t5» pi’DSOtP N1« HJ? N1?) .1312 11L22 D11N 123 ’D '3 ni3D io”p Nb cbipn '3 bsb ib.113 ,113 '3 13p,1 bp IHM 2NL» Dpi ’3’pb 11N.11.lb DN ’D QW OB»b 1212 i’0”pa p'N Ivb inp cj d”n dw Dtyb ibiiv 213113 3”N 111321 1D”p’ N'b 1V Dlb 112’CP b’DtSG 2N1 ,1D)N HP Nbl 21123 2-1M133 '21 Nllvb v'pvlb )1 2'2pi3 3,132 .1312 1132 '3 DlSWlb Dpi J121 J'PDDtP NbN 311,1 '1'3 1’IDI N’,1 ,1131 büDD bvvb ,131111 ,11 HON bl /l3l 21 ’ 3'3 2 ’ 12 3 b ,11232» 2p231 J1212 b) (In der Handschrift S. 102 a) btt» llvlbl )1113 p'ian fpr. c) (S. 103) 1111211 L"N ^'31 132.11 (Ebenfalls sii2 livlb.l und wie das vorhergehende ohne Werth.) (Fortsetzung folgt. ) Die Komposition der Pirke Mot. Von Ad. Jellinek. Die historische Kritik — eine rückwärtsgewandle Prophetie, welche die Gebilde der Vergangenheit anschaut — ist auf dem Gebiete der jüdischen Wissenschaft noch jung, und wird auch hier, wie auf jedem andern Gebiete, viele Stadien durchlaufen. Zunz, mehr den Kreislauf der jüdischen Literatur berücksichtigend, hat sich der philologisch-historischen Seite zugewandt. Ein Wort, ein Satz, ein Faktum sind die; Kriterien, die er am häufigsten anwendet. Er giebr uns nur : die äußere Gestaltung eines Buches und die Wechsel, dem es unterworfen war, an; in die inner» Werkstätten des Geistes, wo wir den Gedanken werden sehen, führt er uns nicht ein. Seine Methode ist realistisch, indem sie von äußernThatfachen ausgehtempirisch, indem sie nie aphoristische Satze zu den Grundlagen einer Untersuchung macht. Zu dieser realistischen Schule gehören Fürst, Geiger, Dukes, Derenburg-, Lebrecht, Steinschneider, Cassel, Kirchheim u. a. m. Einen andern Weg schlug Rapaport ein. Mit der äußern Empirie verbindet er das Lauschen auf das Werden der Ideen, ihm ist nicht blos die Form, sondern auch der Inhalt Kriterium der Kritik. Zwar überwiegt oft bei ihm die Neigung, zur Emperie, wie seine Hypothesen über viele pseudepigraphischen Werke zeigen; er läßt aber doch der Dialektik der Idee Gerechtigkeit widerfahren. Diese dialektische Schule zählt zu ihren Jüngern Frankel, Luzzatto, Jost, Munk, Landauer, Grätz u. m. a. So sehr sich auch die alten Meister dagegen sträuben mögen, so steht es doch fest und wird es späternaher gewürdigt werden, daß Grätz durch seine Beleuchtung des Buches Iezira die historische Kritik auf dem Felde der jüdischen Literatur um ein Bedeutendes gefördert und gezeigt hat, daß man von einzelnen äußern Merkmalen nicht auf das Alter eines Buches schließen darf; ec hat der Idee dasUebergewicht eingeräumt. Allerdings ist die eilfertige Hypothesensucht, wie sie in der biblischen Kritik im Schwünge ist, zu verwerfen; allein jenes ängstliche Festklammern an dasGewand — rjD1? ■p nnn nwn nkoom , üb rpnn psp — ohne a priori in den Geist einer Zeit einzugehm, führt zu einer einseitigen Anschauung des geschichtlichen Prozesses. Diese kurze Betrachtung glaubte ich vorausfchickm zu müssen, bevor ich die Leser mit einer Hypothese über die Abfassung der Picke Abot vertraut mache. Bei den Pirke Abot müssen wir uns folgende Fragen zur Beantwortung voclegen. 1) Was wurde mit der Sammlung dieser Sentenzen beabsichtigt? Für eine Spruchsammlung, zu praktischem Zwecke ist sie zu wenig umfänglich. Auch enthält sie Aussprüche, die für die Tragweite Jedermanns nicht angemessen sind. Sie sind oft philosophischer Natur und setzen eine tiefe Spekulation voraus. 2) Wer hat sie gesammelt? Daß die Sammlung nicht vom Iehuda ha-Nass herrübrt, hat Rapaport (Kerem Chemed VII, 166) nachgewiefen. Auch stehen in der That die Pirke Abot m keinem Könner mit der Tendenz der Mischna - Sammlung. 3) Warum sind nicht so viele Aussprüche anderer talmudischer Gelehrten, wie sie sich im Talmud vorfinden, in die Sammlung ausgenommen worden? Es scheint ein leitender Gedanke sich durch die ganze Sammlung zu ziehen. 4) Wie ist das Verhältnis der Pirke Abot zu Abot de-Rabbi Natan? Dies Alles und das innere Verständnis; der Sprüche macht es uns wahrscheinlich, daß die Pirke Abot und die Abot de Rabbi Natan aus einer essäifchen Grundschrift geslossen sin fc>*1 Vor Allem müssen wir uns über das 1) Ueber die Dauer der Effäer stimmen wir Franke! (Jeitschr. M, 461) bei, jedoch mit der Modifikationdaß ver-