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Der Orient · 1849-08-04 · 31 (4.8.1849) · p. Spalte 485-486

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Journal
Der Orient
Volume
1849
Issue
31 (4.8.1849)
Date
1849-08-04
Page
Spalte 485-486 (sequence 3)
Language
German
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485 Studien. Die Schätze der hebr. Literatur in London. 486 lichen Schule zu lehren, war die Freundschaft gern bereit, diesen Wunsch zu erfüllen, indem der Verfasser dieser Zeilen dem vieljährigen Freunde das Anerbieten machte, daß er die Leitung der von ihm im Jalw 1819 bereits ins Leben gerufene Schulansta.lt mit F. gern gemeinschaftlich übernehmen wolle, das denn auch im Jahre 1821 realisirt worden. Die Grundsätze, nach denen dieses Institut von den beiden Freunden geleitet wurde, sind in einer unter dem Titel ,,die Erziehungsschul e" 1821 bei Perthes und Besser erschienenen Schrift nirdergelegt und haben diese pädagogischen Grundsätze bei der Leitung der Anstalt ihre praktische Anwendung gefunden und bewährt. — Zwei Jahre spater trat F. in den Stand der heiligen Ehe mit einer wissenschaftlich gebildeten, sittigen Jungfrau aus einem achtbaren Hamburger Hause, und jetzt, da er sich einer wackern Hausfrau zu erfreuen hatte, war es ihm leicht, ein längst gehegtes, angelegentliches Vorhaben realisirt zu sehen, nämlich mit der Unterrichtsanstalt auch eine Erziehungsanstalt zu verbinden. Zöglinge aus Hamburg selbst, doch noch mehr aus England und S ü damerika. wurden ihm anvertraut und F. widmete diesem Institute, von seiner Gattin unterstützt, um so größere Sorgfalt und Treue, da ihm der Himmel die eigenen beiden Kinder (ein Mädchen und einem Knaben) schon früh abforderte und er seinen tieffühlenden und verwundeten Herzen dadurch Genugthuung und Heilung verschaffte, indem er fremden Kindern väterliche Liebe widmete und denen Bildung und Erziehung desto größere Muse schenken konnte. — Die kostbare Zeit zum eigenen Heile und zum Nutzen und Frommen seiner Mitmenschen weislich nützen diese Kunst verstand F. meisterhaft. Denn trotz dessen, daß sein Beruf als Schullehrer und Erzieher den größten Theil des Tages in Anspruch genommen; trotz dessen, daß ibm die Leitung des Institutes oblag; trotz dessen, daß er auch die früheren Studien pflegte und erweiterte, weihete er Zeit und Sorge der öffentlichen Wohlfahrt der Glaubensgenossen, indem er fast zwölf Jahre hintereinander als Mitdirektor des Neuen Israelitischen Tempels fungirte, stets bemühet, diesem gottesdienstlichen Institut nicht bloß eine immer größere Ausbildung und Festigkeit zu verschaffen, sondern dasselbe auch gegen zelotische Verunglimpfungen zu wahren. F. gehörte Mt zu der Redaktion des im I. 1833 erschienenen und in dem neuen Tempel eingeführten Gesangbuches; F. nahm angelegentlichen Theil an der Beförderung und Herausgabe der „Theologisch e n G u t a ch t e n über das Gebetbuch nach dem Gebrauche des Neuen Israelitischen Tempels",* als im I. 1841 Herr Isaak Bernays ohne alle und jede Befugniß sich erlaubte, jenes Gebetbuch zu verpönen und als — Banngut zu erklären , und F. auch war's, der die sinnige Feier, die der Tempel und einer seiner Prediger am 18. Oktbr. des Jahres 1843 beging, mit Liebe und Sachkenntniß anordnen half. ’) Hamburg, in Kommission bei Berendsohn. D. B. Bei der Verwaltung des oft genannten Instituts war es F., der Protokoll und Bücher führte, und so suchte er allen an ihn gestellten Forderungen pünktlich und gewissenhaft zu genügen. Und es würde dieser reichbegabte Mann, der Vielen — vieles gewesen, noch weit mehr geleistet haben, wenn nicht körperliche Leiden und Schmerzen ihn nicht gar zu oft und gar zu angreifend heimgesucht hätten! Er überwand dieselben mit echt philosophischer Geduld, Kraft und Religiosität und blieb treu seinen Pflichten als Mensch, als Israelit im edelsten Sinne des Wortes, als Gatte und Familienvater, als Lehrer und Erzieher der Jugend — bis an den letzten Lag seines thätigen und fromm-bescheidenen Lebens. — Am 27. Mai 1848 verschied er, ruhig und sanft, wie er gelebt, beweint und betrauert nicht nur von den Seinigen, sondern von Allen denen, die den viel zu früh Heimgegangenen näher gekannt und seine Worte und seine Handlungen gehörig zu würdigen gewußt haben." Die Schätze der hebräischen Literatur in London. Von Leop. Dukes. (Fortsetzung.) 5) D'OKlJ rpiD (Harleana Nr. 7586 auf Perg. sehr schön geschrieben). Zu Ende: , ni» bi .litt -isb nbin , mion isd d'pcw tmp^o 310 rspb , ttlip 'i ivtt DTnb min "Ntt n ruini Moroni , m” rrr moi i’s -\m bi . rrn maroi, my* 1 2 3 4 5 by 01100 nm, mtwi by 'ittl *) Nachträglich übergeben wir dem Leser ein Verzeichniß der von Frankel unter seinem Namen und unter dem Namen „Fredau" verfaßten Schriften und in mehreren periodischen Blättern mitgetheilten Aufsätze: 1) Teutona, eine wohlgeordnete Auswahl vorzüglicher Gedanken aus den besten original-deutschen Schriften zunächst für gebildete Söhne und Töchter, herausgegeben von M. Fredau (Frankel) und G. Salberg (Salomon) in Hamburg» Zweite Aufl. 4 Th. Leipzig, b. F. Leo, 1824. 2) Chronologischer Abriß der Weltgeschichte. Dresden, bei Arnold, 1817. 3) Statistische Ueberst'cht von Europa. Dresden bei Arnold. 1819. 4) Die Erziehungsschule. Von Salomon und Fränkel. Hamburg, b. Perthes u. Besser 1821. 5) Mehrere Aufsätze, Abhandlungen und Reden religiöser und wissenschaftlichen Inhalts in den Zeitschriften „Sulami't", „Jedidja", in dem „Sammler" — f]DNDH —, in den „Echolungsstunden", im „allgem. Anzeiger der Deutschen" u. nu a. 31 *

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