Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1849
- Issue
- 30 (28.7.1849)
- Date
- 1849-07-28
- Page
- Spalte 475-476 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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475 476 Studien. Gnofticismen und Ztntignostlcismen. Da Akiba der eigentliche Repräsentant des Antignosticismus ist, so knüpfen wir an dieses Schlagwort' andere Aussprüche, die stch im antignostischen Sinne auf Gott beziehen. Gegen den uns bereits bekannten gnostischen Dualismus, der die G ü t e ' mit der Gerechtigkeit nicht zu vereinen wußte, polemistren folgende Stellen: Bereschit Ra b ba, K. 3: ntpbN 'n 1DX rniDn by Nb» njnn by td^ ippd rfapn p'n obiyb :rra p» nW ovrbw Nip -pin?) dt» mxb D^nbN Nnpn nb*b &y Nb« ]&d. Dasei bst, K. 9: und gid mn NJin 'n nON 'mb'3i iw mo u und 3D mm aiDn mo n irib pN3 nron nnv^ »b» »non» und 3D jniD1» ■■Narrobiyn. — - Dasei bst: NM 21D mn fl'pb p ]ipD^ 'n ,nDN inyn N3n obiyn m m»D mo mm nin abiyn nr nm »tw rf'apn jna DDn affnym. — Hier sehen wir auch, wie der jüdische Apologet von dem christlichen der 'Clementinen abweicht,' indem Petrus die Vereinbarkeit der Güte und Gerechtigkeit dadurch verthcidigt, daß die Güte in der gegenwärtigen, die Gerechtigkeit m der künftigen Welt hervortreten soll. Demidbar Rabba, K. 13: .ptiwn onx N2TI0 po ^mDi *pno brinn pnn |b. Damit steht auch in Verbindung der bekannte Ausspruch : }l w N n n DIN mn i'D. Bereschit Rabba, K. 1: nbnno pn^ fi -jdn nt xp&nt , hon "i^di pn"i nb.y hw *|.pi2 ib.Dtyo cbiybi n d n ■ rp n bx 'm G»nb» (d. h. Gott und nicht der öinuovQybg hat die Welt geschaffen, derselbe Gott allein ist Gott, und die Gerechtigkeit ist sein Attribut) mw rmn rm.1 b:w im» pbspDi pnn hn pby ppnao in -joina by im nbiyn int nwn w ifth nbirn nna bn pni hiidng rDV-- Wenn der Magier über Israel einen bcsondcrn Natioualgott setzte, der weit hinter den: wahren, ln der Schrift offenbarten Gott zurücksteht, so lehrt Simon ben Jochai (Sch emo t Rabba, K. 29: D"iyn Tx buN obiy wn bs by un mb:N bN-wb nupn pnb tn D3'by xbx w nrin' Nb. Wenn der gnostifthc Dualismus das Prinzip des Bosen in die Materie verlegte und daher die Welt als einen Ausfluß des Bösen darstellte, so lesen wir Bereschit Rabba, K. l: »imi-jHtfb nw dod rpb bii? obiyn ^nd GDIb Dnip^xb hd pnno jrib xbty u» n"3pn no» nbx nnnx . jiwbo n-qj Nim moyb moy'-wibn nmo-p^ba inuv nid. — Auch R. Abuhu, der bekanntlich mit Häretikern Umgang hatte, kämpfte dagegen, Bereschit Rabba, K. 3: p^nnm mobiy mp nw nobo inDx 't-jön , 'b pun Nb pnm h pun pn im ibx hn -trnw *?y ■~\m bD nN D^r.bvV nt innx: 't »moya dhjd 'n idn — .'b pun Nb pnm pun pn tnd did rnsiy Wenn der Magier Gott kurzsichtig und beschränkt -schalt,, weil-er doch wissen mußte, daß Adam sündigen werde, wenn er überhaupt die Sünde bei einen von Gott geschaffenen Wesen nicht begreifen konnte, so sucht die Haggada die Sündhaftigkeit des Menschen und die Allwissenheit Gottes auszugseichen durch 'folgende Stellcn: Bereschit Rabba, K. 2: "iDN in in» bw Drpßyyo n":pn rm obiy hw nbnno 'di D^tri hw cm^ym 'o^pna..— Bereschit Rabba, §. 22: inND .1'n MN.n jn möDi-pnn mon int ywim 'i idn udd D^Drinn (d. h, es giebt keinen Gegensatz zwischen der Güte und Gerechtigkeit in Gott) Mio nnora ii ii 110M llül.- — : Jalkut, Zahl 398: Nm&y Dmp Nin un 'n 'n rown nwyi ndh^ nn»b Nin ’uni din. Hingegen ist folgende Stelle recht guostisch gefärbt, indem sie nach dem Sündenfatl eine Veränderung in der Ursprünglichkeit des menschlichen Geistes eintreten läßt und voranssetzt, ohne den Sündenfatl würde der Mensch die primitive Ebenbildlichkeit Gottes behalten haben, eine Aufchanung'swcife, die sich auch in den Ciementinen im Namen Petrus' wiedcrsi'ndet. Die Stelle ist in Bereschit Rabba, K. 21: 'rDpnn n"3pn'jmw ^pin , lnrfrbni pjd .t^d , ^bnn hw myn nuniz/ po n^n obiyb-nsjb p^xnn cnxD pD , innb^ni.iDD nwo wm b^ inyn in» pbn? n^pn udd nnso n^n Dnxn jn gdin: vby pipo-b^nnn inbb/^.— Zwei andere Stellers eröffnen uns einen neuen Jdeenkreis, den wir näher erläutern" müssen, weit er mit dem bisher Vorgetragenen nicht Ln direkter Verbindung steht. Jelamdcnu, Abschn. Ki Tissa: DipD nin pN nrn D.ipp^ un mn. Nnsbn p Dv ’i idn '»nx uw) '8 biqd ■>DipD , \nx DipD nin NbN jnd 3TO ^DipDb blDD. — Damit ist zu vergleichen Hom. 17, 8: ,,Was zunächst den Ort (roTLoe) betrifft, so ist auch der Ort Gottes^ das p) ov, wie Gott das ov, und kann also mit ihm nicht verglichen werden. Dieses ov nenne ich das, was von Einigen Ort genannt wird, welches j nichts ist. Da es aber nichts ist , wie kann os dem! Seienden verglichen werden, es sei denn in diesem Gegensatz^ daß es das Seiende nicht ist, das Nichtseiende aber (iirj ov) genannt werde." Das ov fignritt,! wie bekannt, schon bei Plato und der xoTtog auch bä Philo. Vergl. auch Grätz, S. Ii7 über den Ausdruck UL" U'N iur Buche Jez ira. Bereschit Rabba, K. 1(>: n^pn NT TU (ni'yps y^N bm) yanx -idn nduh 'n , iobiy nx > nE nDN Nwn t »pn fi , mo^n ninn yyitk ppbo nriNi [byDbo nnNi ninn yD-ixb y^m