Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1849
- Issue
- 29 (21.7.1849)
- Date
- 1849-07-21
- Page
- Spalte 451-452 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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451 452 Studien. Die Schätze der hebr. Literatur in London. führt. Wenn die Vorsteher aller europäischen Bibliotheken auf Reisen sind, das Reisen kann man ihnen nicht wehren, und gehet den Lesern gar nichts an, so lasten dieselben die Schlüssel zurück. . Aufrichtig gestanden, ich schämte mich tief in meiner Seele, zu sehen, daß in einer jüdischen Anstalt einmal ein Buch von Intereste sein soll, und man soll es nicht zu sehen bekommen., Ich war tief durchdrungen von Aerger, zu sehen, welche Verachtung auf der jüdischen Literatur ruht, und welchen Werth diejenigen darauf legen, die sich so gern zu den Frommen zählen und welche glauben, daß pBW auch ein Stück Frömmigkeit ist. Wie würde es mit der jüdischen Literatur stehen, wenn die Bibliotheken allenthalben solche Vorsteher hätten? Ich war tief empört über diese Vernachlässigung aller literarischen Interessen. Ich habe wie König Salomo einst Boten ausgeschickt in ganz England, Irland und Schottland und in dem ganzen Reiche Ihrer Majestät der Königin Viktoria, die Schlüssel des Btt Ha-Midrasch zu suchen, und diese Boten haben denselben zurückgebracht. Ob der Vorsteher schon zurück ist, weiß ich nicht. Diese Boten, eine Gattung von Hudhud (worüber ^die verehrten Leser D'Herblot's Bibliotheque orientale Nachlesen mögen) waren nicht aus Fleisch und Blut, es waren eine Reihe von Buchstaben, die ich zu Epigrammen komponirte und eirkuliren ließ. Epigramme sind Schröpfköpfe,.die man ansetzt an Leute, um schlechte Säfte herauszuziehen. . Kaum waren diese einige Lage in Umlauf, so hörte ich, „die Schlüssel seien zurück". Gesegnet seien die Epigramme— Gesegnet der Mann, der sie zuerst erfunden hat. Ich war aber schon in Oxford als diese Nachricht kam. Die Leser des Orients, welche mit diesen „geflügelten Boten" Bekanntschaft machen wollen, können dieselben hier finden. Sie lauteten also: I. nnpnn nnanon -p^ya oa rvwm '? rwNrran jrwnob ns tsmpn n^aa nnnoja poy y1? p«* , nmy , 'tt ' njwannn ona nccw wjn p onntamb D'Tpsn Dy’b’tfi» an — nnDftn naw b^ Dnoru Dnson , on^ba nr bp ton1 D^ram : "nnDDD njnon bbnn' k,i II. 4 up p ^unj? nan^ (t’d "0 ytcw p^) "idd nnp nna^> n yim . , p ab na i? r\)rp rm*1? "idd nnp mab wwa dj 4 niw ub manm —1nbia’^ p** 4 nnDDn rwa *paai', npa: -ppso , nDN M HW jbb )!?* : "nnDiaa njnon bnnn bx„ : min III. in nvvsfDn nnjD 't naub (iöD nnp w)! onio n?nü n^ab njnoi hihd ba / '>r\ü)yh nwi Nb , wpa -pDD üh'jo uöd prn n , b.i Miasy ' 'nmn Nan , 'nyct? jnjb n^a "nnDDn npb; w^a p noin ♦ wnp!? nwn #b *piN na tb pb ubo b ullv'? nW □ bna , vhn '2 - ~T: "nnbiaa n.non bnn/> Wir verkästen jetzt die Bibliothek, deren Handschriften wir nicht gesehen, mit dem Vorsteher der verreist'war und der andern Vorstehern nachstehet, unb wenden uns zu einer andern Bibliothek, die wir ja gesehen haben. Es ist dies die im britischen Museum. Diese Bibliothek, welche sehr reichhaltig in allen Fächern der Literatur ist, hat im Hebräischen elwa 40—50 Handschriften, welche größtenteils aus dem Nachlasse des Sir Harly stammen, (der Katalog derselben ist in 4Foliobäridm gedruckt, unter den Mel . Bibliotheca Harle an a) woruinter einige sehr wcrthvolle. Sie hat auch sehr werthvolle gedruckte und zum Theil äußerst seltene Sachen/ die wir ßpät,er besprechen werden. Wir nennen vorläufig die merkwürdigsten Handschriften derselben. Wir werden später Auszüge aus mehreren Werken geben. 1) Das hebräische Lexikon, genannt xwb ’• bcö A. Josef Sarko (csfp^r f2) worüber wir, ohne es gesehen zu haben, in dem Vorworte unseres nniDDn DlD^p gesprochen hab-en. Es liegt in zwei Exemplaren hier. Das eine auf Pergament, 4., sehr elegant geschrieben, 286 Blätter stark, von 1474 datirt. (Harleana Nr. 5531), das andere auf Papier und Perg. Folio, gut geschrieben, von einem Schüler des Verfassers im Jahre 1466 (Harleana Nr. 6502). Es ist dieses Werk sehr selten, unseres Wissens befindet es sich auf keiner europäischen Bibliothek. Der Verfasser vollendete sein Buch im Jahre rfn ..(=== 1448). Er erwähnt oft darin sein Buch nbyD an. ^kÄr werden später mehr darüber sagen. 2) minn by D^p» OU1N sehr alt (Harleana Rr. 5520). Zu Anfang und za Ende fehlen einige Blätter. ' Das O>p)IN QUnn allein geschrieben ist sehr selten auf allen Bibliotheken. Die Pariser Bibliothek besitzt es auch. Au einer kritischen Ausgabe des D^p^N würden diese Handschriften gewiß gute Dienste leisten. 3) niD (Harleana Nr. 5779). Sehr gur geschrieben. 2) Wir nennen hier vorläufig das n«ab mn des Abraham Hichini (Konstantpl. 1655, 4), welches wir nach Asulai bereits erwähnt haben. Es ist eine Art Nachahmung der Psalmen und des cblj/ nJTD zugleich. Es ist ein Gutachten dabei von rvpin*