Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1849
- Issue
- 28 (14.7.1849)
- Date
- 1849-07-14
- Page
- Spalte 443-444 (sequence 6)
- Language
- German
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443 Studien. Gnosticismen und Antignosticismen. 444 nvQ das Grundprinckp aller Dinge: rä navra ivog ( nvgos SKysyctcovtct, 83 cn dem ftd) offcnCuircutcn Gnmbwesen sagten die Chaldäer: eavvov 6 TtatyQ ygnaGog, oijö’ Iv sy Svvciiici vosgä tüeißag i'diov nvo. Vergl. Nea »der, Genetische Entwickelung der vornehmsten gnvstischcn Systeme, S. 345. S i m o n M a g n S lehrte nach The oder et, daß die Substanz des höchsten Wesens das Feuer sei. Jllgeu'S Zeitschrift a. a. O. Als Gegensatz zu dieser Lehre, aber doch gnostisch gefärbt, lesen wir Beresch. Rabba, K. 3: p yityin’ 'l ’nj)üW oso >"ee uoru m -hb bm pist,t b"n miN.n nNiDj pno nun byo ihn» yby mn w p'nsm npb nnbwi n''opn tpyrw iSiD 1J)l. Interessant ist die Schlnßbcmcrknng: nOIDO “it&DN Np Ntcni. Ein Parallolglicd zum Feuer bildet das Wasser, das auch in der Gnosis eine wichtige Rolle spielt »nd seinen Rester in dcrHaggada fand, wie wir weiter unten scheu werden. Gott. Zur Oricntiriliig des Lesers schicken wir die Bemerkung voraus, daß in den Clementinischcn Rccognitivncn eine Debatte zwischen Simon Magus und Petrus enthalten ist. Es ist nun frappant, in der Hag gada die Lehren und Behauptungen des Simon Magus bekämpfen und oft die Ansichten Petrus' wiedcrgegcbcn zu sehen. — Wir stellen nun nach verschiedenen Gruppen die Stollen der Haggada mit ihrem gnostischcn Hintergründe zusammen. B c r c s ch i t Rabba, K. 8: 'n nx QM'cn tm — .'oi? o^iyn r>N nvin .mn^n nos 'ttbow ni^n n»yj s'Mi H Nin na b hon idin i^nki ntn hn wo1? to» po — /di? n'nicn: n’Dpsn (ntro) jr.in» po — .nn»n ’on^dot^dj dinh -m UTiicno n'D^iro din n&yi nt piosb , NiionN awab ns pnns jnu nnx no D^iyn pm ivsd — .np!2' myob nannt oms b idn Ialkut, Zahl 13: npoty oipo bs prn1 'n idn mn , 'di onn n»ys pds jnsi»n oDiipoN.i n« niNib 'n tim , 'di ans» o» nbrui mu /ot Tyn Jalkut, Zahl 27: 0'pii' D 0'nbtt pii' D lernts dp pniobi idin d'nnn .jnd std pN d'^n tb cd1? idn wni nbipn ns nidi bDN nt jb'ND b"N >jd tyj’N bsi nnmv maby inidh n^.udd fo.\n — .n’nJDiN ns Ialkut, Z. 34: ITH 01 een jn D”33 'l »11 — .nn»n dn^do ihns noo ihns Jalkut, Z. 83: '"0»>1 10N .lernsei erd .liier — .nii’v icj’yD nn« nm u Jalkut, Z. 856: 'n^N srin oo'nbcs 'n o bbpn n1? o'n^N , bin D»ni »np ]nz/Nin o'.i^n ■ — 3tm »mp »a»D Jalkut, Z. 22: 'n oniSN riN n DJ O'.Hern, NS’py 'n , >id'20 bw n?n djs 6u idin Wjh >01' 'n D’IDIN D’DirpSiV.l N'b» ’Nll) IHIN no'd 1DH — .Nitvyh .10 yir n'n osny Jalkut, Z. 47: inr< mj ts1? “?n ssyriM n“opn» D'ioiN don ’n V'n nnnp p yt»trp 'i on bw — .'ist 1S^> der sayni S'NS erni pn!?"er l'dNn ner ne»n Alle diese Stellen nun erhalten Licht und Schatten, wenn wir Nachweisen, daß sie Direkte Angriffe auf die Schüler des Simon Magus enthalten. Wir lassen zuerst Hilgenfeld, den letzten Darsteller der Clementinen reden. S. 125 ff. referirt er nach Ree. II, 36—66: ,,Siinou setzt dem Petrus entgegen: ich nehme viele Götter an, aber einen uilerfasjlichen und allen unbekannten, den Gott aller dieser Götter (c. 38). Aus vielen Stellen des Pentateuchs gehe hervor,— diese Stellen sind die i n d e r H a g g a d a angeführten, nämlich Gen. 3, 5. 22. 1, 26. 11. 7. Exod. 22, 28. Deuter. 32, 12. — daß einer von den vielen Götteril durch das Loos znm Gott des jüdischen Volkes gewählt sei. Gegen diese Behauptung verspricht Petrus nachzuweisen, daß der Gott der Inden der höchste Gott sei; auch wenn es mehrere Götter gebe, so können sie doch nur diesem Gott unterworfen sein, der von dem Propheten Moses der Gott der Götter (Deut. 10, 17) ge,rannt werde. Der Gebrauch des Gottesnamens sei überhaupt ein dreifacher, Gott werde genannt erstlich, wer in der Thai Gott sei, zweitens werde den Dienern des wahren Gottes, z. B. den Engeln, zu,veilen dieser Na,ne bcigclegt. Doch müssen die Engel, wenn sie von einem verständigen Manne gefragt werden, innner ihren wahren Na,neu angcbm.^ Es habe allerdings der höchste Gott einen besonder,, Engel die Leitung seines jüdischen Volkes anvertrant, der aber eben nur der oberste Erzengel sei. Drittens endlich werden aber auch heilige Mo naschen, auch die Götter der Uufrommeu genannt. So können also trotz des Gottesnarnens in derNtehrheit weder Engel noch Menschen in der That Gott sein, und es werden viele Stellen des Gesetzes und der Psal,nisten positiv für die Einzigkeit Gottes angeführt. Simon folge der alten Schlange, welche zuerst den Polytheisrnus ausgesprochen habe in den Worten: „ihr sollt sein wie Götter/'-- lieber dieselben Lehren Simons, wie ste in den Homitien vorgeführt werden, giebt Baur, christliche Gnosis, S. 316 ff. folgende Darstellung: „Simon will beweisen (Hom. III, 28) der Gott, von welchem man gewöhnlich rede, sei nicht die höchste allmächtige Vorsehung, denn er wisse ja die Zukunft nicht voraus, sei unvollkommen und vielen leidensvollen Zuständen unterworfen. Wird denn nicht der nach seinem Bilde geschaffene Adam blind geschaffen und von ihm gesagt, er habe keine Keuntniß deö Guten und Bösen gehabt? Ebenso sagt sein Schöpfer, weil.er nicht