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Der Orient · 1849-06-23 · 25 (23.6.1849) · p. Spalte 395-396

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Journal
Der Orient
Volume
1849
Issue
25 (23.6.1849)
Date
1849-06-23
Page
Spalte 395-396 (sequence 6)
Language
German
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395 und beruht auf PNniüs, kist. nat., VH* 7: primus Caesarum a caeso matris utero dictus. 3. Deraschot und Klrchenpredigterr. Wer erinnert sich nicht des Spottes, mit welchem man die Bizarrer« der alten Darschamm überhäufte. Die Synagoge steht aber hier Nicht allein, sondern findet ihre Spiegelbilder in der Kirche. Vor Spener predigte man in der Kirche über die Wörtchen Da und So. Z. B. das So im Glauben; das So im Leben; das So im Streben. In Dresden predigte ein Hofprediger über „Gottes Thurm'r. 1. Gottes Schtoßthurm; 2. Kreuzthurm; 3. Gottes Pulverthurm. Vergl. Rosenmüller, Beitrag zur Homiletik S. 10—12. Die Spielereien der Midraschim und spätern Darschanim waren nothwendige Durchgangspunkte der Homiletik , da wir denselben auch in der Kirche und Moschee begegnen. — Da Parallelen und Analogien das Verständniß der Geschichte erleichtern , und den Zusammenhang der geistigen Thätigkeiten bei verschiedenen Völkern darthun, so wäre es wünschenswerth, daß jüdische Prediger in diesen Blättern Parallelen zwischen der Homiletik der Midraschim und der Kirchenväter liefern möchten. 4. Raja Mehenrna. Ein schlagender Beweis dafür, baß dieses pseudo-kabbalistische Buch in Spanien versaßt wurde, ist folgendes. Abschnitt wa-Etchanan, 111, 264 a ed. Amsterdam bemerkt der Verfasser des Raja Mehemna in Bezug auf die Vorschrift von Mesusa:'^228 ^1 rprvm Njnna takcb) ndwb tojt p'-iDp. Die Sitte aber, keinen Unrath der Thürschwelle, der Mesusa wegen, zuzuführen, war besonders oder vielleicht nur in Spanien heimisch, wie dies der Verf. des „Mischnat, Chachamim", Mose Chag'is, berichtet. Er sagt nämlich in seinem Werke, 53 a: -i-isDD HMD) 1p JirUDttf 'nyom nnön p prb) wizho -nnn aaabo ünma iw hn p^o {van.nN naab . p^nno?n ^NJibaisa' way. ny ni'Dyüm ' nmian.Tiaa^ .epdunh by niDBwno ■ nn« n-ppnn nan pDDD dm nny wn onb oniaw n? wn dy*nb ro D^D^I nnon p norj DN. — Das Vaterland alter kabbalistischer Gebräuche bietet uns die Spuren für die Verfasser pseudo - kabbalistischer Schriften. .. 5. I. Chr. Wolf» Es ist interessant zu hören, wie sich ein alter jüdischer Gelehrter über den Verf. der Bibliotheca hebraea ausspricht. Mose Chagas äußert in dem sub 4 angeführten Werke, 4a: rpnj c^nytt fiO’DDa W) .feint feinn fein nnten imn rva hx »n« '3 ’~idd . i?a ns’DN3 Tpa/n npnyv ninann ninfe n&fea Dvi s d a ofea tw iio'am nsv iaai jnnm nnann Dpnison ]ttmn n"n , j1 dn 11 isd ]■>j>a d 10nnw ■ tntso ■ NipJ n"jjv .mann nbfenni nfem Tyna Fjfeii icasy1 ap |jnn nopNi Toysnsn aian tatoa) -, wsi niNa mcyja aioa?v' ihn’ rnnna fen nnaa otwpnm nfetan nipn mfe hy 'nix riäyn nam 'DI pE'i’i noiN ban man tfe’N <afe Das Werk von 396 Moses Chag'ks enthalt sehr viel lesenswerthr Beiträge zur Kulturgeschichte, die wir allmä'lig den Lesern mittheilen werden,— Seine Schriften sind ausführlich angegeben in Fürste Bibi, jud, I. Ad. Zellinek. - Literaturhistorische Miscellen. Gesammelt von Leopold Dukes. VIII. Wer gut schmiert führt gut. Diese bekannte deutsche sprichwörtliche Redensart war auch unter den spanischen Juden üblich, und wir finden sie bereits bei Josef Ca spi, der sie in seinen Schar schot Kesef Art. -,£>3 benutzt. Wir heben diese Stelle aus diesem Artikel hier aus. Er befindet sich zu Ende desselben, nnana wo msaN pm -pn hy nn« — — — ’aV nnayn la pw lyntwaa Nin vjd d rm (nweena) hy nih ptt6n nt t*aN n® ratpna minnmaa vijn ntrsont na»nn nm pntjmat? mam nsh ■pvi mN’asy iva nmn Dipoa n^nn inap’^ ay nj?rr nri'^ca «inty nruon n^t h"~> nnwon nxn 'a apy» ~idn pbi l'jya nrroon in?Na nJiW iy iva nvra' nü/DJ Daty D^niun hy noti» ij^Ssn atnac? na — — .ostarn nisa ix. tlc&cr ny'ttnn mi mn. Diese talmudische Stelle ist dunkel. Wir sprechen hier die Berwüthung aus, daß dies 'irr, vielleicht nur das hebräische N,n, „und er;/ ist, und die Idee entweder der py t ha g oraisch en nachgebildet ist, oder wenigstens in dessen Sinne zu nehmen ist. Pythagoras hat unter „er" Gott verstanden, vergl. die Note des deutschen Ilebersetzers (in der Stuttgarter Sammlung griechischer und römischer Prosaiker, zu Cicero de Natura deonnn 1, 5). Dasheißt „ich und er" d. h. Gott. Der Sinn ich und er sind verbanden. Es ist dies eine Art Wahlspruch gewesen. Wir hatten hier in diesen Worten eine Art susischer Versenkung ui Gott. Aehnlich wurde es schon vor vielen Jahren von Fürst hier erklärt. Man könnte uns einwenden, daß es k\,n aus Rücksicht gegen Gott heißen sollte. Diesen Einwurf erkennen wir an, .und würden uns sehr freuen denselben heben zu können, aber obwohl uns dies jetzt nicht möglich ist, so glauben wir doch nicht, daß die Grundidee dadurch aufgehoben wird. x. - Das cbiaan iqd des Isaak Israeli. Der Titel dieses Buches des berühmten Gelehrten (vergl. unsere Nachweisungen in unserem lileraturhistorischen Mit- Studien. Literarische Miscellen.

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