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Der Orient · 1849-06-23 · 25 (23.6.1849) · p. Spalte 389-390

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Journal
Der Orient
Volume
1849
Issue
25 (23.6.1849)
Date
1849-06-23
Page
Spalte 389-390 (sequence 3)
Language
German
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389 Studien. Grammatisches. 390 Talmüdstelle zu geben und bemerkt. endlich fünften s, daß ihm D'JInd 'd zur Einsicht nicht vorliege, weßhalb ihm das Dirn nicht erklärlich ist. -— Was den letzten Punkt betrifft, so liegt auch mir das erwähnte' Werk nicht vor, doch genügt für unfern Zweck eine Stelle aus dem 'Komm. zu Exod. 1, 9 vollkommen, aus welcher ich das Wesentlichste hierhrr zu setzen mir erlaube. Jbn Esra sagt zur a. S.: üdpd:> hd") pjn n'yb jd'd mm wn nDDD ddo WNsy w piit6 fvD rrn. udo pm wo Bynsrfr myD nöo bi dd&^dd bw .wnifif -mon odd nsdj prn Nuncy pDi \wb pD Nintp pn U'mn pw jruon pn aon “pm p&e6 udd p »thi mi pt^ , (Gen. 24, 27) Dm nta p) hdi dn n^o *0 nriNn pon p-rnn1? ddd pjn icom: p ni?D mm Dr,on n\\ oy fron paw-in fun o djdd mn i:dd Sm miDT D fu p xn i^nd DyDI , HJDD N1.T 6\\0 DDT! |)b6! Nlflff (ibid. 33, 6) inom xnn jfcinnb wm (3 p. sing.) ddd pj :c.— Wir ersehen aus dieser Stelle, daß die Orientalen bei der Weglassung des Dagesch in dem ersten UDO kein anderes Moment als grammatisches Kriterium zu Grunde legten, als die Unterscheidung von einem andern gleichlautenden Worte, etwa wie im Lateinischen duc zum Unterschiede von cluoe und diesen Grund bezeichnet Jbn Esra als DDttmD, man muß gestehen, daß man ohne die citirte Stelle in dem DO^DD und ebenso in dem mHD etwas Tieferes erwartete, daß aber jene willkürliche Bestimmung der Orientalen vom grammatischen Standpunkt nicht gerechtfertigt ist, werden wir weiter unten sehen. — Was Jbn Esra ferner sagt, daß DDD mit .pn Jimcn dagesirt wird, ist mir nicht klar, denn es findet sich ^ngpFl (Job. 7, 14), ’JnpJ (Ps 118, 18), Wit (Exod. 5, 10), welches K i m ch i zu den Ps. als Dagesch etiphoniciun erklärt, dahingegen kann das Suffix D niemals nach einem langen Vokal und ebensowenig in der Verbindung mit Vcrbis n^ ein Dagesch bekommen, in DDD hingegen ergänzt das Dagesch mit Recht das ausgefallene j. — „ Die Erklärullg, welche Hr. D. gegeben, ist allerdings sehr einfach, ob sie aber auch die richtige sei, mochte ich. fürs erste noch bezweifeln. Sie findet sich bereits in den von R. S.^ Dubno nach der Massora verfaßten DnsiD ppTi zu Rum. 13, 31, nur mit-dem Unterschiede, daß er sie nicht, wie Hr. D. in die Tosasot, sondern umnittelbar in die Gemara hineinträgt. Allein ich frage, sollte der Verfasser des Aruch, der unt. ^yz statt 13DD copn hx lesen will DD ri'N, sollte R asch i, welcher (Sota fol. 35 u) die garlze Tatuuldstelle streichen will, nichts von jenem.orientalischen Sprachgebrauch gewußt haben, wodurch die Stelle doch so leicht zu erklären ist? Ich bitte den. Hrn. D. noch bemerken zu wollen, daß die Tosasot in Arachin sich auödrückeu, )^VD während es oben bei Jbn'Esra nntD 'M-e 'nvDD heißt. Dies möchte zur Annahme bewegen, daß die Orientalen nur in der Vulgärschrist, nicht in der Tora den Unterschied machten, weshalb Aruch und Raschi davon keine Notiz nahmen. -- Ich will hierbei bemerken, daß sich eine Erklärung unserer Stelle in dem Werkendes R. G.Lüpschütz ^Jn 'D findet; ich bedauere dieselbe nicht citiren zu können, weil ich nur in Erinnerung aus frühern Jahren darauf verweisen kann. — Wenn Hr. D. meint, daß die Tosafot meiner Erklärung diametral entgegengesetzt seien, so hat er insofern Recht, wenn es mir darum zu thun gewesen wäre, die Tosafot zu erklären und ich bedauere, daß die Sprache in meinen: kurzen Referate allerdings eine derartige Absicht zu bezeichnen scheint; allein es galt mir in der Thai nur die Leseart des Talmuds herzustetlen, weshalb ich die Tosafot nur ungenau citirte. — Ich will nun zu zeigen versuchen, wie meine Hypothese ans sprachlichen Gründen sich rechtfertigen ließe. Wir sehen, daß das Setzen des Dagesch wegen Ergänzung eines schwachen Buchstaben (sw) nicht immer stattfindet, so wird das N in n^DD (1 Kön. 5, 25) durch das Dagesch ergänzt und geht dagegen tu rnbft (Ezech. 20, 37) verloren; das n wird, wie ich oben bemerkt , in den Verbis ri'h mit angehängten Suffix niemals ergänzt; andererseits das n selbst bei folgenden Dagesch stehen (vergt. Ps. 114, 5; 1 Kön. 12, 16 u. oft.), während es in ähnlichen Fällen elidirt wird (vergl. Jes. 3, 15; Exod. 4, 2);' daSD soll nach Jbn Esra zu Jes. 66, 17 in Df) durch Dagesch ergänzt werden, was aber niemals sich findet. Giebt es also keine feste Regel über das Dagesch bei den Buchstaben UHN, so dürfte die Annahme nicht so sehr gezwungen sein, daß man selbst beim Dagesch, wenigstens bei gleichlautenden Wörtern, den dagesirten Buchstaben nicht besonders hervorhob. Im Arabischen findet sich ein schlagendes Beispiel. Hier wird nämlich ans jeden der Buchstaben nach einem dschesmirleri . ein Teschdid gesetzt, z. B. V; was jedoch nur für die Koransprache gilt, in der Vnlgärsprache liest man nicht rnirrabbi, sondern mirabbi, das Teschdid zeigt daher nur an, daß das elidirt, nicht aber, daß das doppelt gelesen wird, dahingegen wird ein doppelter Buchstabe auch doppelt gelesen z. B. JpxtjJo jlXjuo „iniükiuiuiiuminon“; sollte daher nicht vielleicht auch das Dagesch im 3 anzeigen, daß zwar das H elidirt, daß aber trotzdem daS J nicht doppelt, oder wenigstens nicht so scharf, wie in dem andern gleichlautenden UDD. gelesen wird? Allerdings sagt Raschi (zu Sota a. a. S.) u. s. w.; alleili ich glaube keinen Tadel zu verdienen, wenn ich etlvas wage, 25*

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