Mannheim
Compact Memory

Der Orient · 1849-06-16 · 24 (16.6.1849) · p. Spalte 379-380

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
1849
Issue
24 (16.6.1849)
Date
1849-06-16
Page
Spalte 379-380 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/8555529-9893953-9893983--5949-3535072
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

379 380 Studien. Literarische Miscetten. aobm b, nn-npi w ^$>1 rrcm nra pi»V xim pD’p innK^ct'* dicö erinnert uns an die Tage über die Geburt des Aeskulap. — Dr. 8. 8 evv so h u. Literarische Miscellen. II. Aebev einige Nominalendungen. Eine der eigeuthümlichsten Nominalendungen ist aeb (rr) und diese Nominal-Endung ist schon Conc. S. 141 bei angemerkt, wo zugleich ausgesprochen wurde, daß diese Nominal-Bildung auch in den indo-europäischen Sprachen ihre Analogie bat. In der Bibel gehören dahin pp'ip, Bledellium, aus tr’2, h'ViIl gebildet, wo die Wurzel p“Q ist. Sonst gehör: aber im Talmudischen dahin: (def. Aal; andere schreiben 'Abode Sara39 u. Die Wurzel istO^', ausziehen, abziehen, entblößen, also nur Nebenformen von Im Arabischen heißt 2^? spoliavit, .eigen tt. einen von Waffen, Kleider entblößen, die Bedeutung entblößen, als aktive, ist aber sekundär, von der Grdtg. bloß, nackt, glatt sein, rp^ heißt also der Glatte, daher. Aal. Aehnlich der Wurzel 2^ f finden sich im Aramäischen die Wurzeln und wovon Nomina abgeleitet werden, die von der Glätte ihre Bezeichnung haben als z.. B. xnzbh Auster, eig. Muschel (Thier), Perlemnuschel, Schildkröte (Neuh. würden diese N.omina - heißen rpj^/T , rPID^p , H£6]). Verwandt sind auch die arabischen Wurzeln und in den Ableitungen sfiiy. Haut, riDbl Muschel. Ferner gehört hierher: fiE&p, Meerlinse (aram. d>'NO^p). Hier ist die Wurzel Ferner ist dahin zu zählen: NÖ^, Blase . In Bezug auf diese Endung möchte ich noch bemerken, daß wenn die LXX Bdolach mit Beryll wiedergeben, wahrscheinlich nVlp gelesen. Die Nominal-Endung aram. findet sich im Talmud in den Wörtern: Senf, von Tin reiben, kratzen; bülty Hängematte von Bett, aram. ) ‘PHp*] Schrank, von niederlegen. Die Endung in Lösegeld, von p~)E). Die Endung bl" in eine Pilzart. — * * III. Die Hochachtung des Aristoteles. Die wahrhaft merkwürdige Hochachtung, welche Aristoteles bei den Bekennen des Islam genoffen, setzt in der That in Erstaunen. Ibn-Ro schd sagt von ihm (AverroeKL. 1. de g*en. anim ) wir müssen Gott preisen, daß er Liesen vor allen vollkommenen Mann geschaffen, daß er ihn; mit der höchsten Würdigkeit, die noch kein Mensch in irgend einem Zeitalter erreicht hat, begabt." In den Schulen der Türken wurden seine Werke gelehrt, auf der Hochschule zu Samarkand, in der gebildetsten Stadt des Großmoguls, wurden seine Werke von tatarischen Weisen erläutert (s. Olearius, Reise nach Persien) und die Perser, welche seine Philosophie den Becher der Welt nennen, beschäftigten sich in ihren Akademien mit ihm. Und eben so merkwürdig ist seine Verehrung in öer christlichen Kirche. Man hielt ihn bald für einen Heiligen und Cölestin Rödiger (L. 17. c, 34) schrieb ihm zu, daß er Offenbarungen vom Heiland der Welt gehabt und der berühmte Kardinal Ag rippa im Anfänge des 16. Jahrhunderts erzählt uns in seiner Schrift über die Ungewißheit und Nichtigkeit der Wissenschaften (Köln, 1527. Paris, 1529. Antwerpen, 1530), daß die Geistlichen zu Köln ihn den Vorläufer in naturalibus, wie den heiligen Johannes den in gratuitis nannten. Der gelehrte Georg Trebyzont har sich abgemichet, die Uebereinftimmung der aristotetischen Philosophie mit der heiligen Schrift zu erweisen (Coriiel* a Lapide praef. in Eccl ). Zu manchen Zeiten der scholastischen Blüthe soll man, wir der deutsche Uebersetzer (1748) von Fenelon's Abrege des vies des aueiens -Philosophes erzählt, die aristotelische Ethik in den Kirchen statt der langweiligen Postillen vorgelesen haben. iv. Zehuda ha - Lewi's Muster. Im Kusari erscheint der celigionsphilosophische Stoff in dialogischer Form, ähnlich der des Platon, die wie dort zuweilen fast der dramatischen sich nährt. Wie Platon Mythen und Allegorien zum Gerippe seiner Dialogen gebraucht, so Jehuda Ha-Lewi die zur.Mythe gewordene Geschichte des jüdischen Chasaren-Reiches, und. der jüdische Philosoph en Kastilien hat entweder Platon, den er in arabischer Übersetzung vor sich gehabt, zu seinem Musterbilde genommen, oder diese Gewandung des philosophischen Stoffes lag im Geschmacke und Sinne seiner Leser. — . Literclturhistorische Miscellen. Gesammelt von Leopold Dukes. YL Das .n'U mm) di. Das pptf , eine Sammlung diätetischer Regeln in Versen, wie die der Schule von S o l er no, welche im ganzen Mittelalter berühmt war, welches allgemein dem Jehuda Alcharisi zugeschrieben wird, ist in einer Pariser Handschrift (170 Oratoire Folio, Papier mittelmäßig geschrieben) dem Maimuni zugeschrieben.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.