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Der Orient · 1849-06-16 · 24 (16.6.1849) · p. Spalte 373-374

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Journal
Der Orient
Volume
1849
Issue
24 (16.6.1849)
Date
1849-06-16
Page
Spalte 373-374 (sequence 3)
Language
German
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373 ficnb durch pjrar pmn ma wvnpDiD ftmin wrcdergiebt, woraus ersichtlich ist, daß das Thier schon mit zwei Jahren - rtay zu heißen aushört, so ist die allgemeine Annahme der Nabbinen, daß das Thier mit drei Jahren oder genannt zu werden beginnt (vergl. Binr zu Gen. i. 1.), deshalb konnte unser Opfer nach MaimUNL (Jad. Hachas. Hil. Par. Ad. c. I. tz. 1) drei auch vier Jahre alt und noch älter sein, wenn es nur nicht die rothe Farbe verloren hatte. — Das Wort nonN iinrb verschieden w i cd erg cg eben. I oses (AG. IV, 4) bezeichnet das Opfer mit den Worten: okokIt]- qov ^ctvdrjV TtccGuv, übersetzen wir gav&jjv mit t/vvt()? gelb", so stimmt es mit der Beschreibung des Muhammed überein, die er (Sur. 2, v. 64) von der rotheu Kuh macht, sie sei nach ihm der S ohar (zu Parasch. npri fot. 143 a) bezeichnet die Farbe als rm/D NpoiDy indeß kanll das hebräische DHN nur ,,roth" heißen, wie es deutlich die Paronomasie (2 Köm 3, 22) von C“D D'Ditf darthut, im Samaritanischen heißt daher Blut neben pn aucC; din. — Das. Wort nß'ön wird verschieden ausgefaßt. Die meisten Nabbinen beziehen es ans HCHN, fo, übersetzt es auch der Syrer adverbialisch; Jbn Esra (zu u. S.) kommentirt n^nn Nincr, ruron; ß'fcricuS (ibid.) bezieht cs auf das nachfolgende -)ü/x rD p^5 Hieronymlts (zu u. S.) endlich interpretirt: aetaus inlegrae. Cleriens verweist auf Lev. 22, 21, wo eine ähnliche Talrtotogie verkommt, hiergegen bemerkt Zeller (de vaeea rufa p. 300 not. f.): si liypolhesis derlei ohlineret, necessario copula Vay interponi debuisset, quippe quod lectori S. S. ubiyis olmum est in Scdplura obseryari, ubi tarn d i s ii n c t a e qu a 1 i t a L e s describuntur. ■— Allein hiergegen genügt das eine Beispiel Gen. 6, 9, hier heißt Noa Q'DH .pns, -woju Jona tan P^lo , dagegen Jbn Esra cron , wyqa pnü D'ftn Nin? n^a, es fehlt also das j vor Q'M, obgleich, hierin eine besondere Eigenschaft bezeichnet ist. Es läßt sich daher zwischen der Auffassung der Nabbinen und des Cterieus aus sprachlichen Gründen schwer entscheiden.— 10) nony rfeiy heißt bei den Nabbinen das Opfer bei einem stattgehabten Morde. Ucber das Atter des Opfers heißt es im (Sifti (vergl. Jalkut Schim. p. 289 b): nmm d w'm htidi nrw na ri^i? idin WS 'l nm Ol na rre? pw na nSiy qv-idin. Das Wort Sty ist abgeleitet von welchem das hebräische das (Ps. 29, 6) vom Kalbe gebraucht wird, synonim ist. — HDny von ppj;. Die Mischna (Sota 9, 5) läßt die Tödtnug des Thicres durch daß Instrument pptp stattfinden, welche Art des Todes (Sanhedr. 7, 3) beschrieben wird:■ ins'nbliJQ nnna pK. Zur ersten 374 Stelle komwentirt Berlinoro: , PMp, anders (zu Bechorot 1, 7): QOnnv Mäpntf pp jnj pDD 2W2 n, nach dieser Erklärung wäre p'Olp ein Flcischbeil, wofür auch PLp in der Mischnastctte zu Sanhedrin spricht. — 11) nop ist der Name des Getrcideopfers, das man am 16. Nisan darbrachte. Man leitet es ab entweder von yzy ,,eine Garbe machen", oder das zist für n, weil man die Garbe fest zusammenband, wie im arabischen (vergl. Simon Lev. 8. y.). Die I-XX. giebt es gleichlautend yo^op wieder, da es der Eigenname eines Maaßeö war (Evod. 16, 35). Das Omeropfer wurde aus Aehren bereitet (vergl. Biur zu Lev. 2, 14), die Garbe mußte daher so groß sein, daß mau das erforderliche Maaß daraus gewinnen konnte. — Ucber haben wir oben S. 302, über biwy S. 184 gesprochen. Ucber einige seltene jüdische Ritualien im Besitze dos Herrn Dr. Albert Cohn in Paris» Mtgerheilt von Leopold Dukes» (Fortsetzung.) Wir haben bereits öfter bemerkt, daß der-größte Werth dieser Gedichte sowohl in Hinsicht der Stylistik als der Erbaulichkeit in dem Musivstyl beruht. Der Leser hat bereits manche solche Gedichte gelesen, und vielleicht mit Vergnügen. Die meisten derselben sind drei- oder vierzeilige Strophen/wo der letzte Vers eine Bibelstelle enthält. Diese Bibelftelle ist das Salz, welches auch den Leser ergreift und theils zur Rührung (Heils zu einer augenblicklichen Betäubung. bringt. : Wir müssen hier folgende Bemerkung kurz aussprechen. In den guten jüdischen Gebeten der maurisch-spanischen Periode ist das Geistreiche mit dem Erbaulichen vermählt. Eine Erscheinung, die zum Nachdenken für Psychologen Veranlassung geben kann, denn das was man im gewöhnlichen Leben Salbungsvoll nennt, ist nicht das, was wir geistreich zu nennen pflegen. Zum Lheil ist die Kürze auch Mitursache davon. Diese Bibelverse frappiren hier durch ihre ungewöhnliche Erscheinung, und prägen sich dem Gedächtnisse eim Diese Kürze ist es , die unter andern Klopstoks Grabschrift auf seine Frau, welche wir in Ottensen gesehen haben, so berührm wachte, und welche wie viele Leser (sich erinnern, so lautet: „Saat ge sä et von Gott am Tage der Garben zu reifen". Solche Gedanken, so bekannt sie sind, in solcher Kürze ausgedrückt, kennen den Leser in sich kehren machen. Studien. Jüdische Ritualien 24

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