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Der Orient · 1849-06-09 · 23 (9.6.1849) · p. Spalte 363-364

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Journal
Der Orient
Volume
1849
Issue
23 (9.6.1849)
Date
1849-06-09
Page
Spalte 363-364 (sequence 6)
Language
German
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363 .an die Griechen,, indem er durch besondere Umstande herbei- .gefiihrr auf friedlichem Wege entstand, folgte auch nothwendig der innere, geistige an die hohe hellenische Bildung. 3. Iaddua, der jüdischer Hochpriefter unter Alexander, war, in Jerusalem sitzend, der Leiter und Führer des Volkes, an den sich die Obermacht in Bezug aus Mische Angelegenheit wendete. Er hatte dem Darius den Eid der Lreue geleistet, me gegen ihn die Waffen zu führen, und an ihn wandte sich Alexander, als er Tyrus belagerte und Hjlsstruppen und Lebensmittel für sein Heer verlangtes Zn feinem hochpriesterlichen Amte kündigte er Fasten und Buße an bei unglücklichen Ereignissen, ordnete den Tempelkult, und seiner Bekanntmachung an das Walk in Bezug auf das Verhalten nach Außen leistete das Volk willig Gehorsam." Das Volk lebte unter einer Priesterh errschast, der es willig und gläubig gehorchte. Neben dem Hochpriefter hatte auch, der judäische Senat zu Jerusalem (die sogenannten Aeltesten) eine große bedeutsame Macht, die er sogar, wo es etwas Wichtiges galt, gegen die Familie des Hochpriesters geltend machte. Er befahl den Bruder Jaddua'ö, der eine -Ehe mit Nikasa, der Statthaltectochter zu Samarien, eingegangen, Prüsterthum und Jerusalem zu verlassen, was er auch LHun mußte.7 — Der Hochpriester wurde freilich vom Senate erwählt, allein zuweilen mag es geschehen sein, daß :t>u Oberfeldherrn oder die Statthalter sich in diese Belehrung mischten, zumal dieses Amt viele Neider erweckte. Jad- -dua war von diesem Senate gewählt, und der Oberstatthalter Mer Syrien, Phömeien, Samarien und Palästina nahm ihm den Eid der Treue ab. 4) Men asche, Bruder des Hochpriesters Jaddua, heirathete Nikasa, die Tochterdes Sanballal II., des Statthalters von Samarien unter dem letzten Könige Daraus, und er glaubte durch diese Mischehe eine Einigung zwischen den gespannten Provinzen Judäa und Samarien herbeizuführen. Aber sowohl sein eigener Bruder, der Hochpriester Jad dua, als der Senat zu Jerusalem, war dieser Mischehe mit einer Samaritanerin höchst abgeneigt, und man stellte ihm die Wahl, entweder das Priesterrhum, oder das Weib aufzugeben. 8 Menasche verließ das judäische Priester- Shum, sein Schwiegervater erkannte ihn, vorläufig als Ersatz, für den Hochpriefter Samaneris an, und eröffnet ihm die Aussicht, durch Darius, der als gegen Alexander ziehend dort erwartet wurde, auch das jernsalemische Hochpriesteramt zu erhalten.'' Ihm schloß sich diejenige Partei der jüdischen Priester oder Laien an, welche in Mischehen lebten, deren Zahl groß war, oder die wegen des jüdischen Rigorismus es lieber mit den laxeren Samaritanern hielten, und Sanballat 5) Jos. AG. 11, 8. 3. 6) Lb 11, 8. 4. 7) Jos. AG. 11, 8. 2. 8) Jos. AG. 11, 8. 2. 9) ib, ib. — 364 lockte sie noch überdies, seinem Schwiegersohn zu gefallen, indem er unter die Ueberläufer Geld und Ländereien verrheilte.1(> Literarische Analekten Aphorismen. 13) Man versteht unter ,,spanisch" gewöhnlich etwas Fremdes, Seltsames; auch bei den Alten ist jene Vorstellung mit dem ähnlichen Ausdruck bezeichnet, man vergl. die Talmudstelle (Nidda fol. 30Z>): [NO siL" DIN N'D3Dn:i D)b»n nun?, hier wird das seltsame der Erscheinung durch N^OOON noch erhöht, oder die Midraschstelle (M. Nabba z. Bereschit fol. 4ll) oyo non ru*N n^dond rb)yb) tmio rbwb vyo rpiyn n, hier »wird das Entfernte, Fremde durch jenen Ausdruck bezeichnet. Es ist jedoch überhaupt noch unbestimmt, ob unter n^ddn Spanien, oder im Sinne des Zeruschalmi N'V2N in Syrien zu verstehen sei (vergl. oben S. 198); wir glauben aus sprachlicher: Gründen für das Erstere uns erklären zu müssen. N^OOON entspricht vollkommen dem lätein. Hispania, tt>tc auch Italia gebildet ist. (Wir verweisen auf Trakt. Megilla fol. 6b, wo dieser Name einer Stadt beigclegt wird, es heißt'hier N^co'N bw ^n.l "po r\] p in der venetianer Tatmudausgabe ist für VON hier geschrieben.) Das N in N^QOON ist aus dem H. entstanden, wie in O0""NN (Gittin 57 ]>) aus Hadrianuö, ON^ON aus Homeros, (M. Rab. iblcl. fol. 12 b) aus swrä u. a. m. Die Aphäresis des deutschen ,,Spanien" ist im Aramäischen vorhanden in (Sabbat fol. 115 a), was endlich das ü betrifft, so kann dies für ir stehen, wie manzer für OIDD. Wir wollen bei dieser Gelegenheit noch auf Llboda Sara sot. 52 b verweisen, wo NiN'i'O-rn N01H vorkommt, nach Rasch! und Toseföt wären es Hadrian und Trajan; allein das ) von ' NJ'niD inöchte uns zu der Annahme bewegen, daß hier nur eine Person und zwar Hadrianuö Tyrannus bezeichnet sei. Den Beinamen dürste ihm das Verbot der Beschneidung zugezogen haben, in Folge dessen der bekannte Aufstand unter bar Kochba stattfand; daß Hadrian zu den guten Kaisern gehörte darf um so weniger maaßgcbend sein , da der vielgerühmtere Titus sich den Beinamen y&n (Gittin fol. 57 a) gefallen lassen mußte, worin bekanntlich der jüdische Geschichtschreiber Josefus die Ansicht des Talmuds nicht theilt. — Schließlich wollen wir noch bemerken, daß selbst das H. in (Baba Batra fol. 73 d) sich erhalten hat, welches wir durch Hungaria wiedergebm möchten, falls wir mit Targum zu Ps. 83, 7 durch Ungarn über- 10) ib. ib. — Studien. Literarische Analekten.

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