Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1849
- Issue
- 22 (2.6.1849)
- Date
- 1849-06-02
- Page
- Spalte 343-344 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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843 Studien. Machasor Avignon. 344 sein müßte, wegen des folgenden nttn “6lD, welcher am Freitag unter St. 8,876 fallen würde. Weiter unten werden wir sehen, wie er auch von 9,204 herab es gewesen sein müßte, (Beschluß folgt.) Ueber einige seltene jüdische Ritualien im Besitze des Herrn Dr. Altert Cohn in Paris. Mitgerheilt von Leopold Dukes. (Fortsetzung.') II. Südfeanzbsifche Ritualien. 1) Machasor von Avigno n. •.(p^iN inno) Ueber dieses sehr schätzbare Ritual hat bereits Zunz vor einigen Jahren in der Zeitung des Judenthums eine ausführliche Anzeige gemacht.^ Wir können uns hier kurz lassen. Dieses Machasor ist sehr selten, selbst in Avignon und in der Umgegend ist es nicht leicht zu bekommen, wie wir von Leuten wissen, die in dieser Gegend waren. Die Pariser Bibliothek besitzt eine schone Handschrift von diesem Ritual. 1) Ueber die jüdischen Dichter der Provence vergl. Zunz m seinem Buche: zur Geschichte und Literatur S. 269 ff. 2) Dieses Machasor ist schon geschrieben auf Perg. Fol. Zu Ende desselben lesen wir die Worte et3 inn.ini non nt np) nobtcM iimi— — wbw dtind! d'd^ IVOI 1)V W>n, rtrrb nntyj?) MN ■dn Inh rasrnn wnn dem jcd n^iy in’id1? rroy : 'i nyiv' OM n n anp-^np by nhby \m N’in i)E3i nW i^ru nJDDD uioyi •••nnsny dqioi o’ibn ’Diny cuv ]dn mV*pt3s i>om Di'^y du ien DV1 iper “Din in '3 non i>ob hm npo ns n^yy-i idd D'ttnnn Ninn rara bj * * unJU in'toni toi ioe ’ 1ni< n"i iy * rno P’J'in npyi Wt-tnn eni3i hddi iddi idd d6’3’ nI? o'i3i iroty 13K oyoo nupn ii’Sy nui «-ui i'yi bo bip .'ui u'^y om 'i n^iV unipm Für srfr 3"iy lesen wir auch: 13 3py 'l 1311 D311 ND' 1131 tbmb HDD idioisp ^1-pio iNiDUip 'i miyi^V Nipji D’in — .UDD by iniM3 t?ipD3 p3ip j’ity D'Tcnn by Ueber das ly1? und haben wir irr diesen Blättern in der Recmsion über Hupfelds Broschüre ausführliche Mittheilungen gegeben. - Wir lassen hier nachträglich noch folgende Stelle aus den ni&m des R. Josua Ihn Schoeib (S. 5 nj /d) hier folgen. pw hin ide urb wd’dj/3 L" '3-— Wir haben jetzt nur die Sammlung der. und das Machasor von nS und das von den übrigen Festlagen haben wir bis zur Stunde nicht gesehen. Dieses Ritual ist sihr werthvoll. Besonders zeichnet es sich durch erbauliche Poesien aus, die unter dem Namen nroin bekannt sind. Diese ninDJri, "der welche wir bereits in unserm Buche: zur Kenntniß k. gesprochen haben, bilden einen.sehr wichtigen Bestandtheil dieser Sammlung in den Frühgebeten (nmDtyNj, viele derselben zeichnen sich besonders durch Geist und Salz ans. Bevor wir einige Proben davon geben, wollen wir nur noch einige Worte über den innersten Geist Vieser Gedichte sagen. Die meisten dieser Ermahnungen haben den Tod und das Gericht jenseits zum Inhalte. Der Tod war von jeher der mächtigste Verbündete der Geistlichen auf der Kanzel. Die Schrecknisse desselben zu malen, war oft das beste Mittel, die Zuhörer von der Kanzel herab niederzudonnern und den härtesten Menschen zu erweichen. Der Tod ist unausbleiblich. Dieser Erfahrungssatz, so alt als die Welt, hat verschiedene Resultate veranlaßt. Die Epikuräer in der niedrigsten Bedeutung des Wortes und die wahrhaft Beschaulichen und Erbaulichen haben diesen Spruch auf ihre Fahnen geheftet. Der Lvd ist unvermeidlich — daraus folgt, sagen die Lebenssüchtigen, daß man jeden Genuß erhaschen muß, wozu sich die Gelegenheit darbietet. Horaz Md. B.!, 4) drückt dieses mit den Worten aus Pallida mors aequo pulsat pede pauperum tabernas Regnumque - turres — — — (Schäferhütten und Kömgsschlösser betritt mit bleichen Schritten der blasse Tod.) Dieses war von jeher die Devise der Lebenssüchtigen, Epikuräer vor Epicur, und nicht in seinem Sinnes Diese :y^ 11^ tV'W 1013 31 HDD3 103 D'IIN* DP31 D1^> n*< 1^ nN 1')'30 k f’N '0 litt iib6 Dn3io i'M ins — — .«Hi3)i!?3 d’Iik 0'0y pi pmi3 „Es giebt Völker die eine Sprache aber nicht einerlei Ausdrucksweise (Dialekt) haben, wie in Spanien und Frankreich, wo sie eine Sprache haben, .aber dennoch nicht einerlei Dialekt haben, denn sie verstehen sich nur mit.Noch ebenso ist's bei vielen Völkern in der Lombardei." 3) Solche Leute gab es schon zur Zeit des Propheten Jesaja. Die Worte daselbst rHEtf T1D *0 (22, 13) sind nur der Ausdruck für diese Ansicht. Äie Stelle in der Weisheit Salomonis (Kap. 2, 1—10) ist ebenfalls nur ausführlicher der Ausdruck für diese Ansicht. Daselbst Vers 8 „wir wollen uns bekränzen mit Rosenknospen u. s. f." deutet auf die griechische Sitte der Bekränzung hin, es ist nur das Kostüm griechisch aber nicht die Sache. Wenn Eichhorn in seiner Einleitung zu den Apokryphen wir haben jetzt das Buch nicht vor uns, um genau die Seite, an- I