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Der Orient · 1849-05-26 · 21 (26.5.1849) · p. Spalte 331-332

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Journal
Der Orient
Volume
1849
Issue
21 (26.5.1849)
Date
1849-05-26
Page
Spalte 331-332 (sequence 6)
Language
German
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Studien. Opfer nach dem Lempel. >— Aphorismen. 332 331 altars bedürfen. Die Antwort des R. Jehuda an den Kaiser . war daher, ganz den Gesetzen gemäß. Ms nämlich Antoni-; rius ihn frug, ob man einen neuen Opftraltar errichten könne, gab er zur Antwort miDp & rwyb TDD/ da bei Nichtrrmittelung der Statte die Errichtung des Altars zwecklos gewesen wäre. Tal. hieros. Der Räucheraltar war von Gold und daher zuerst von den Römern zerstört und beraubt worden. Die Notizen der Kirchenväter können sich wie oben bemerkt auf den samaritanischen Altar beziehen; daher die Ansicht, daß das Opferwesen zwar nicht auf beliebigen Stellen wie auf Privataltären fortdauerte, sondern bis zur hadrianischen Katastrophe auf dem verschont gebliebenen oder neu restaurieren Altar nach genauer und gründlicher Kunde der früheren Altarstelle stattgefunden hat. * In Hinsicht der Stellen (Jabin Sch'auia und Salomon b. Zemach Duran) in Betreff des Rabbi Gamliel, der seinem Sklaven Tabi den Auftrag gegeben, das Passahlamm zu braten, kann nur auf dem geradesten Wege von Gamliel II. erkläre werden, und die Gelehrsamkeit der sich die Hrn. V. bedienen um dieses auf Gamliel l. zn beziehen, so wie die Erklärung der ersten Stelle, daß eine Rücksichtsnahme auf die Opfer bei Einschaltung eines Monats auch nach der Zerstörung des Tempels stattgefunden haben, ist eine kühne Behauptung, die wir auf keine Weise bei den späteren Zeiten in der Chronologie wahrgenommen habe. Auf die Beweise, die die HH. V. entnehmen wollen von dem Ausdruck non “iHH DJ hy ist zu bemerken , daß dort nicht ntyDH, sondern rbyü steht, welches im hebräischen Aufgang oder den Ort, wo man hinaufgeht, bedeutet, ohne dabei gar an Stufen zu denken. Nehem. 12, 37. 1 Sam. 9, 11. 2 Sam. 15, 30 und selbst vach der Anführung (Lalm. hieros. MaaserScheni) ni^yQ by nn DHD n ist auch nicht ausreichend, um den Beweis vom Bestand des Tempels dadurch zu führen. Wir finden eine ähnliche Stelle Makkot 24 b, die lange nach der Zerstörung des Tempels abgcfaßt ist, wo bemerkt ist, daß ein Schakal aus dnn Allerheiligsten herausgegangen ist, obgleich dasselbe längst zerstört war. Auch kann ich mit geringer Mühe ähnliche Stellen aus dem Talmud anführen. Die Erlaubnis; zum Gebrauch des gewappneten Böckleins D^?pö HJ ist auch nicht maßgebend, da diese Freigebung vielleicht nach Zerstörung des Altars und Planirung der Opferftelle ftaktgefunden hat und die Stelle in Pesachim 1,2 unterstützt diese Meinung. Daß die HH. V. bas Stillschweigen vom Talmud über das Opfern auf der Altarstätle bis zur hadriarüschen Katastrophe, als Beweis gegen die Fortdauer des Opferkultus stellen, bestätigt sich auf keine Weise. Ausdrücklich ist in Sebachim 62 a bemerkt, daß einer *) Da ich mich niemals mit dem Studium der Kirchenyarer befaßt habe, so maße ich mir auch nicht an, ausreichende 'Erklärungen ülier ihre Aussagen abzugeben, und habe blos wegen der von Hrn. G. und F. La ihrem Aufsatz angeführten Stellen für gut befunden, einige Andeutungen zu deren Erklärung abzugeben. D. V. der drei Propheten bezeugt hat, baß. man selbst vor dem Bau des Tempels opferte, aber vorher ist dort bemerkt, daß ein anderer Prophet wieder die Altarstelle angezeigt hat, welches unsere im Eingänge ausgestellte'Meinung völlig bestätigt, da beide Zeugnisse unumgänglich zur Fortsetzung des Opferkulrus nölhig waren. Zugleich kann ich nicht unbemerkt lassen, daß die HH. V. den berühmten Chajes eines Mißverständnisses einer Stelle im Talmud beschuldigen; denn die Behauptung des Rabbi Josua schließt sich au die des Rabbi Slieser anfo wie dieser behauptet, daß man zur Zeit Esra's Umgänge gemacht habe, um Leu Opferkultus auszuüven, so war auch Rabbi Josua's Meinung, daß man auch auf der Altarstätte bei der erwanigen Restauration den Gebrauch ausüben könne, und vielleicht ist von Zeit zu Zeit bis zur Planirung der Tempetftätte von dieser Erlaubniß Gebrauch gemacht worden. Der Traktat Edujjvt VIII, 6 ist gleichlautend mit dem von Megilla I, 10. Es ist daher möglich, daß, da der Opferdienst auf den Höhen verboten war, selbst Einzelne die Tempelstätte besuchten, um dort einen Altar, worauf sie Opfer dringen können, zu errichten, welches besonders bei dem Passahlamm der Fall sein konnte. Uebrigens hat Chajes vorzüglich die ursprüngliche Lesart der Mischna für sich, daß an drei Stellen nicht das Wort bemerkt ist, nämlich Megilla 10, Schebuot 16, 6 und Adajot 8, 6, und nur die einzige Stelle Sebachim 107, 6 hiervon eine Ausnahme macht. Auch kann sich das auf die jüngst vergangene Znc nämlich, was noch in seinem Zeitalter geschehen ist, beziehen. Auch ist an der von mir oben angeführten Stelle Sebachim 62 a rro |w ’Q by> s)N pnpDty Dni? -pyrw mw nicht bemerkt, wodurch wohl die Herren Verfasser ihre voreilige Kritik zurücknehmen und Chajes in seine frühere Würde einsetzen werden. Sehr wichtig ist der Beweis von Kreizenach von R. Jehuda b. Batsra, Pesachim 3 b, welche Handlung sich wahrscheinlich in den 70 Jahren von der Zerstörung von Titus bis zur hadrianischen Katastrophe ereignet haben muß. Der Freidenker Kreizenach dachte nicht daran, daß er durch diese Erklärung verschiedene Fragen von Tosafot und rW2 beseitigt hat, indem R. Jehuda b. Batcwa nach der Zerstörung des Tempels nicht verbunden war, die Gebote des Besuches des Heiligthumes am Festtage und das Paffadopfer zu erfüllen. Ein Mehreres hierüber folgt in der Fortsetzung. * * XI. Aphorismen. 4) Man konnte die Worte: ruv crynön dwdjh vbw itopi crrwD Dotpun 'Dy (Micha 3, 5) auf die Reaktionäre, hingegen die Schlussworte: ]rv> -mn norfe \by iicnpi o.tq auf die Ultrademokraten unserer Zeit beziehen; heuchlerisch sind die Einen, ungestrim die Anderen. —

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