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Der Orient · 1849-05-19 · 20 (19.5.1849) · p. Spalte 315-316

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
1849
Issue
20 (19.5.1849)
Date
1849-05-19
Page
Spalte 315-316 (sequence 6)
Language
German
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815 Studien. Literarhistorische Niscellen. Kurze Uebersichten. 316 Literaturhistorische Miscellen. Gesiiminelt von Leopold Dukes. . II., : Ueber i'D’nn niou. Die hebräische Uebersetzung von Boeth ins „Trost der Philosophie." Das lateinische Werk brs Boethius wurde sehr geschätzt im Mittelalter, und wir haben hier eine hebräische Uebersehung vor uns. Diese Handschrift findet sich auf der Pariser Bibliothek. Si« ist auf Pergament sehr gut geschrieben, Folio. Sie wurde erst neuerdings von der Bibliothek erworben. Sie ist eine von den 17 hebräischen Handschriften, welche die Bibliothek von H. Elieser Aschkenasi gekauft hat. Das erste Blatt des Vorworts ist beschmutzt, einige Stellen ausgelöscht oder ausradirt. Der Vers. des □W ’nsty führt dieses Buch an, sonst taucht es Nicht oft auf. Der Verfasser hat ein kleines Vorwort dazu geschrieben, wovon wir folgende Stellen ausheben, o'p vi 12 ton in f]ar:p"nnijf p»ivomo8 pnoD8 tdjii s7idji3 poii t>8 unon iVip’nvcfc 'N'Li' nwp L70& tis737i --— p’ya Dm 'icw mx tdin 3ii^> 00117^ djib6ö TD’ 81 3 1017 .TH 1178 [CDU] HI '131 ’npnjJD 1E783 13 ikmoi n^'üiV) ’cn ipnJD 1'11 '3i'08li03ip'i 1'33 1O83 ,1',11 0'131 l’bjj 10171 11)8 nin iodi 131 1117'313 noyii ni’ixi 1'V3 DmoN.i b"i b’DN^DJip m )Nip nt byi 11317 by ponin 57p3b ^33 ,i8in ab djdni [noj!? ,12 Ipioi O'HO bJ'nonj ni&mi ’did nwu ihm njiox ihn pi imi nt ^3D Oiä'v^'l warnN' '3l ivr nt mjoi tyiipt ^103 111 p8,1 ’DV D8 DJ08?ipiv,1 11783 D’131,1 OV |)01 hidd wipi nw byr, IH'013 D’iDnnoni O'II'IOI □"Ul '0310 O'IID ,1031,103 P'IVI 1178 1110 ,1 31,1 nm U’JHN 111 131> >317 1178 313'>8 3 '131 01231 — /,11 •I8 0i '171 'n nity inpnj/n ’n>inm-— ' noNiNtst "nd >11303 ,n’ä'lp vrbttn 0'30V1 pinn >113.1 itvn rbma jnpo nnn iio>2 '03101 .not7'08>ni i>i8p lion« Das Werk ist ganz in Prosa übersetzt. Der metrische Theil des Originals ist überschrieben, der prosaischeTheil ist mit im bezeichnet. Wir lassen hier eint kleine Probe folgen. > 17'>t7 TDD nrfesn '3 8'3iDi>'on nun ns pt»8i,i i’t7.i >18 "nam nn>2ii ’m 83> >313 iw 113111 -ip'i'i .ninno n3H3 8'1 obmoi 3itin liiv> 'i8i 111V81 11117 i8 jmt> na™ 'v„ •113 13113 cnoiai c’jni D’3»yno lnipi'niisn^ iiyiop ,1'idi ,i7dv 18 nni bzrm H3 o’bnni 0'N133 caipi plio 111 18T 81.1 C7311 '3 ~p '18 10181 310 111' n>nin 7201 '3 nt 0201,11'101 >138> 1311781 ,10317 »07 8'1D 1218 □'>,1331 D'O'lOl D"J13J111D ' llpjll^ lijj b>3ty iö3i nboD b\y 111 ni8ia 02011b >’nnn 18 1,10011 min 300' 11783 D’1’80 111' 01 □'33)3115' 1110178 182 118 1'13 111' 17021' 111 1p3 11831 3'3VI □'1311 ci8 - rrpni oj/t ,118 11783 811 fl rfabh : "Q"1081 30’1 111' f'1311 VII ■■.118 D'31131 O'J'JVIl Diese Probe wird dem Leser genügen einzusehenbajr das Talent der hebräischen Stylisten längst verschwunden war. Literaturhistorisches Interesse kann diese Aebersetzung dennoch für sich in Anspruch nehmen. Kurze Ueberfrchteu. 6) Zur Bibel. Naturhistorische, anthropologische und niedicinifche Fragmente - von I. 33. F r i e d r i ch. Zwei Th ei Le, gr. ü. U Th. Vil und 334 S. 2. LH. i!V- und 215 S.. Nürnberg, 1848. Verlag von Bauer u. Raspe. Arigezeigt von R. I. Wunderbar in Riga. (Fortsetzung.) Th eil 11. S. 2 ff. sucht der Vers, die im Ko Hel et 12, 1—7 von Salomo gegebene Zlllegorie zur Schilderungdes Greisenalters zu deutmz läßt sich aber dabci mancher Irrthümer zu Schulden kommen. So deutet er das. Bild „ehe finster wird die Sonne und das Licht und der Mond und die Sterne" durch die im Alter eintretende Abnahme der psychischen Kräfte, wodurch die Lebhaftigkeit und Klarheit der Vorstellungen und des Verstandes verfinstert werden. Es entspricht dieses Bild, sagt er, auch der biblischen Sprachweise, wo die höchste Weisheit Gott, der Vater des Lichts genannt; mit dem Worte ,.Licht" öfters Weisheit und. Verstand bezeichnet, und der 2iusdcuck „mit Finsterniß behaftet, blind sein" von Jenen gebraucht wird, von denen man sagen wi-it, daß ihnen Einsicht und Erkenntniß mangle. Auch spätere Juden, sagt er, nannten einen durch Weisheit ausgezeichneten Mann, ein Licht; so hieß z. B. (?!) Schua, Juda's Schwiegervater f. M. 38, 2.) Licht des Ortes, wo er lebte, und ein gelehrter Rabbi wurde Licht des Gesetzes genannt. — Ich muß offen gestehen, daß ich weder begreife, , wie das hier vom Vers, gegebene Beispiel zu seiner Behauptung paffe, noch überhaupt die Quelle, daß Schira- „Licht seines Ortes" genannt wurde, kenne. — Den Schlußsatz des gedachten Bildes „und die Wolken kommm nach dem Regen" läßt der Vers, sich auf die Sorgen, welche wie Wolken und Regen auf einander folgen und die Lebenstrge des Greises trüben, beziehen. Fassen wir aber die vom Vers, gegebene Deutung dieses ganzen Bildes genauer in's Licht, so wird es sich zur Genüge

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