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Der Orient · 1849-05-19 · 20 (19.5.1849) · p. Spalte 309-310

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Journal
Der Orient
Volume
1849
Issue
20 (19.5.1849)
Date
1849-05-19
Page
Spalte 309-310 (sequence 3)
Language
German
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309 Studien. Die Dpfernamen. 310 5) nby oder rb)yf im Plur. rby , und n^y, chaldäisch p^y ist von der Radix p6y, welche„besteigen" heißt (Deut. 27, 6), weil dieses Opfer ganz auf dm Altar gebracht und daselbst verbrannt wurde, wegen des letztem Umstands heißt es auch. Dtt/N, bei den LXX, urÄotfttVGTO£. S calig er liest daher Mark. 9, 49 r Kaan TtvQia ahdriosTcu für 7r^§ yap hvqI alt- &rj(isTtü ) daß hier aber auch das Verbrennen auf der Altarstatte gesehen werden muß geht daraus hervor, weil das Opfer der rothen Kuh nNDn (Num. 19, 9) und nicht nby genannt wird, weil letzteres nicht auf dem Altäre verbrannt wurde. -— Unser Opfer wird , weil es gänzlich verbrannt wurde , auch b'bz (Deut. 33, 10) oder n^y (1 Sam. 7, 9) genannt; über Woi rb)y (Pst 5)!, 21) siehe Jbn Efra und Kimchi zud.S. —- Bekannt ist die Auffassung der Rabbinen, die in nby die Hinleitnng auf die Sünden sehen , die unser Opfer bedingen, die Sünden nämlich |Ö '□ ' b) y n *, Landau e r (Wesen und Form des Petit. S. 39) übersetzt nby durch „ausgehend „sich auflösen" und bezieht dies auf den Zorn Gottes, beide Ansichten haben wir in unserm Werke tu der Untersuchung i'lber die Natur des nby als ungenügend zurückgewiesen, auf welches wir hier, nicht näher eingehen. — I. Z. Mtklenb urg (in dem schon angeführten Werke) leitet nt£/N von TON (3cf.‘46, 8) ab und übersetzt er durch ^betragen" nach 1 Chron. 27, 24, er übersetzt daher nby (Lev. 1, 9) durch „Der Beschluß ist : Gesinnungsstandhastigkeit"; diese wunderliche Erklärung bedarf wohl keiner Widerlegung. — Noch andere übersetzennby durch „Unrecht" nach Pf. 64, 7; allein hiergegen spricht einfach der Umstand, daß unser Opfer auch in solchen Fällen gebracht wurde, wo kein Vergehen stattfand, z. B. bei Festmahlen, Einweihungen u. st w. — 6) G^d; und rus&n (««<§ n&n Nurn. 15, 24) bieten fürT die etymologische Erörterung mannigfache Schwierigkeit. In der Bibel werden beide Radices pi'0lM5cu6 gebraucht, vergl. Gen. 20, 9 mit 26, 10; 42, 21 mit 22 und selbst bei den Opserstellen kommen sie auf diese Weise häufig vor, vergl. Clerirus zu Lev. 5, 16. Wir müssen daher zur arabischen Sprache die Zuflucht nehmen, da beide Radices hier in größerer Schärfe gesondert sind. heißt „erravil", deßhalb das in IV. Conj. gebildete ein solcher ist: „qui per errorem peeea^lt"; hingegen heißt in derselben Conj. : „adduxit iinpulitque ad committend'iim, quod iniquum esset.“ (Man vergl. G 0 lius I.ex. lüat. s. v. und den Koran 2 Sur. v. 75). Demnach bezeichnet eine Sünde, die intensiv geringer ist, als die, welche durch dem angedentet wird. Beachten wir den wesentlichen Umstand, daßdaSAschamopser in den meisten Fällen für solche Sünden gebracht wurde, denen ein juridisches Jntercsse (crimen in hominem) zu Grunde liegt, vergl« Lev. 5, 19—24, so ist jener Unterschied um so begründeter, da vom talmudischen Standpunkt die letztere Sünde intensiv größer ist als die Sünde gegen Gott, vergl. Trakt. Joma, wo cs heißt: nrvriy , rf* mpo1? din -pjy nn^y n"’ pN ronboiN pm Auffallend aber ist cs, daß nicht Ascham, sondern das Chatot in dem Hanptritual, dem Blutsprengen von den übrigen Opfern sich unterscheidet. — Wir wollen nur noch erwähnen, daß 1 Sam. 6, 3 der Name ntcw schlechthin von einer Gabe an die Gottheit gebraucht wird. 7) D’Dbtsv auch dieses Wort bietet für seine Ableitung manche Schwierigkeit. Der Singular im stat. const. heißt und es fragt sich, welche Radix man hier zu Grunde lege. Einige nehmen Gb^, welches tm Piel „bezahlen" heißt und in diesem Sinne wird es Pst 50, 14; Ion. 2, 10 nav* et-o%riv üom TU . gebraucht; allein dann sollte, wie man schon früh bemerkt hat, der Plural o^bttftp/ oder nach Jes. 34, 8 G^bcy und ebenso der Sing, nach Hof. 7, 7 obty haben. Am allerwenigsten würde diese Bedeutung ans die dritte Gattung, die n:nj (vergl. unten) anwendbar sein, da diese ohne irgend eine vorangegangene Verpflichtung nur ein Geschenk ist. — Andere leiten es von G^t^' „ganz" ab und verstehen darunter ein Opfer, welches den Menschen vervollkommnet, mit Gott unzertrennlich macht; allein dann müßte der Sing, nach 1 Kön. 15, 14 G^ll/ und der Plur. nach Gen. 34, 21 haben. — Die meisten Ausleger endlich leiteiten es von Gib^ ab und übersetzen cs entweder durch „Friedensopfer" sacrificia paciüca sen salularia (ügf. di cf an b Antt'q. 3, 5, 1), oder „Heitopfer" 8. encüarlslica (vergl. El eri cu s zu Exod. 20, 24). Allein dann müßte dex Sing. gY?&V der Plur. nach Pst 69, 23 G^i^' haben, vergl. Außerdem Bahr (Symb. d. mos. Kult. II. S. 368), der noch andere Gründe gegen letztere Ansicht an führt. Es ist indeß klar , daß ü'Khw nach der Form O'vb^ , Qubu u. st w. von G^ abgeleitet ist, es kommt nur daraus'cin, welche Bedeutung dieser Stamm hat. Nun finden sich zwei Stellen, wo das Piel die Bedeutung „wiederherstellen" hat und für diese Bedeutung mag hier das Piel wie bei vielen andern.Wörtern 'z. B. "».10 , HD ,-riiJb u. st w. das Kal vertreten. Ueber Job. 8, 6 ist kein Zweifel, hingegen wird die Stelle 1 Kön. 9, 25 verschieden anfgesaßt. Viele übersetzten G'HN übv[ „er vollendete" , oder „nachdem er das Haus vollendet hatte"; citfem diese Bedeutung ist ausschließlich dem Kal eigen und erstere Auffassung ist um so unstatthafter, da das Hciligthnm längst vollendet war. — Andere übersetzen „ec bezahlte die 20"

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