Mannheim
Compact Memory

Der Orient · 1849-05-19 · 20 (19.5.1849) · p. Spalte 307-308

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
1849
Issue
20 (19.5.1849)
Date
1849-05-19
Page
Spalte 307-308 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/8555529-9893953-9893978--5909-3535012
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

307 Studien. Die Dpfernämen. 308 fyfl-Hit e 8 <116) heißt es:, neu mmqouv foSg ß «e i- '■ his Mi f Eoti? u»d tiefer Version folqt der Syrer, er übersetzt: poioo ».*-!> vooaiZ \oAj|o; der Sinn ist aber der: Ihr sollet mir ria^nd) der Nahestehenden sein, welches Verhaltniß zwischen Gott nnd Israel im A. T. sehr häufig i" dieser Art bezeichnet wird. <— Auch das Phönizische spricht für jene Ableitung. Hier heißen die Priester der Ceres RccßQavot, worüber Boch art (Oe coloniis et sermone Plioenicum Lik. I. col. 413) sich ausdrückt: ul Pari vocakulum Plioenicum esl, ila etiam Cabninorum, quanms trajectis liUcris, plioenice enim Gakrani essent pjmp, ut mp: offerre el'jmip: oblatio, quam Yocem apud Tyrios in usu fnisse docet ex Theopkraslo Josephus (Lik. I. cont. Apion). — Sind nun die Priester.die Vermittler jenes nahen Verhältnisses zwischen Gott Ln Israel, so ist das pnp objektiv das Mittel zur Erwirkung jenes Verhältnisses; diese Bedeutung möchten wir dem Worte viudiciren, weshalb es in der Genesis noch nicht Vorkommen.konnte, weil hier der Begriff jenes theokratischen Verhältnisses noch nicht vorhanden war, erst nachdem dieses eingetrcten, kennte seine Bezeichnung da, wo die Entfaltung des Opserknltns ungeordnet wird, Vorkommen, in den vielen Stellen der späten: Schriften des A. T., wo Gott die Werkheiligkeit der Opfer verwirft, ist aus demselben Grunde das Wort {mp nicht gebraucht, weit dieses nicht sowohl die äußere Handlung des Opferns bezeichnet, als vielmehr die tiefere Idee des theokratischen Verhältnisses in sich schließt. — Wir bemerken schließlich, daß fl"!p sowohl mit h praeüx konstruirt (Lev. i, 2) als auch im 8tat. ^en. gebraucht wird (Nnm. 9, 7) , wie im Griechischen ftvoict ftzco und ahoi); gewöhnlich wird ]mp mit’mn1 verbunden, doch findet sich auch in der Verbindung (Lev. 23, 14). 2) pp? nach der Form der nominum lertfae guttural^ tote* np© , $Dj von Diese Radix heißt erstens: schlachten und steht mit Drw im Paralleliömns, vergl. Jcs. 66, 3; 57. 4 mit Ps. 106, 37. Diese Bedeutung wird in den Bibclstellen über Opfer berücksichtigt, indem Nd! nur diejenigen animalischen Opfer in sich schließt, welche geschlachtet wurden und daher die Vögelopftr (Lev. 1, 14) ausschließt. Vergl. Mischna Sebachim 10, 3: es heißt hier: emp ^ypn rDl KW DDD, wozu Bertin oro kommentirt ND1 pD iin^V wobei es freilich äuffällt, daß der Ausdruck ' Zont&V der (ikick. 14, 5 u. oft.) von den Vogclopfern gebraucht wird, von den Rabbineu unberücksichtigt bleibt. — Zweitens bedenkt PDT schlechthin ,,opsern^, welches aber nicht nothwendig von animalischen Opfern gebraucht wird; von dieser Bedeutung ist gebildet - das auch von d em Altar gebraucht wird, ans welchem blos geräuchert wurde (Erod. 27, 1).--DaS griechische ßcopog und das lateinische &ltare, so Lmanni von der „EMhung" stimmt nicht mit der Etymologie des hebräischen Wortes überein; dem griechischen Worte entspricht vielmehr das hebräische n.C2, eine Ableitung dieses Wortes von np N3 (Ezech. 20, 29) ist unrichtig, vergl. I. D. M i ch a e l i ö (Suppl. p. 190). — Endlich heißt nil ,,'cin Mahl bereiten^, weßhalb oft tmt D'D^&y, nie aber mit.nby , fittün und dpn verbunden wird, obwohl auch das Verbum zuweilen mit rby (Exod. 20, 21) und andererseits von rn? d. i. (Lev. 17, 8) gebraucht wird. — 3) umfaßt heilige wie profane Geschenke, weßhalb es die LXX bald durch frvciavy .6S(.iU)ahvf bald durch doopov, repogepoguv und öfter auch durch dag gleichlautendejiavciav zurückgiebt. Es bezeichnet, wo es beim Ritual gebraucht wird, nur vegetabilische Opfer, wobei es der Syrer mit oder durch Umschreibung mit lioias ö6crfcfrt; Gen. 4,4jedoch, wo eS auch von einem animalischen Opfer gebraucht wird, übersetzt cs der Syrer durch jjLOioS. Jrt der Ableitung sind die Lexikographen nicht einig. DieMeisten leiten es von ^..Lo „dotiavil“ ab. Dies scheint auch die Ansicht der Rabbineu zu sein, denn sie bilden wie von vrinqEr den Plural sie Halten also das D als radikal; richtiger jedoch T\\t tiic Ableitung von nW „adduxilVfütc sie Buxdorf gemacht, denn das G ist wie , HJHD nur praeformativ, der Plural heißt auch nirpp (M.^ 20, 4). — I. Z. Meklenburg (in seinem n^Dpm nnrny leitet es von n: „Herunterlassnng, Unterwerfung^ ab, und sieht in nnjo'eine Gabe, die der Unterthan dem Herrn darbringt, während Nr^L/Q den Gegensatz bildet, indem dies eine Gabe ist, welche der Höherstehende dem Untergeordneten darreicht. — 4) “{DJ von “]pj, bezeichnet im Ritual die Trankopfer; Dan. 2, 46 ^wird indeß NGDJ^ von einer Gabe im Allgemeinen gebraucht, vergl. Lengerke z. d. S. Mit dem Suffix heißt es ^-DJ, wie über das Dagesch im dritten Radikal läßt sich keine bestimmte Regel aufstellen, denn während , qm , pjvD , iny , ion qDJ u. A. ein Dagesch haben, fehlt dies in, lb' , 1.D Ad «. A. und beiderlei Gebrauch findet sich bei qbQ. Auch in der Flexionsbildttng sind die Segolatforme« verschieden, wie/»GCD 7 ’"pn ’Diy , und — Die Grammatiker; lassen bei den Segolatsorinen daö Dagesch im 3. Radieal nicht stehen, wenn das Wort im stalU8 6on8truelu8 mit dem sukiix plur. sich findet; allein auch diese Reget wird nicht überall zur Geltung gebracht, denn *py> qDJ haben DH^DD , während ohne Dagesch ]nn^ (So&v 39, 3) hat. Man vergl. M e nd e l § so h n' im, Biur zu Gen. 42, 35. l!

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.